Twitter für Ihr Autoren-Marketing

Weiter geht´s mit dem Autorenmarketing. Sicher haben Sie jetzt Ihre Landingpage fertig und es kann ans fröhliche Verteilen im Netz gehen. Hierbei gibt es zahllose Möglichkeiten. Facebook, Twitter und Co. sind dankbare Abnehmer für jede sinnvolle und weniger sinnvolle Marketingstrategie. Twitter ist bei Autoren sehr beliebt. Doch Vorsicht Falle! Gerade bei Twitter spielt es eine große Rolle, nicht nur auf bloße Zahlen (Follower, Traffic) zu schauen, sondern auch genau zu analysieren, was Ihnen Ihr Twitter-Marketing einbringt. Twitter kann sehr gemütlich werden. Die große Twitter-Familie ist bestens geeignet, uns Schreiber von der Arbeit abzulenken. Das Gefühl, kollegiale Freundschaften zu pflegen, entsteht schnell. Das ist ein großer Vorteil für das Gefühl und gegen das Allein-Sein. Für das Marketing ist es ein Nachteil. Bevor Sie sich entschließen, Twitter in Ihr Marketing einzubauen, sollten Sie unbedingt festlegen, wie viel Zeit Sie auf Twitter verbringen wollen. Marketing ist nur sinnvoll, wenn es auch zu Umsatz führt. Planen Sie insgesamt fünf Stunden Marketing pro Woche, zumindest für den Anfang ein. Sie brauchen Zeit, um Ihr Blog zu füllen und um Pressemeldungen zu verfassen. Dazu kommt unter Umständen Marketing im realen Leben und das SNM. Hierfür bleiben dann etwa 3 Stunden wöchentlich. Wenn Sie neben Twitter noch zwei weitere Dienste nutzen wollen, dann sind Sie bei Twitter mit einer Stunde dabei. Das ist wirklich nicht viel. Dieser Nachrichtendienst ist so spannend, witzig und aufregend, dabei so freundlich und kommunikativ, dass man sich sehr gut festlesen kann. Fragen Sie sich also nach der Nutzung von Twitter immer: Arbeite ich jetzt oder genieße ich meine Pause. Machen Sie sich nicht vor, das schadet Ihrem Erfolg.

Bei Twitter gilt die Grundregel:

90 Prozent Content – 10 Prozent Eigenwerbung

So erarbeiten Sie sich einen spannenden Account, dem bald viele folgen werden.

Auf Twitter posten Sie nicht nur Ihre eigenen Nachrichten. Eines der Erfolgsrezeote auf Twitter ist das Retweeten.

Retweeting

Bei dieser Methode nehmen Sie die original Twitter Nachricht, die jemand anders gepostet hat, und senden sie an Ihre eigenen Follower. Wenn Sie retweeten, werten Sie den Autor der originalen Nachricht auf. Sie denken nun vielleicht, das nützt nur dem Urheber der Message, aber Retweeting kann Ihnen genauso nützlich sein, denn:

  1. Es versorgt Ihre Follower mit wertvollen Infos. Und wenn Sie ihnen einen Mehrwert liefern, machen Sie sie glücklich. Dies ist auch ein Weg, mehr Follower anzuziehen. Inhaltlich gute Informationen war schon immer eine hervorragende Methode, ein Business aufzubauen, ganz gleich, welche Plattform man dazu verwendet.
  2. Sie machen sich einen Namen. Wenn Sie Leser zu einer Quelle leiten, deren Informationen wirklich relevant und hilfreich für sie sind, wird das Vertrauen in Ihre Person gesteigert.
  3. Es hilft, die Beziehungen zu den originalen Postern (d.h. den Urhebern) aufzubauen. Den Content von jemand anderem zu retweeten ist ein Akt der Freundlichkeit, für den sich der größte Teil der Blogger in gleicher Weise dankbar zeigt. Sie dürfen zwar nicht unbedingt erwarten, dass jemand Ihre Nachricht weiterleitet, nur, weil Sie es mit seiner getan haben.

Aber Ihre Chancen steigen, wenn Sie retweeten.

Retweeting bedeutet, Mehrwert für Ihre Follower liefern. Wenn Sie also wollen, dass andere Ihre Posts retweeten, dann sorgen Sie dafür, dass Sie sie auch mit Qualitäts-Content versorgen, der es wert ist, herumgereicht zu werden.

Retweeting ist grundsätzlich ein großartiger Weg, Ihrer Twitter Page Qualität und Wert hinzuzufügen. Wenn es richtiggemacht wird, hilft Retweeting, Ihre Follower zu informieren, Ihnen sich einen Namen zu machen, Ihren Traffic zu erhöhen und mit anderen wichtigen Leuten Ihrer Nische in Verbindung zu kommen.

Seien Sie aber vorsichtig, denn falls Sie Retweeting unkorrekt verwenden, kann es Ihren Namen und Ihren zukünftigen Traffic beschädigen. Behandeln Sie Ihre Follower wie Gold. Leiten Sie sie niemals auf ungeeignete Websites oder spammen Sie sie mit einer Verkaufsbotschaft nach der anderen voll.

Denken Sie immer daran: Sie müssen dafür sorgen, dass sie mögen, was Sie zu sagen haben. Dann folgen Sie Ihrem Lead. Wenn Sie dann etwas empfehlen, bekommen Sie auch immer die Resultate, die Sie wünschen.

Wenn Sie noch keine Erfahrungen mit Twitter gemacht haben, versuchen Sie es einfach. Es macht viel Freude und geht locker von der Hand. Richten Sie Ihr Profil sorgfältig ein. Zeigen Sie, dass Sie Autor sind und stellen Sie sich kurz vor. Auch ein Hinweis auf Ihre Autorenseite oder Ihre Bücher darf nicht fehlen. Und lassen Sie in jedem Fall die Finger von allzu automatischen Tools. 08/15 Begrüßungen für neue Follower oder automatisches Folgen und Entfogen können ratsam sein, der Königsweg ist aber gerade für Twitter die persönliche und individuelle Gestaltung des Accounts.

