Wo kommen die Figuren her?

Jeder Autor möchte gern einmal richtig plastische und greifbare, lebendige Figuren schaffen. Vielleicht wird eine der eigenen Figuren einmal in die Allgemeinbildung eingehen? Vielleicht gelingt es der selbst geschaffenen Figur ja, einen Platz in der realen Gesellschaft zu finden.  Um das zu schaffen, braucht die Figur eine Seele und vor allem ein Eigenleben. Der Autor wird nicht umhin kommen, mit seiner Figur in einen Dialog zu treten. Wie kann das ablaufen? Normalerweise entspringen die Figuren in einer Geschichte oder in einem Roman doch einem gedanklichen Konzept. Der Autor baut eine Figur. Doch wenn es dabei bleibt, bleibt die Figur farblos, eben nur eine Figur. Wenn der eigenen Figur Leben eingehaucht wird, ist der kreative Prozess gestartet. Bis dahin bleibt das Schreiben Handwerk. Eine Figur leben zu lassen heißt, der Autor zieht sich teilweise demütig zurück und lässt die Figur wachsen. Aber kommt dieses Wachsen dann nicht auch automatisch aus dem Kopf des Autors? Nein. Wachsende Figuren entspringen dem Unbewussten. Sie sind schon da, sind im Autor angelegt, aber nicht einmal er selbst hat sie bisher entdeckt. Der einfachste Weg zu einer lebendigen Figur ist der Weg über das eigene Unbewusste. Wer einen guten Kriminellen erschaffen will, der sollte erforschen, wie er selbst als krimineller Mensch handeln und denken würde. Denn andere Kriminelle zum Vorbild zu wählen bleibt immer ein „Kopieren“. Und Kopien verlieren an Farbe und an Schärfe. Das Original ist nicht zu ersetzen. Sicher, das klingt in erster Linie absurd. Schließlich ist man Autor, nicht Bankräuber und schon gar nicht Mörder. Doch erst, wenn der Autor die Zensur im eigenen Kopf aufgibt und ihm nichts Menschliches mehr fremd sein muss, kann er kleine und große Wunder für seine Figuren vollbringen. In uns allen stecken verschiedene Anteile, nur wenige unserer Persönlichkeitsaspekte leben wir wirklich aus. Der Psychoanalytiker C.G. Jung hat darauf seine Archetypenarbeit begründet. Da gibt es die Schatten, die niemand leben will, den Mutter- und Vaterarchetypen, den Mentor, den Boten und noch viele mehr. Gerade die Schatten sind wichtig. Das, was wir uns verbieten, auch nur zu denken, bringt den Zündstoff ins Leben und in eine Story. Unpünktlichkeit, Rachsucht, Machtgier, Mordgelüste und sexuelle Fantasien schlummern in uns und es ist besser, sie bleiben wo sie sind. Für das gesellschaftliche Leben stimmt das. Für die Story nicht. Wir müssen uns als Autoren nicht hineindenken in andere Lebensweisen. Wir können unsere eigenen verborgenen Anteile nutzen, denn die sind uns näher und sie sind lebensechter als gedankliche Konstruktionen.  Wenn wir die Seele des Leser ansprechen wollen und nicht nur seinen Kopf, dann müssen wir mit der Seele zu ihm sprechen. Diese Fähigkeit kann man lernen. Man kann sein eigenes Unbewusstes durchforsten und wird überrascht sein, wie viele Schätze, Figuren und lebensechte Storys dort verborgen liegen. Ich nenne diesen Vorgang die „Recherche im Innern“. Selbstverständlich ersetzt sie nicht die Recherche über sachliche Aspekte. Die „Recherche im Innern“ hilft dabei, dass Autor und Figur miteinander verbunden sind und so ein authentisches Gebilde entstehen kann. Der Autor kann seine Figur vertreten, er kann sie lieben und sich für sie einsetzen. Und eine echte Figur wird von den Lesern besser wahrgenommen als eine Kunstfigur. Denken wir an Harry Potter oder an Robinson Crusoe, an den kleinen Lord oder an Hannibal Lector. Effi Briest und Bridged Jones sind ebenfalls Beispiele für echte Figuren. Wer weitere Information über Kurse zum Thema haben möchte, nimmt einfach formlos Kontakt zu mir auf.