 

Wenn Sie mehr über das Twitter-Marketing erfahren wollen, dann lesen Sie

Twitter-Marketing Strategien bei TextTime. Die ersten 30 E-Book-Downloads sind kostenfrei! Also schnell sein und zugreifen.

TIPP:

Marketing-Workshop

Wer sein Buch und damit auch seine eigene Arbeit vermarkten will, braucht eine wirksame Strategie. Darüber hinaus sollte er über ausreichend Fachwissen in der Welt der sozialen Medien verfügen.

Einen Kurs im Marketing für Autoren gibt es im März in der Bücherstadt Leipzig. Parallel zur Buchmesse Leipzig vom 15. bis 18. März 2018 findet der Kurs:

„Nun lies doch endlich mein Buch!“

statt.

Inhalte sind:

  • Grundbedingungen des klassischen Marketings
  • Kreatives Marketing
  • Multi Media Marketing
  • Social Network Marketing
  • Werbespychologie
  • Werbestrategie

Jeder Teilnehmer hat am Ende des Workshops seine eigene Strategie erstellt und wird drei Monate lang weiter betreut, damit die Strategie auch auf einen guten Weg kommt.

Termin: 14. März 2018, 10 bis 20 Uhr (einschließlich Pausen für Mittagessen und Abendbrot)

15. und 16. März 2018, jeweils 10 bis 15 Uhr

Kosten: 85,00 €, Besucher der Buchmesse zahlen gegen Vorlage Ihres Tickets 65,00 €

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Durchführung:

Stefanie Glaschke, psychologische Beraterin (Dipl. IAPP) und Buchautorin

Coachingerfahrung in den Bereichen Zeitmanagement, Strategie und Vision seit 1999

Bitte fordern Sie weitere Informationen hier an

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Stadt-Land-Mord

Über die vielen Feiertage hat mein Schreiben geruht. Allerdings bedeutet das nicht, dass ich nicht gearbeitet hätte. Vielmehr halte ich regelmäßiges Fördern der geistigen Kreativität für einen der wichtigsten Zeitvertreibe im Autorenleben. Aus diesem Grund habe ich mit meiner Familie Spiele gespielt, die einerseits Freude gemacht haben und auf der anderen Seite meine Ideenkiste 2018 bis zum Rand gefüllt haben. Das Spiel, das mir am meisten Ideen eingebracht hat, war „Stadt-Land-Mord“. Als Krimifan habe ich eine alte Idee aufgegriffen.

Gemäß den bekannten Regeln zum alten Kinderspiel „Stadt-Land-Fluss“ haben wir die Kategorien geändert in:

Stadt – Opfer – Tat – Waffe – Motiv – Fluchtfahrzeug.

So wurde Lisa in Luxemburg mit Lametta aus purer Lust die Luft abgeschnürt, bevor mein Mitspieler mit der Limousine getürmt ist.

Und Gregor wurde in Graz mit der ganzen Hand begrapscht, weil Gier meine Mitspielerin dazu getrieben hat. Sie flüchtete übrigens mit dem Großraumtaxi.

Bierernst haben wir die Regeln nicht genommen, wir wollten Spaß und sonst nichts.

Die Ergebnisse werde ich aufbewahren, wer weiß, welche Idee in einer meiner nächsten Geschichten Platz findet.

Der Vorteil der gezielten Förderung der Kreativität liegt darin, dass Ideen entstehen, die im Alltag oft nicht präsent werden oder schon vor ihrem Erscheinen wieder verdrängt werden, weil sie einfach nicht in den Lebenskontext passen. Diese Spiele sind nicht zielgerichtet. Das ist ein großes Plus.

Autoren brauchen Ideen und selbst bei den ganz Großen schient mir manchmal, dass sie in einer relativ begrenzten Spielfläche schreiben.

Kreativität wird auch mit den Synonymen „Einfallsreichtum“, Erfindungsgabe“ und „Produktivität“ im Zusammenhang gesehen. Hier können wir das breite Spektrum des Begriffs erkennen. Denn einen Einfall zu haben, muss noch lange nicht bedeuten, etwas zu erfinden. Die Produktivität ist ein Hinweis darauf, dass etwas entstehen soll. Für Schreiber geht es hier in erster Linie um Texte oder Storys. Wer Text produziert ist also kreativ. Allerdings ist nicht jeder Schreiber auch erfinderisch. Geniale Ideen wie die von Mariana Leky in ihrem Roman „Was man von hier aus sehen kann“ oder von Altmeister Walter Moers „Die Stadt der träumenden Bücher„. Auch das kleine Werk von Kafka „Die Verwandlung“ gehört sicher in diese Aufzählung.

Einfach mutig sein und Dinge zusammenbringen, denen auf den ersten Blick jeder Bezug zueinander fehlt, ist eine Freiheit, die sich Autoren nehmen dürfen und sollten. Vielleicht ist das ein guter Plan für die nächsten freien Tage.

Weitere Spielideen sind auf diesem Blog bereits im Beitrag „Leidenschaftliches Spiel ist exzellentes Lernen“,  vorgestellt. Und wer mehr Kreativitätsanregungen haben möchte, kommt mit dem Autorentraining auf jeden Fall in Schwung. Auch die Schokolinsen-Methode sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt.

Und für alle, die hier regelmäßig vorbeischauen, gibt es wieder einen kleinen Wettbewerb. Spielen wir Stadt-Land Mord, wie oben beschrieben. (Stadt – Opfer – Tat – Waffe – Motiv – Fluchtfahrzeug.) Der gewählte Buchstabe ist M. Der erste, der seinen Satz an mich sendet, bekommt das Autorentraining Heft 1 als pdf. kostenlos!