CoverAutorentraining bei TextTime – jetzt Autor werden, ohne Abo aber mit persönlicher Betreuung

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Geschenk zum Wochenende

Für alle treuen Facebookfreunde und Twitter-Follower ist das Geschenk zum Wochenende endlich fertig. Natürlich dürfen auch Leserinnen und Leser dieses Blog zugreifen, die zufällig hier vorbeischauen.

Kostenlos statt 2,99 ist das E-Book „Autoren-Marketing“. Es fast die Beiträge zusammen, die zu diesem Thema bisher auf diesem Blog erschienen sind.

Viel Freude beim Lesen und allen ein tolles Wochenende!

Schreib! und liebe deine Figur

Wer schreibt, entwickelt einen eigenen Stil und eigene Vorstellungen von seinen Figuren. Im Kopf des Vielschreibers sind manchmal mehr Ideen als Haare drauf. Dabei ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis diese Ideen den Weg auf das Papier finden und Gestalt annehmen. Irgendwann kennen Schreibende ihre Figuren besser als die Menschen in ihrem Umfeld. Man geht mit seiner Heldin schlafen und steht mit ihr auf. Der jüngste Protagonist sitzt abends neben seinem Schöpfer auf der Couch und steht in der Küche, wenn gekocht wird. So ungefähr fühlt es sich an, wenn ein Schreibender mit seiner Figur verwachsen ist. Die Grenze zwischen der Figur und der eigenen Person verschwimmt. Sie wird durchlässig. Genau das ist das Geheimnis, das hinter einer lebendigen Figur steckt. Beim Schreiben kann nur das transportiert werden, was im Kopf auch vorhanden ist. Viele Figuren aus mittelmäßigen Romanen wirken blass und kommen wie reine Funktionsträger daher. Sie tragen die Handlung. Vom Beginn bis zum Schluss des Romans treiben sie die Geschichte voran. Doch sie können so viel mehr. Wer sich vorstellt, die eigene Figur wäre für eine Woche in der Wohnung zu Gast, wird ihre Macken und Schwächen erkennen. Er wird sehen, ob sie Grübchen beim Lächeln hat oder ob sie morgens mit Tränensäcken aufwacht. All diese kleinen Details sind wichtig. Nicht, weil sie im Buch verwendet werden müssen. Sie sind wichtig, damit der Autor ein genaues Bild von der Figur hat, die er zu seiner Hauptperson bestimmt hat. Er wird erst Gefühle für sie entwickeln können, wenn er sie kennt. Und erst, wenn der Autor seine Figur liebt, kann er die Leser anstecken und begeistern. Wundervolle Figuren aus der Weltliteratur, die uns das Gefühl geben, es handle sich um reale Personen sind Nils Holgersson oder Effi Briest. Aber auch in der aktuellen Bücherwelt tauchen Personen auf, die man zur Freundin oder zum Freund haben könnte. Diese Figuren leben, haben verschiedenste Dimensionen und handeln nicht nur, damit die Geschichte sich fortsetzt. Eine davon ist Harry Hole, der Ermittler in Jo Nesbøs Krimi Kakerlaken. Wenn Hole Rückenschmerzen hat, möchte man am liebsten zur Wärmesalbe greifen.

 

Dem verschrobenen, leidenden, trinkenden Kommissar steht Luise, die Hauptperson in „Was man von hier aus sehen kann“ an Lebendigkeit in nichts nach. Als ich die letzte Seite gelesen hatte, hatte ich das Gefühl, eine liebe Freundin verloren zu haben, die ich gern noch viele Jahre in meinem Leben gehabt hätte.

Dagegen wirken andere vollkommen facettenlos. In „Ein Sommer ohne Männer“ ist Mia kaum als eigenständige Person wahrnehmbar. Sie hat nichts anderes zu bieten als eine einzige Begebenheit in ihrem Leben zu zeigen und zu verarbeiten. Und natürlich gibt es am Ende das Happy End, dass jede Frau sich wünscht. Schade, denn die Schriftstellerin Siri Hustvedt muss sich nicht verstecken. Sie schreibt oft und gern über sich selbst.

Eigentlich braucht sie keine Mia, um ihre eigene Botschaft zu transportieren.

Wenn wir Figuren schaffen, sollten wir uns daher vorher fragen, ob wir uns selbst mit den Darstellungen präsentieren wollen oder ob wir ein vollkommen neues Geschöpf in die Welt schicken. Wenn unsere Motivation die Erschaffung einer neuen Person ist, ist diese zwar immer eng mit uns selbst verbunden, doch sie hat einen eigenen Raum zur Entfaltung. Wer seine Figur kennenlernen will, wird hin und wieder erstaunt sein. Sie reagiert unerwartet und lässt den Erfinder schmunzeln oder zürnen oder eben staunen. Ein toller Trick ist, eine Brieffreundschaft mit ihr zu beginnen. Frag sie nach ihren Meinungen zu allem, was du erlebst. So erfährst du Dinge von ihr, dir beim Schreiben hilfreich sein können und viel mehr Farbe in den Roman bringt. Zusätzlich hat man auch gleich die eine oder andere Textpassage, die später Verwendung finden kann. Wer Lust hat, seinen Brief an seine Figur hier zu veröffentlichen ist herzlich eingeladen. Aber auch andere Tipps, um lebendige Figuren statt Marionetten zu entwickeln, haben hier noch Platz.

Einladung zum Marketing-Workshop für Autoren – In Leipzig passend zur Buchmesse

Wer sein Buch und damit auch seine eigene Arbeit vermarkten will, braucht eine wirksame Strategie. Darüber hinaus sollte er über ausreichend Fachwissen in der Welt der sozialen Medien verfügen.

Einen Kurs im Marketing für Autoren gibt es im März in der Bücherstadt Leipzig. Parallel zur Buchmesse Leipzig vom 14. bis 16. März 2018 findet der Kurs:

„Nun lies doch endlich mein Buch!“

statt.

Inhalte sind:

  • Grundbedingungen des klassischen Marketings
  • Kreatives Marketing
  • Multi Media Marketing
  • Social Network Marketing
  • Werbespychologie
  • Werbestrategie

Jeder Teilnehmer hat am Ende des Workshops seine eigene Strategie erstellt und wird drei Monate lang weiter betreut, damit die Strategie auch auf einen guten Weg kommt.

Termin: 14. März 2018, 10 bis 20 Uhr (einschließlich Pausen für Mittagessen und Abendbrot)

15. und 16. März 2018, jeweils 10 bis 15 Uhr

Kosten: 85,00 €, Besucher der Buchmesse zahlen gegen Vorlage Ihres Tickets 65,00 €

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Durchführung:

Stefanie Glaschke, psychologische Beraterin (Dipl. IAPP) und Buchautorin

Coaching-Erfahrung in den Bereichen Zeitmanagement, Strategie und Vision seit 1999, Journalistische Arbeit seit 2015, Buchautorin bei namhaften Publikumsverlagen seit 2001.

Google+ für Autoren

Google+ ist noch immer weniger im Bewusstsein der Social Media Marketing Treibenden als beispielsweise Facebook oder Twitter. Trotzdem lohnt es sich, dieses Angebot zu integrieren. Machen Sie einen Versuch und treiben Sie regelmäßiges Monitoring. NAch etwa 12 bis 18 Monaten sollten Ihnen Ergebnisse vorliegen, die Ihnen zeigen, welche Aktivitäten sich lohnen und welche eher nicht.

Im Unterschied zu Facebook gibt es bei Google+ keine Werbeanzeigen. Trotzdem kann es nützlich sein, Google+ einzusetzen.

Mit Ihrem Google+ Profil füttern Sie Google mit Daten und Fakten über sich. Es ist ein wenig wie ein „Gewerbeverein“, wo Sie als Mitglied gewisse Vorteile haben.

Mit einem guten Profil wächst Ihre Chance, auf Seite 1 der Google-Suchergebnisse zu erscheinen und dies sogar mehrmals, denn Google+ ist ein Google-Produkt und dementsprechend suchmaschinenfreundlich.

Webseiten, die Sie mit Ihrem Profil verlinken, gewinnen ebenfalls an Relevanz. Bei entsprechenden Suchanfragen werden sogar nicht nur Google+ Profile angezeigt, sondern zum Teil auch einzelne Posts. Deshalb sollten die Suchbegriffe sich nicht auf den Titel Ihres Buches beziehen, sondern auf das Thema Ihrer Arbeit. Also nicht „Eva im Burgverlies“, sondern: „Mittelalter, Frau, Liebe, Burg“. Viele Autoren machen den Fehler, ihren Namen und ihren Buchtitel als Keyword (Suchwort) anzugeben. Das ist natürlich Unsinn, denn diese Keywords werden nur Personen nutzen, die Sie schon kennen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie vom Empfehlungsmarketing profitieren können. Empfehlungen, die hier gegeben werden, erscheinen in der Suchmaschine von Google. Somit erreichen positive Kommentare oder Empfehlungen Ihres Buches potentielle Leser auch, wenn sie gar nicht im Google+ Netzwerk unterwegs sind. Dies geschieht jeweils genau dann, wenn der mögliche Käufer dabei ist, seinen Kauf zu tätigen. Lob und Kritik über Ihr Werk machen sich hier natürlich besonders gut. So bauen Sie sich eine wachsende Fangemeinde auf.