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Autorentraining auf Texttime.de – Hier gibt es weitere Infos sowie die Printversion und die digitale Version

Wer am Wettbewerb (siehe oben) teilnimmt, erklärt sich damit einverstanden, dass seine Lösung hier anonym veröffentlicht wird.

Schreiben ist auch „Mut zur Freiheit“

Immer wieder kaufe ich Bücher aus den Ramschkisten in den Warenhäusern oder auf den Tischen vor den Buchhandlungen. Auch alte Bestände aus der Bibliothek sind willkommene Beute für mich. Auf keiner Bestsellerliste, in keinem Marketingkonzept spielen sie noch eine große Rolle. Aber sie sind oft wertvoll, geistreich und zauberhaft zu lesen. Oft, nicht immer. Sie können wiederentdeckt werden. Und manchmal entfaltet sich ihr Wert und ihre Besonderheit erst auf den zweiten Blick.

Ich hab ein solches Buch in einer Bibliothek gefunden, für einen Euro gekauft und zuhause verschlungen. Der Grund? Die Sprache. Der Autor wechselt nicht nur zwischen den verschiedensten Perspektiven, er baut auch gekonnt Abwesende in das Geschehen ein. Dabei schreibt er auch noch zweisprachig, mit leichten Übergängen, die die englischen Passagen (für Anfänger mit Schulenglisch gut lesbar) einleiten. Da finden sich Tagebucheinträge, die sich wie Dialoge mit dem Protagonisten lesen, Visionen und Wirklichkeit verschwimmen. Er schafft es, eine bunte Gefühlswelt im Leser zu erzeugen. Dabei geht es nicht um Weichspülsprache. Ich habe mich manchmal vor der Hauptfigur, dem Ich-Erzähler geekelt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Lesezeit: Ein Wochenende, gefesselt zwischen der beschriebenen Erlebenswelt und der Fassungslosigkeit ob des schwarzen und bissigen aber feinsinnigen Humors. Und nicht ich allein bin begeistert von diesem Buch. Im Mai 2017 erschien Höhtkers „Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite“  als Taschenbuch, vollkommen verständlich.

Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite, Taschenbuch, 16,00 €

Frank Stremmer, PR-Mann auf dem Schleudersitz in einer dubiosen Finanzfirma, Wohnort Genf. Und auf dem Schleudersitz in seiner Beziehung mit Marion, die er seit Jahren auszutauschen erträumt. Welthass, Narzissmuss und Ignoranz zeichnen ihn aus. Ein wahres und doch zynisches Bild vom Leben mit dem Kapitalismus, der Selbstüberschätzung und der Orientierungslosigkeit.

Mich hat das Buch darauf hingewisen, dass es sich lohnt, Mut zu einer ganz eigenen Sprache, einem kreativen Stil zu zeigen. Über Grammatik und Rechtschreibung wurde und wird viel gesagt und geschrieben. Doch auch wahre Sprachkunstwerke können so entstehen. Da denke ich sofort an Marcel Proust, der in einem Band von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit  einen Satz mit 845 Wörtern untergebracht hat. Stil, Kunst oder einfach nur Spaß an der Sprache? Es muss nicht jedem gefallen, doch Experimente mit der Sprache verbessern die Geschmeidigkeit der eigenen Texte. Dazu zählen auch Drabbles oder das Verfassen von Limericks.

Mit dem Thema Sprache, Sprachkunst, Stil und Schreiblust befasst sich übrigens das Heft III des Autorentrainings von TextTime.

Wochenendgeschenk: Autorentraining – 12 Monate lang jeweils ein Trainingsheft mit 30 Übungsschritten.

ATRgratis1Nehmen Sie an der Sonderaktion vom 10.11.2017 bis zum 12.11.2017 teil. Bestellen Sie das Autorentraining komplett und vollkommen gratis. Ein Geschenk von TextTime an alle Besucher der Webseite. Schreiben Sie einfach eine Nachricht und erhalten Sie ab 1.12.17 regelmäßig das Autorentraining per pdf. in Ihr Postfach. Nach zwölf Monaten ist das Training beendet und verlängert sich nicht. 

Drei Tipps für schnellere Recherche

Recherche ist eine wichtige Voraussetzung für glaubhaftes Schreiben. Das gilt ganz besonders für Sachtexte. Aber auch Romanfiguren, deren Verhalten, Wortschatz oder Lebenskontext schlecht recherchiert sind, bleiben leider nur oberflächlich und können dem Leser keine Emotionen entlocken. Schlecht recherchiert führt zu: „Aus den Augen aus dem Sinn“ und macht aus einem Buch einen Konsumartikel, der schnell wieder in Vergessenheit gerät. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schön es ist, wenn ein Buch, das man vor Jahren oder Jahrzehnten geschrieben hat, lange einen Platz in den Buchhandlungen und den Bibliotheken behält.

Recherche kostet viel Zeit. Die Grundregel „Acht Stunden Input ergeben eine Stunde (guten) Output“ hat bisher noch niemand widerlegen können. Die Lösung liegt also darin, die Zeit für den Input zu verkürzen. Speedreading ist eine Möglichkeit. Dabei reicht es für Autoren vielleicht aus, einige Tipps aus dem Speedreading zu beherzigen.

Die folgenden drei Tipps helfen sicher, die Recherchezeit dadurch zu verkürzen, dass bedeutsame von bedeutungslosen Informationen getrennt werden.

  1. Lesen Sie einen Text lieber zweimal quer als einmal gründlich. Experten haben herausgefunden, dass das Querlesen nicht nur schneller, sondern auch effektiver verläuft, wenn es sich um Sachtexte handelt. Also: Text querlesen – beiseite legen – querlesen.
  2. Schlagen Sie in Sachtexten unbekannte Wörter nicht sofort nach. Notieren Sie sie zuerst auf einem Zettel und klären Sie später, was das Wort bedeutete. So können Sie nebenbei auch noch Ihren Wortschatz sehr effizient erweitern. Denn das Nachschlagen außerhalb der Lesezeit wirkt wie aktives Vokabeln lernen.
  3. Selektieren Sie. Autoren sind im Grunde neugierig. Aber wenn Sie Ihr Recherchethema definieren, dann halten Sie sich an die Definition. Alle Ablenkungen, die vielleicht später noch tolle Verwendung finden können, sollten auch auf später verschoben werden. Die beste Buchidee taugt nichts, wenn ein anderer das Buch vor Ihnen geschrieben hat.

Informieren Sie sich über Möglichkeiten, schneller zu lesen oder Speedreading professionell zu lernen. Es dauert zwar eine Weile, bis sich die erfolge einstellen, aber schließlich bringt Speedreading am Ende Tag für Tag eine Zeitersparnis, die für das Schreiben genutzt werden kann.

Zahlreiche Bücher zum Speedreading gibt es im Handel.

Speedreading – Buchtipps

Wie man sich setzt, so schreibt man

Es mag vordergründig gar nichts mit dem Schreiben zu tun haben, doch auch der Schreibplatz spielt eine bedeutende Rolle. Wer hauptberuflich an einem Schreibtisch sitzt, der sollte sehr großen Wert auf sein Sitzmöbel legen. Haltungsschäden, die durch Computerarbeitsplätze entstehen, machen unter den chronischen Erkrankungen einen großen Anteil aus. Wer den Arbeitsplatz häufiger wechselt und nicht immer auf dem gleichen Stuhl sitzt, hat Vorteile. Doch die meisten Berufsautoren richten sich früher oder später einen festen Arbeitsplatz ein. Hier gilt, auf die Gesundheit der Wirbelsäule zu achten. Außerdem sollten Autoren in den Pausen den Arbeitsplatz verlassen und vielleicht ein paar Entspannungsübungen machen.

Auch die Augen werden in Mitleidenschaft gezogen, so modern der Bildschirm auch sein mag. Augentraining in den Schreibpausen kann Wunder wirken. Dabei sind die gesunden Pausen nicht etwa ein Zeitverlust, ganz im Gegenteil.

Eine unbequeme Haltung führt zu Verspannungen, Kopfschmerzen und fehlender Konzentration. Die Zeit, die mit ein bisschen Gesundheitspflege verbracht wird, holt jeder Autor schnell wieder rein, wenn er danach frisch und munter ans Werk geht.

Mancher schreibt vielleicht auf einem ergonomisch geformten Bürostuhl. Doch die sind teuer und oft auch nicht gerade ansprechend in ihrer Optik. Es gibt aber auch Alternativen, die erschwinglicher sind und trotzdem für eine gesunde Sitzhaltung sorgen.

Mein Favorit ist der Kniestuhl/ Kniehocker von Idimex. Er ist nicht unbedingt für den ganzen Tag geeignet, aber er passt bequem unter den Schreibtisch und kann immer mal wieder hervorgeholt werden. Die Sitzanordnung sorgt dafür, dass der Rücken aufrecht ist. Das entspannt die Rückenmuskulatur. Da der Kniehocker höhenverstellbar ist, passt er für fast alle Körpergrößen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich ihn auf Reisen mitnehmen kann. So kann ich auch im Ferienhaus oder Hotelzimmer vernünftig arbeiten. Der geringe Preis ist optimal! Wer ein bisschen mehr ausgeben will, findet natürlich auch noch hübschere und extravagantere Modelle.

                                      Cinius Hocker, Gummibaumholz, etwa 145,00 €

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Kniehocker Idimex, 38,95 €- versandkostenfrei Kniehocker in Schwarz, schlichtes aber praktisches und preiswertes Modell

Mahora in rot, etwa 165,00 €

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Dynamisch und irgendwie chic sieht dieser aus, der Hocker Mahora ist in vielen Farben erhältlich.

Wer noch keinen Bürostuhl hat und sich gerade nach einem geeigneten Modell umschaut, der sollte mal einen Blick auf diesen „Samtsessel“ werfen. Ein tolles Teil für Autoren mit Anspruch und dabei für unter 80 Euro.

Nützliche Tipps für die Entspannung der Augen sind hier zusammengestellt. Und ein paar Lockerungsübungen, für die niemand gleich die Yogamatte rausholen muss, gibt es hier. Wer sich näher mit dem Thema befassen will, findet in diversen Ratgebern tolle Infos und viele Ideen zum Nachmachen.

 

Vom Selfpublisher zum Verlagsautor – Teil 1

In der Gegenwart ist das Selfpublishing wohl die meist gewählte Art, sein Buch zu veröffentlichen. Im Gegensatz zum Autor, der sich einem Verlag anschließt, ist der Selfpublisher autonom in der Preisgestaltung und im Marketing. Diese Autonomie bedeutet aber auch, alles selbst zu erledigen.

Das eigene Buch in einem renommierten Verlag erscheinen zu lassen, bringt ebenfalls Vorteile. Das Wer fährt quasi unter einer anderen Flagge mit. Ruf und Profil des Verlages können sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken. Zurücklehnen kann sich der Autor mit Verlagsvertrag aber nicht. Auch Verlage erwarten Einsatz für Marketing und Verkauf. Schließlich wollen alle gemeinsam am Buch verdienen.

Dieser Artikel bezieht sich nur auf Verlage, die keinen finanziellen Einsatz vom Autor fordern. Das sind die Verlage, die das wirtschaftliche Risiko zu tragen bereit sind. Sie zahlen ein Honorar und zusätzlich Tantiemen an den Autor, weil er ihnen sein Werk überlässt. Manche Neulinge müssen auch damit leben, dass sie nur Tantiemen erhalten.