Mit Ihrem Konto können Sie mit anderen Nutzern sowie auch nicht registrierten Personen in Kontakt treten und bestimmte Zielgruppen sogar direkt ansprechen. Gliedern Sie Ihre Kontakte mit den Circles in (Ziel-)Gruppen und teilen Sie mit diesen zielgruppenspezifischen Informationen. Hier ist es nicht nur wichtig, wie viele Nutzer mit Ihnen interagieren, sondern wer. Ein Influencer, der mit Ihren Beiträgen interagiert, kann dabei mehr bewirken als 10 „normale“ Nutzer. Deshalb kann es sinnvoll sein, einen kleinen Circle mit einigen Influencern aufzubauen und diese gezielt mit Informationen zu versorgen. Stellen Sie Ihren Lesern hochwertigen Content zur Verfügung, damit Ihre Beiträge geteilt werden. Dieser Content muss sich bei Autoren selbstverständlich um das Thema Ihres Buches drehen.

Nützlich ist es, Interessen-Sammlungen zu erstellen, welche über den eigenen Beiträgen und unter dem Headerbild angezeigt werden. So werden die Bereiche, die für Sie als Autor eine Rolle spielen, besonders gut sichtbar gemacht– beispielsweise verschiedene Buchtitel oder Zielgruppen. Mit Hangouts können Sie Ihre Bücher als live-stream-Video präsentieren, Lesungen durchführen etc.

Google+ ist eine sehr visuelle Plattform, 57 % der Posts sind Fotos. In Kombination mit den Interessen-Sammlungen kann Ihr Profil somit wie ein zusätzlicher Showroom Ihres Angebots sein.

Nutzen Sie Google+ als Autor, wenn Sie ein Thema bearbeiten, zu dem es Fotopostings gibt. Diese Fotos verbinden Sie dann mit Zitaten aus Ihrem Buch. So erreichen Sie eine gute Verteilung Ihrer Posts.

Der nächste Beitrag zum Autorenmarketing wird die Werbung auf YouTube zum Thema haben. Folgen Sie diesem Blog, um keinen Beitrag zu verpassen. Lesen Sie auch den Beitrag über die Landingpage für Autoren, Twitter für Autoren, Pressemeldungen und Facebook für Autoren.

Einladung

Autorenmarketing – Workshop

Wer sein Buch und damit auch seine eigene Arbeit vermarkten will, braucht eine wirksame Strategie. Darüber hinaus sollte er über ausreichend Fachwissen in der Welt der sozialen Medien verfügen.

Einen Kurs im Marketing für Autoren gibt es im März in der Bücherstadt Leipzig. Parallel zur Buchmesse Leipzig vom 14. bis 16. März 2018 findet der Kurs:

„Nun lies doch endlich mein Buch!“

statt.

Inhalte sind:

  • Grundbedingungen des klassischen Marketings
  • Kreatives Marketing
  • Multi Media Marketing
  • Social Network Marketing
  • Werbespychologie
  • Werbestrategie

Jeder Teilnehmer hat am Ende des Workshops seine eigene Strategie erstellt und wird drei Monate lang weiter betreut, damit die Strategie auch auf einen guten Weg kommt.

Termin: 14. März 2018, 10 bis 20 Uhr (einschließlich Pausen für Mittagessen und Abendbrot)

15. und 16. März 2018, jeweils 10 bis 15 Uhr

Kosten: 85,00 €, Besucher der Buchmesse zahlen gegen Vorlage Ihres Tickets 65,00 €

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Durchführung:

Stefanie Glaschke, psychologische Beraterin (Dipl. IAPP) und Buchautorin

Coachingerfahrung in den Bereichen Zeitmanagement, Strategie und Vision seit 1999

Bitte fordern Sie weitere Informationen hier an.

cover Autorentraining von TextTime, Heft 1

Autorenmarketing: Pressemeldung

Zum Autorenmarketing gehört Pressearbeit. Leider ist ein Buch irgendwann nicht mehr neu, so dass Anlässe für eine Presseberichterstattung nicht so häufig vorkommen wie gewünscht. Die folgenden Impulse für eine wirksame Pressearbeit sowohl in den Printmedien als auch in den Online-Medien geeignet.