Wer mit dem Gedanken spielt, einen Verlag zu finden, muss sich, wie überall in der Arbeitswelt an bestimmte formale Bedingungen halten.

Es geht darum, sich mit seinem Buch zu bewerben. Eine Bewerbung enthält in der Regel ein Anschreiben, ein Exposé und unter bestimmten Bedingungen entweder eine Leseprobe oder bereits das fertige Manuskript. Manchmal ist es auch ratsam, einen Kurzlebenslauf beizufügen.

In diesem ersten Teil geht es um das Anschreiben.

Hier gilt auch in der kreativen Branche: Die Form muss stimmen. Auch die Buchwelt gehört zur Wirtschaft. Daher empfehlen die meisten Fachleute ein Anschreiben ähnlich wie ein Bewerbungsanschreiben. Dieses Anschreiben zu erstellen bringt einen großen Vorteil für den Schreiber. Während der Arbeit am Anschreiben werden viele Fragen zum Buch gestellt, die vorher gar nicht auftraten.

Anschreiben Aufbau:

  • Briefkopf und Datum
  • Betreffzeile ohne das Wort Betreff, fett gedruckt
  • Persönliche Anrede (Nicht „Sehr geehrte Damen und Herren“)

Ein Autor sollte schon wissen, wen er ansprechen will. Die Information bekommt man notfalls per Telefon in der Zentrale des Verlags.

Im Textteil, der eine Seite nicht überschreiten soll, sollte der Leser erfahren, warum Sie genau diesen Verlag ausgewählt haben. Beschreiben Sie, wie Ihr Buch in das Verlagsprogramm passt. Gehen Sie auch auf andere Titel im Programm ein.

Das Rundschreiben nach dem Motto „Egal welcher Verlag, Hauptsache mein Buch wird angenommen“ ist keine Option.

Bevor Sie das Anschreiben verfassen, beantworten Sie für sich selbst die folgenden Fragen:

  • Warum passt mein Buch in dieses Programm?
  • Welche ähnlichen Titel konnte der Verlag erfolgreich präsentieren?
  • Wie passt mein persönliches Engagement zum Verlag?
  • Welche Zielgruppe spreche ich an?

Liefern Sie Argumente.

Das Anschreiben sollte übrigens in Schriftgröße 12 mit einem Zeilenabstand von 1,5 verfasst sein. Das lässt sich besser lesen. Nutzen Sie eine Schrift mit Serifen. Bleiben Sie kritisch sich selbst gegenüber. Immerhin werden laut Aussage von Verlagsmitarbeitern fast 80 Prozent der Autoren abgelehnt, weil schon das erste Anschreiben nicht korrekt ist. Es ist schade, wenn ein wirklich gutes Manuskript niicht zum Leser kommt, weil der Autor die Formalien missachtet hat.

Zur Vorbereitung lohnt sich, auch Infos zum klassischen Bewerbungstraining zu lesen, die Anschreibeformen unterscheiden sich kaum.

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Folgen Sie diesem Blog, um nichts zu verpassen. Im nächsten Teil geht es um das Exposé.

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Autoren brauchen keine Ausbildung – oder?

Warnung: Dieser Beitrag hat Überlänge. Ich empfehle das Lesen mit gewürztem Popcorn und einem leckeren Smoothie.

Autoren brauchen keine Ausbildung – oder?

Diese Frage stürmt gerade mein Umfeld im WWW.

Eine typische Frage, die sich jeder einzelne Schreibende stellen sollte, die aber niemals kollektiv beantwortet werden kann.

Sicher habe ich eine persönliche Antwort und jeder andere hat sicher seine eigene Antwort auf die Frage.

Aber es gibt auch Informationen auf der Sachebene, die ich hier zusammengestellt habe.

Im Jahr 2003 waren bei der VG Wort über 100.000 Autoren registriert. Und es werden immer mehr. Die Zweitrechte aller registrierten Autoren zu wahren macht eine Menge Arbeit, wenn man bedenkt, dass nach
C.V.Rock (leider gibt er seine Quelle nicht an) von allen Bundesbürgern

ca. 15 Prozent geeignet sind, sich schriftstellerisch zu betätigen,
ca. 20 Prozent nach erfolgter Ausbildung gut und verständlich schreiben können,
ca. zehn Prozent es niemals lernen werden,
und man die restlichen 55 Prozent „als Durchschnitt bezeichnen kann“.

Auf der Buchmesse in Frankfurt waren im letzten Jahr an die 300.000 Titel zu sehen. Mehr als zwei Drittel kamen aus dem Ausland, denn in der Bundesrepublik erschienen nur knapp 100.000 neue Titel.

Es sieht also gar nicht so gut aus mit den deutschen Autoren. In den USA beispielsweise lernen die späteren Autoren das Schreiben – und stürmen die weltweiten Bücherlisten. Auch die Lieblingsautoren der deutschen Leser sind nicht immer Landsleute.

Landläufige Meinung scheint zu sein, dass ein Autor keine Ausbildung braucht. Das ist typisch für unsere Nation. Eltern brauchen keine Ausbildung, Partner schütteln alles aus dem Ärmel und Ernährungs- und Gesundheitsexperten sind wir auch von Geburt an. Dagegen stehen die alarmierenden Zustände, in denen wir und unsere Kinder leben. Ach, fast hätte ich es vergessen, die Demokratie ist uns auch in die Wiege gelegt. Also alles in Butter. Ausbildung geht gar nicht. Das setzt sich ja inzwischen in der Bildung auch schon konsequent durch. Sind wir unbelehrbar oder einfach nur belehrungsresistent? In anderen gesellschaftlichen Bereichen scheint es nicht besser zu laufen.

Wir können eben alles allein und von selbst. Deshalb haben sehr viele von uns ernährungsbedingte Erkrankungen, stressbedingte Probleme und knappe Kassen. Der deutsche Michel und sein angeborenes „Schlau-Sein“. Statt auch mal über die Grenzen zu schauen, und zu sehen, das BILDUNG etwas mit der Gestaltung der eigenen Kompetenzen und Persönlichkeit zu tun haben könnte, fällt vielen in diesem Land nur ein, dass sie die Schule schließlich hinter sich haben.

Bildung hat mit Werten zu tun. Und ein Wert ist, seine Fähigkeiten zu erweitern und zu wachsen. Wer glaubt, nichts lernen zu müssen oder das Training hinter zu haben, der – der Leser möge den Ausdruck verzeihen – hat den Bezug zu sich selbst verloren.

Die Zahl der veröffentlichten Manuskripte liegt zwischen einem von 3000 bis zu einem von 10.000 (je nach Verlag). Eine Vielzahl der Manuskripte fällt schon deshalb durch, weil das Exposé schlecht geschrieben ist. (siehe Annes Schreibstube) Autoren brauchen aber keine Ausbildung. Aber damit gehen wir ganz locker um, ungefähr so wie Teenager: „Ich brauch keinen Verlag, ich mach das alles selbst.“ Das hab ich mit 14 auch so gemacht. „Ohne Titel“ hieß mein Jugendwerk. Nett, bei allen Freunden beliebt…. Ich war eine von den etwa 25 Prozent aller jungen Menschen, die schreiben wollen. Heute weiß ich, dass dieser Ansatz zur Eigentherapie entwicklungspsychologisch bedingt ist. Der Wunsch sich mitzuteilen in der „Sturm und Drang“ Phase der Adoleszenz. Dass ich gelesen werde habe ich erst geglaubt, als ausländische Verlage sich für Bücher aus meiner Feder interessiert haben. Denn mir war klar, jetzt kaufen keine Bekannten mehr, jetzt kaufen echte Kunden. Allerdings ist das sicher keine Bedingung, die erfüllt werden muss. Also keine hinreichende aber eine bereichernde Erfahrung.

Heute ist der Autor sehr oft sein eigener Zuschussverlag. Er bezahlt zwar keinen Druckkostenzuschuss aber er sitzt Tag für Tag auf seinem Posten und  betreibt stundenlang Marketing in den sozialen Medien. Manchmal kann Marketing viel erreichen. Zeit ist Geld.

Wir kennen das Phänomen aus vielen Bereichen. Es stimmt einfach nicht, dass weniger gelesen wird. Es stimmt auch nicht, dass Verlage keine Autoren suchen. Aber wenn wir ehrlich sind, dann haben das digitale Lesen und die Möglichkeiten, die sich heute jedem bieten, einen Ponyhof bereitgestellt. Und das ist gut. Denn es schadet niemandem. Aber ob wir wirklich etwas davon haben, wenn ein ganzer Berufszweig in der geregelten Armut lebt, ist eine andere Frage.

Die Klagen darüber, dass Autoren oft unter dem Mindesteinkommen in Deutschland leben, kommen nicht von ungefähr. Autoren brauchen keine Ausbildung. Amazon gibt an, dass die Mehrzahl der Self-Publisher unter 500,00 € im Jahr umsetzen. Am schlimmsten sieht es für die Genres Fantasy und Thriller aus, Sie gelten als überfüllt und daher – bis auf wenige Ausnahmen – chancenlos.

Autoren brauchen keine Ausbildung – sie leiden gern, lieben es, arm zu sein und sind stolz auf ihre Berufsbezeichnung. Schließlich schwingen da Autonomie und Freiheit mit, oder?

Ich halte es für falsch, diese Frage überhaupt zu stellen. Und damit komme ich an den Anfang zurück. Jeder Mensch, der sich verbessern will, wird einfach immer wieder voller Freude und Interesse seine BILDUNG in seinem Fachgebiet erweitern.

Und ich denke, das ist die Antwort: Autoren pauschal gibt es nicht. Es gibt, wie unter den Ärzten, Lehrern, Buchhaltern und allen anderen auch die, die irgendwann fertig sind mit ihrer Entwicklung und die, die Freude daran haben, etwas für sich selbst zu tun. Was für meinen Zahnarzt, meinen Biobauern und sogar meinen Floristen gilt, gilt auch für Autoren. Wer sich nicht weiterbilden will, wird meinen Ansprüchen irgendwann nicht mehr gerecht. Und Autoren sollten von ihrem Ross herunterkommen. Wir arbeiten in einer sich verändernden Branche. Welchen Grund sollten wir haben für ein: „Ich will so bleiben wie ich bin…trara.“

Die Frage nach einer Ausbildung für Autoren beantworte ich zusätzlich noch mit einem ganz respektvollen „Danke“ an Menschen wie Marcus Johanus, der mit seinen Beiträgen oft wie ein virtueller Coach fungiert und Katja Brandis, deren Artikel hilfreich und vor allem sehr freundlich sind.

Buchempfehlungen für Autoren habe ich hier zusammengestellt. Meine Empfehlungen sind nur eine Auswahl. Alles Blogbetreiber, Ratgeberschreiber u.a., die wirklich gut sind und hier einfach keinen Platz mehr gefunden haben, mögen mir verzeihen., denn nun muss ich zum zweiten Teil des Artikels übergehen, sonst ist das Popcorn gleich aufgegessen.


Autoren sind nicht grau

In den letzten Wochen habe ich Autorenseiten gelesen. Das mache ich immer dann, wenn ich neues Lesefutter suche. Mein Vorhaben war, im Jahr 2017 viel von Autoren zu lesen, die mit mir in dieser Zeit leben und schreiben. Ich persönlich lese

  • um meinen Horizont zu erweitern
  • um mein Selbst- und Weltbild zu reflektieren
  • um zu wachsen
  • um in einen inneren Austausch mit dem Autor zu gehen.