Wann ist eine Pressemitteilung sinnvoll? Wenn Sie sich im lokalen Bereich präsentieren möchten, vielleicht zu einer Lesung einladen, könnte dies auch den lokalen Buchhändler freuen. Lokaljournalisten arbeiten oft in Redaktionen, die nur aus wenigen Personen bestehen. Da sie manchmal bis zu 16 Seiten zu füllen haben, sind sie froh um eine bereits formulierte Mitteilung.

Die Pressemitteilung sollte eine Din A4-Seite nicht überschreiten und besteht aus:

  • Ihrer Adresse
  • Hinweis auf Textsorte („Pressemitteilung“)
  • Sperrfrist (dies bedeutet, die Mitteilung darf vor Datum X nicht veröffentlicht werden)
  • Datum
  • Überschrift
  • Text (Einleitung, Hauptteil, Schluss)
  • Längenangabe, falls gewünscht
  • Bildmaterial-Angaben
  • Kontaktmöglichkeiten
  • Abbinder

Orientieren Sie sich beim Schreiben an den sechs W-Fragen: wer, was, wo, wann, wie und warum. Das Wichtigste kommt in die Überschrift, die kurz, aussagekräftig, aber nicht reißerisch sein sollte. Die Einleitung muss bereits alles Wichtige, die eigentliche Nachricht enthalten. Im Hauptteil können Sie etwas ausführlicher werden. Schreiben Sie lebendig und persönlich, vermeiden Sie gestelzte Sprache oder Fachjargon. Verzichten Sie auf Werbung! Im Abbinder berichten Sie kurz über sich im Stil einer Autorenvita. Darunter können Sie auch zusätzliches Material bieten wie Links, Fotos, Leseproben. Verwenden Sie jedoch nicht zu viele Links, Ihr Mail könnte sonst als Spam eingeordnet werden und gar nicht ankommen.

Journalisten sind immer auf der Suche nach Experten, mit deren Aussagen sie einen Artikel untermauern können. Ein von Ihnen zum Thema verfasstes Buch kann Sie durchaus als Experten qualifizieren. Recherchieren Sie, wer sich mit diesem zu Ihrem Buch passenden Thema beschäftigt und bieten Sie Ihr Fach- oder Hintergrundwissen an. Nutzen Sie aktuelle Anlässe oder Aktionstage, um einen Zusammenhang zu Ihrem Buch herzustellen! Hier sind Journalisten oft dankbar, wenn sie einen passenden Artikel bringen können.

Die Aufteilung der Ressorts mit Namen der Journalisten finden Sie im Impressum der relevanten Publikationen.

Für den Aufbau einer Presseliste suchen Sie sich fünf bis zehn Zeitungen Ihrer Region und kontaktieren Sie die zuständigen Journalisten. Erklären Sie kurz, dass Sie ihnen eine Pressemitteilung über… zukommen lassen möchten. Notieren Sie den Namen des Journalisten und vermerken Sie ihn als Ansprechpartner.

Erstellen Sie auch für Ihre Pressearbeit eine Strategie. Und vergessen Sie nicht, die Pressemeldungen, die über Sie erschienen sind, auf Ihrer Autorenseite zu veröffentlichen. Interessante Meldungen in der regionalen oder überregionalen Presse können als Referenzen dienen.

Autorenmarketing – Workshop

Wer sein Buch und damit auch seine eigene Arbeit vermarkten will, braucht eine wirksame Strategie. Darüber hinaus sollte er über ausreichend Fachwissen in der Welt der sozialen Medien verfügen.

Einen Kurs im Marketing für Autoren gibt es im März in der Bücherstadt Leipzig. Parallel zur Buchmesse Leipzig vom 15. bis 18. März 2018 findet der Kurs:

„Nun lies doch endlich mein Buch!“

statt.

Inhalte sind:

  • Grundbedingungen des klassischen Marketings
  • Kreatives Marketing
  • Multi Media Marketing
  • Social Network Marketing
  • Werbespychologie
  • Werbestrategie

Jeder Teilnehmer hat am Ende des Workshops seine eigene Strategie erstellt und wird drei Monate lang weiter betreut, damit die Strategie auch auf einen guten Weg kommt.