Nach etwa 50 Autorenseiten habe ich noch keinen neuen Lesestoff gefunden. Das liegt nicht daran, dass die Autoren schlecht sind. Das weiß ich gar nicht. Ich bin über die „Über mich“-Seite gar nicht hinausgekommen. Die Autorenseiten waren immer nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Ich bin mal geboren. Meine Kindheit hat mich zum Schreiben motiviert. Ich habe das Buch, die Bücher XY, geschrieben.

Die Autoren haben sich so blass dargestellt, dass ich befürchten muss, ihre Figuren könnten ähnlich karg sein. Die Welt mag digital geworden sein, Menschen sind es nicht. Der Kontakt zwischen Autor und Leser folgt noch immer menschlichen Regeln. Eine Person, die geboren ist und in der Kindheit ans Schreiben kam, kann kaum einen anderen Horizont erweitern. Und jemand, der über sich nichts anderes zu sagen weiß als seine Buchtitel gleicht einem Arbeitnehmer, der seinen Arbeitgeber nennt, sonst nichts. In meiner Vorstellung ist ein Autor eine Persönlichkeit. Ein Mensch aus Fleisch und Blut. Wenn er Leser sucht, muss er überzeugen.

Erzählen Sie etwas über sich als Mensch. Denn Lesen und Schreiben ist Kommunikation. Deshalb bin ich der festen Überzeugung, dass ein Autorenpotrait Persönlichkeit enthalten sollte. Damit sind keine privaten Details gemeint. Wer welchen Hund liebt ist meistens ziemlich egal, denn es geht ja nicht um eine Tierarztpraxis sondern und Bücher.

Leidenschaften, winzige Anmerkungen, die den einen Autor zu etwas besonderem machen gehören dazu. Immer, wenn ich ein neues, großes Projekt beginne, fange ich an, Muffins zu backen. Das ist eine Marotte. Ich backe so lange, bis ich mich der Verantwortung gewachsen fühle, genau diese Aufgabe zu erfüllen. Denn Kommunikation ist Verantwortung. Ich will meinen Lesern kein Klavier an die Backe labern, ich will sie bereichern, aufrütteln, erheitern. Ich will Fragen und Antworten.

Manche Autoren aus meinem realen Umfeld schreiben immer nur mit einem Stift. Und wenn der nicht funktioniert, werden sie nervös. Andere können nur zu ganz bestimmter Musik schreiben. Eine Freundin, die recht erfolgreiche Bücher mit mehreren Auflagen verfasst hat, wirft ein paar Tage vor der Abgabe alles weg und schreibt dann alles noch einmal neu, in Windeseile.

Solche Informationen sind hilfreich für den Leser. Sie lösen ein: „Dieser Mensch ist interessant, ich möchte mit ihm kommunizieren“ aus.

Autoren sind doch schließlich keine Heimarbeiter, die Wörter tippen. Und jeder Autor sollte das auch zeigen können.

Die Erfahrungen mit Autorenportraits motivieren mich zu einem Wettbewerb:

Ein eigenes Autorenprofil verfassen. Spannend, knackig und vor allem echt – zur Kommunikation geeignet. Der Umfang soll zwischen 300 und 600 Wörtern liegen.

Die besten 10 Portraits erhalten eine Veröffentlichung und eine Pressemeldung. Außerdem erhalten die Gewinner alle Arbeitshefte des TextTime Autorentrainings kostenfrei in digitaler Form. Die besten drei Portraits bekommen zusätzlich die Arbeitshefte in Papierform.

Einsendeschluss ist der 30. Januar 2017. Bitte senden an: stefanie.glaschke[bei]t-online.de

 

 

 

 

Letzter Tag – Autorentrainingsspiel

Schreiben Autoren eigentlich täglich? Wer schafft es, eine Ruhepause einzulegen? Wer schafft einen schreibfreien Tag pro Woche? Und das ist überhaupt sinnvoll? Die meisten Ratgeber und Schreibtrainer sind sich einig, dass das Schreiben täglich auf dem Plan stehen sollte. Es ist gängige Meinung, dass ein guter und erfolgreicher Autor sich keinen freien Tag gönnen sollte. Doch ich möchte diese Aussage hier in Farge stellen. Ich möchte sie nicht verändern, nur anzweifeln. Ich glaube, täglich zu schreiben ist sehr gut. Aber noch besser wäre es , einmal im Monat einen absolut schreibfreien Tag zu haben. Denn das erweitert den Horizont und verhindert Betriebsblindheit. Allerdings klappt diese Schreibfreiheit nur, wenn sie geplant ist und der Schreiber sich auf etwas freuen kann, was er an diesem freien Tag erleben will. Ich spreche nicht vom Haushaltstag oder dem Erledigen der Buchhaltung. Ich bin überzeugt, dass wir regelmäßig die Möglichkeit haben müssen, uns außerhalb unserer gedanklichen Welt als reiner Mensch wahrnehmen zu können. Alle hauptberuflichen Autoren, die ich kenne, schreiben täglich, auch im Urlaub, an Feiertagen, 365 Tage im Jahr. Manchmal 16 Stunden, manchmal nur die eine tägliche Pflichtseite, die in den meisten Ratgebern empfohlen wird. Was würden Sie unternehmen, wenn Sie zwölf Tage im Jahr nicht schreiben dürften? Was könnte ein Autor genießen, ohne daran zu denken, es zu Papier zu bringen. Machen Sie sich Gedanken, was Sie mit zwölf Tagen á 24 Stunden im Jahr machen würden? Oder sind Sie schon in der vier Tage Woche angekommen? Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare.

Übrigens ist heute der fünfte Tag unseres Trainingsspiels. Sie erreichen mich über meine Mail-Adresse oder hier im Kontaktformular.

Am Anfang war das Wort…. und davor gab es Wasser

Heute ist der vorletzte Tag dieses Test-Trainings für Autoren. Wer will, kann immer noch einsteigen und ein kostenloses Feedback bekommen. Hier gibt es die Spielregeln.


Viele Autoren leben mit der festen Überzeugung, dass mit dem Wort alles beginnt und begann. Ich auch. Deshalb befasse ich mich, wann immer ich kann, mit Wörtern in jeder Variation. Und doch wird mir von Zeit zu Zeit bewusst, dass am Anfang nicht das Wort stand sondern dass Wasser die Basis allen Lebens ist. Ich merke das am stärksten, wenn der Kaffeekonsum auf Sodbrennen-Niveau klettert und die Konzentration nachlässt. Wer viel denkt und vor allem im Sitzen arbeitet, sollte unbedingt auf seinen Wasserhaushalt achten. Das Autorentraining berücksichtigt diese Aspekte. Es ist nämlich KEIN Schreibtraining. Es trainiert nicht nur die fachlichen Kompetenzen sondern auch die handelnde Person. Das bedeutet im besten Fall „ganzheitlich“. Der heutige Text unserer Fünf-Tage-Aktion stammt aus dem zweiten Heft des TextTime Autorentrainings. Heute geht es um das Trinken.

Tag 13

Die ganz disziplinierten Schreiber unter uns sind immer brav, sitzen am aufgeräumten Schreibtisch und haben eine gefüllte Wasserkaraffe und ein Kristallglas rechts neben dem Rechner stehen. Diese ganz disziplinierten Menschen sind sehr seltene Ausnahmen. Thomas Mann war  ein Vertreter dieser Art. Ich glaube, auch John Irving schreibt sehr diszipliniert. Ich persönlich brauche schon ein paar Krücken, damit ich das gesunde Trinken, das Wasser, nicht während der Arbeit vergesse. Dazu gehört für mich ein Wohlgefühl beim Trinken. Ein einfacher Teebeutel inspiriert mich nicht. Und nur Wasser auch nicht. Wasser mit einem Schuss Zitrone, frisch gepresster O-Saft oder Tee, der vom Geschmack und auch von der Verpackung etwas Besonderes ist, können mich schon eher zum Trinken bewegen. Es sollten unbedingt mindestens 2 Liter pro Tag sein, drei Liter sind besser. Die heutige Aufgabe ist zweiteilig. Zuerst gilt es, einen Trinkplan für sich selbst zu entwickeln. Hierfür werden die folgenden Fragen beantwortet:

Was will ich trinken?

Wann will ich es trinken?

Wie kann ich mich daran erinnern?

 

Die Schreibübung dieses Tagesschrittes sieht so aus:

Schreiben Sie auf, welche Story Ihnen zum Titel: „Schwimmende Wörter“ einfällt. Nehmen Sie sich etwa 20 Minuten Zeit dafür und legen Sie die Arbeit dann weg. Sie können Sie später jederzeit wieder vornehmen und vielleicht auch in einem Ihrer Werke verwenden.


Ich habe übrigens Shuyao Tees für mich entdeckt. Naturrein, ergiebig und bis zu fünfmal aufzugießen. Mit einer Tagesportion komme ich also von morgens bis abends zu meinem Trinkgenuss. Ich persönlich ziehe einen geräucherten Tee vor, aber auch die Gewürz-und Kräutertees sind überzeugend gut. Und weil ich von diesen Tees wirklich überzeugt bin, verschenke ich heute eine Tagesportion Shuyao Tee zusätzlich zu jedem Heft 1 des TextTime Autorentraining. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die Print- oder um die E-Book-Version handelt. Ich freue mich darauf, dass wir dann gemeinsam – wenn auch nur in Gedanken – einen großen Pott Tee genießen können. Diese Aktion gilt bis 7.1.17, 23.59 Uhr.

coverGedruckt, aus Papier, DIN A4, ein echtes Arbeitsheft zum Reinschreiben und Ausfüllen, 9,90 €, portofrei

E-Book, Inhalt identisch mit der Printversion, 2,99 € / Download


 

Tag 3 Autorentraining

Der dritte Tag des Trainings auf diesem Block stammt aus dem Anhang des Arbeitsheftes 1

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Im Anhang finden Sie in jeder Lektion eine Erklärung oder eine Technik rund um Genre, Gattung oder Stil.

Drabbles

Drabbles sind Geschichten aus exakt 100 Wörtern. Dabei ist die Überschrift nicht mitgezählt. Können Sie sich nicht vorstellen? Es klappt aber.

Hier finden Sie ein Beispiel:

Die Geburtstagstorte
„Was soll das werden?“ Dieter stapfte mit lauten Schritten in die Küche. Er war mürrisch, seit er seine Arbeit verloren hatte. Seine cholerische Art wuchs mit jedem Tag seiner Untätigkeit. Elsa bekam schon Angst, wenn sie ihn nur sah. „Ich wollte eine Geburtstagtorte für dich backen.“ Dieter rülpste laut. „Du und backen? Das wird ein schönes Giftzeug werden.“ Elsa schluckte schwer. Sie musste eine Lösung finden. „Giftzeug, das war es.“ Voller Vorfreude mischte sie das Backpulver und das Rattengift unter das Mehl. Der Kuchen gelang ihr prächtig. Dieter konnte nach dem ersten Stück keinen miesen Kommentar mehr zum Giftzeug abgeben.

Schreiben Sie doch ein eigenes Drabble. Spielen Sie mit und gewinnen Sie das kostenlose Feedback für Ihre Ergebnisse. Sie können bis Sonntag, 8.1.2017 problemlos einsteigen.

Hier gibt es weitere Infos zum Autorentraining von TextTime