Termin: 14. März 2018, 10 bis 20 Uhr (einschließlich Pausen für Mittagessen und Abendbrot)

15. und 16. März 2018, jeweils 10 bis 15 Uhr

Kosten: 85,00 €, Besucher der Buchmesse zahlen gegen Vorlage Ihres Tickets 65,00 €

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Durchführung:

Stefanie Glaschke, psychologische Beraterin (Dipl. IAPP) und Buchautorin

Coachingerfahrung in den Bereichen Zeitmanagement, Strategie und Vision seit 1999

Bitte fordern Sie weitere Informationen hier an.

cover Autorentraining von TextTime, Heft 1

 

Von Worten und Wörtern

Zugegeben, ich bin nicht immer die Ruhe selbst. Mich kann so einiges in Rage bringen. Dazu gehören die Verwechslungen zwischen „Worte“ und „Wörter“. Ist es denn so schwer? Unter uns Schreibern dürfte das kein Problem sein, denn viele von uns erschaffen Worte durch Wörter. Diese zwei Formen des Plurals von „Wort“ will ich mit diesem Beitrag retten.

Wo liegt der Unterschied?

Wörter sind die kleinste Einheit eines Satzes. Der letzte Satz besteht also aus sieben Wörtern. Dieser Satz besteht aus sechs Wörtern. Man legt beim Scrabble Wörter, allerdings keine Worte. Es gibt Passwörter, aber keine Passworte und nicht Wörter können wie Schläge sein, sondern Worte.

Worte sind Zitate, Redewendungen, Aphorismen. Ausnahme: Sprichwörter, die eigentlich Sprichworte heißen müssten.

Wer es sich merken will: Wörter bestehen aus Buchstaben, Worte werden aus Gedanken erschaffen.

Worte können verletzen, Wörter nicht.

Und ein Wort zum Sonntag ist nur gehaltvoll, wenn es nicht Wörter zum Sonntag werden.

Worte bestehen allerdings immer auch aus Wörtern.

In diesem Sinne ein Wort zum Schreibwochenende:

Feder und Papier entzünden mehr Feuer als alle Streichhölzer der Welt. (M. S. Forbes)


Scrabble – der Klassiker unter den Wörterspielen

Mal was anderes: Wörter statt Zahlen

Twitter für Ihr Autoren-Marketing

Weiter geht´s mit dem Autorenmarketing. Sicher haben Sie jetzt Ihre Landingpage fertig und es kann ans fröhliche Verteilen im Netz gehen. Hierbei gibt es zahllose Möglichkeiten. Facebook, Twitter und Co. sind dankbare Abnehmer für jede sinnvolle und weniger sinnvolle Marketingstrategie. Twitter ist bei Autoren sehr beliebt. Doch Vorsicht Falle! Gerade bei Twitter spielt es eine große Rolle, nicht nur auf bloße Zahlen (Follower, Traffic) zu schauen, sondern auch genau zu analysieren, was Ihnen Ihr Twitter-Marketing einbringt. Twitter kann sehr gemütlich werden. Die große Twitter-Familie ist bestens geeignet, uns Schreiber von der Arbeit abzulenken. Das Gefühl, kollegiale Freundschaften zu pflegen, entsteht schnell. Das ist ein großer Vorteil für das Gefühl und gegen das Allein-Sein. Für das Marketing ist es ein Nachteil. Bevor Sie sich entschließen, Twitter in Ihr Marketing einzubauen, sollten Sie unbedingt festlegen, wie viel Zeit Sie auf Twitter verbringen wollen. Marketing ist nur sinnvoll, wenn es auch zu Umsatz führt. Planen Sie insgesamt fünf Stunden Marketing pro Woche, zumindest für den Anfang ein. Sie brauchen Zeit, um Ihr Blog zu füllen und um Pressemeldungen zu verfassen. Dazu kommt unter Umständen Marketing im realen Leben und das SNM. Hierfür bleiben dann etwa 3 Stunden wöchentlich. Wenn Sie neben Twitter noch zwei weitere Dienste nutzen wollen, dann sind Sie bei Twitter mit einer Stunde dabei. Das ist wirklich nicht viel. Dieser Nachrichtendienst ist so spannend, witzig und aufregend, dabei so freundlich und kommunikativ, dass man sich sehr gut festlesen kann. Fragen Sie sich also nach der Nutzung von Twitter immer: Arbeite ich jetzt oder genieße ich meine Pause. Machen Sie sich nicht vor, das schadet Ihrem Erfolg.

Bei Twitter gilt die Grundregel:

90 Prozent Content – 10 Prozent Eigenwerbung

So erarbeiten Sie sich einen spannenden Account, dem bald viele folgen werden.

Auf Twitter posten Sie nicht nur Ihre eigenen Nachrichten. Eines der Erfolgsrezeote auf Twitter ist das Retweeten.

Retweeting

Bei dieser Methode nehmen Sie die original Twitter Nachricht, die jemand anders gepostet hat, und senden sie an Ihre eigenen Follower. Wenn Sie retweeten, werten Sie den Autor der originalen Nachricht auf. Sie denken nun vielleicht, das nützt nur dem Urheber der Message, aber Retweeting kann Ihnen genauso nützlich sein, denn:

  1. Es versorgt Ihre Follower mit wertvollen Infos. Und wenn Sie ihnen einen Mehrwert liefern, machen Sie sie glücklich. Dies ist auch ein Weg, mehr Follower anzuziehen. Inhaltlich gute Informationen war schon immer eine hervorragende Methode, ein Business aufzubauen, ganz gleich, welche Plattform man dazu verwendet.
  2. Sie machen sich einen Namen. Wenn Sie Leser zu einer Quelle leiten, deren Informationen wirklich relevant und hilfreich für sie sind, wird das Vertrauen in Ihre Person gesteigert.
  3. Es hilft, die Beziehungen zu den originalen Postern (d.h. den Urhebern) aufzubauen. Den Content von jemand anderem zu retweeten ist ein Akt der Freundlichkeit, für den sich der größte Teil der Blogger in gleicher Weise dankbar zeigt. Sie dürfen zwar nicht unbedingt erwarten, dass jemand Ihre Nachricht weiterleitet, nur, weil Sie es mit seiner getan haben.

Aber Ihre Chancen steigen, wenn Sie retweeten.

Retweeting bedeutet, Mehrwert für Ihre Follower liefern. Wenn Sie also wollen, dass andere Ihre Posts retweeten, dann sorgen Sie dafür, dass Sie sie auch mit Qualitäts-Content versorgen, der es wert ist, herumgereicht zu werden.

Retweeting ist grundsätzlich ein großartiger Weg, Ihrer Twitter Page Qualität und Wert hinzuzufügen. Wenn es richtiggemacht wird, hilft Retweeting, Ihre Follower zu informieren, Ihnen sich einen Namen zu machen, Ihren Traffic zu erhöhen und mit anderen wichtigen Leuten Ihrer Nische in Verbindung zu kommen.

Seien Sie aber vorsichtig, denn falls Sie Retweeting unkorrekt verwenden, kann es Ihren Namen und Ihren zukünftigen Traffic beschädigen. Behandeln Sie Ihre Follower wie Gold. Leiten Sie sie niemals auf ungeeignete Websites oder spammen Sie sie mit einer Verkaufsbotschaft nach der anderen voll.

Denken Sie immer daran: Sie müssen dafür sorgen, dass sie mögen, was Sie zu sagen haben. Dann folgen Sie Ihrem Lead. Wenn Sie dann etwas empfehlen, bekommen Sie auch immer die Resultate, die Sie wünschen.

Wenn Sie noch keine Erfahrungen mit Twitter gemacht haben, versuchen Sie es einfach. Es macht viel Freude und geht locker von der Hand. Richten Sie Ihr Profil sorgfältig ein. Zeigen Sie, dass Sie Autor sind und stellen Sie sich kurz vor. Auch ein Hinweis auf Ihre Autorenseite oder Ihre Bücher darf nicht fehlen. Und lassen Sie in jedem Fall die Finger von allzu automatischen Tools. 08/15 Begrüßungen für neue Follower oder automatisches Folgen und Entfogen können ratsam sein, der Königsweg ist aber gerade für Twitter die persönliche und individuelle Gestaltung des Accounts.

 

Wenn Sie mehr über das Twitter-Marketing erfahren wollen, dann lesen Sie

Twitter-Marketing Strategien bei TextTime. Die ersten 30 E-Book-Downloads sind kostenfrei! Also schnell sein und zugreifen.

TIPP:

Marketing-Workshop

Wer sein Buch und damit auch seine eigene Arbeit vermarkten will, braucht eine wirksame Strategie. Darüber hinaus sollte er über ausreichend Fachwissen in der Welt der sozialen Medien verfügen.

Einen Kurs im Marketing für Autoren gibt es im März in der Bücherstadt Leipzig. Parallel zur Buchmesse Leipzig vom 15. bis 18. März 2018 findet der Kurs:

„Nun lies doch endlich mein Buch!“

statt.

Inhalte sind:

  • Grundbedingungen des klassischen Marketings
  • Kreatives Marketing
  • Multi Media Marketing
  • Social Network Marketing
  • Werbespychologie
  • Werbestrategie

Jeder Teilnehmer hat am Ende des Workshops seine eigene Strategie erstellt und wird drei Monate lang weiter betreut, damit die Strategie auch auf einen guten Weg kommt.

Termin: 14. März 2018, 10 bis 20 Uhr (einschließlich Pausen für Mittagessen und Abendbrot)

15. und 16. März 2018, jeweils 10 bis 15 Uhr

Kosten: 85,00 €, Besucher der Buchmesse zahlen gegen Vorlage Ihres Tickets 65,00 €

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Durchführung:

Stefanie Glaschke, psychologische Beraterin (Dipl. IAPP) und Buchautorin

Coachingerfahrung in den Bereichen Zeitmanagement, Strategie und Vision seit 1999

Bitte fordern Sie weitere Informationen hier an

Stadt-Land-Mord

Über die vielen Feiertage hat mein Schreiben geruht. Allerdings bedeutet das nicht, dass ich nicht gearbeitet hätte. Vielmehr halte ich regelmäßiges Fördern der geistigen Kreativität für einen der wichtigsten Zeitvertreibe im Autorenleben. Aus diesem Grund habe ich mit meiner Familie Spiele gespielt, die einerseits Freude gemacht haben und auf der anderen Seite meine Ideenkiste 2018 bis zum Rand gefüllt haben. Das Spiel, das mir am meisten Ideen eingebracht hat, war „Stadt-Land-Mord“. Als Krimifan habe ich eine alte Idee aufgegriffen.

Gemäß den bekannten Regeln zum alten Kinderspiel „Stadt-Land-Fluss“ haben wir die Kategorien geändert in:

Stadt – Opfer – Tat – Waffe – Motiv – Fluchtfahrzeug.

So wurde Lisa in Luxemburg mit Lametta aus purer Lust die Luft abgeschnürt, bevor mein Mitspieler mit der Limousine getürmt ist.

Und Gregor wurde in Graz mit der ganzen Hand begrapscht, weil Gier meine Mitspielerin dazu getrieben hat. Sie flüchtete übrigens mit dem Großraumtaxi.

Bierernst haben wir die Regeln nicht genommen, wir wollten Spaß und sonst nichts.

Die Ergebnisse werde ich aufbewahren, wer weiß, welche Idee in einer meiner nächsten Geschichten Platz findet.

Der Vorteil der gezielten Förderung der Kreativität liegt darin, dass Ideen entstehen, die im Alltag oft nicht präsent werden oder schon vor ihrem Erscheinen wieder verdrängt werden, weil sie einfach nicht in den Lebenskontext passen. Diese Spiele sind nicht zielgerichtet. Das ist ein großes Plus.

Autoren brauchen Ideen und selbst bei den ganz Großen schient mir manchmal, dass sie in einer relativ begrenzten Spielfläche schreiben.

Kreativität wird auch mit den Synonymen „Einfallsreichtum“, Erfindungsgabe“ und „Produktivität“ im Zusammenhang gesehen. Hier können wir das breite Spektrum des Begriffs erkennen. Denn einen Einfall zu haben, muss noch lange nicht bedeuten, etwas zu erfinden. Die Produktivität ist ein Hinweis darauf, dass etwas entstehen soll. Für Schreiber geht es hier in erster Linie um Texte oder Storys. Wer Text produziert ist also kreativ. Allerdings ist nicht jeder Schreiber auch erfinderisch. Geniale Ideen wie die von Mariana Leky in ihrem Roman „Was man von hier aus sehen kann“ oder von Altmeister Walter Moers „Die Stadt der träumenden Bücher„. Auch das kleine Werk von Kafka „Die Verwandlung“ gehört sicher in diese Aufzählung.

Einfach mutig sein und Dinge zusammenbringen, denen auf den ersten Blick jeder Bezug zueinander fehlt, ist eine Freiheit, die sich Autoren nehmen dürfen und sollten. Vielleicht ist das ein guter Plan für die nächsten freien Tage.

Weitere Spielideen sind auf diesem Blog bereits im Beitrag „Leidenschaftliches Spiel ist exzellentes Lernen“,  vorgestellt. Und wer mehr Kreativitätsanregungen haben möchte, kommt mit dem Autorentraining auf jeden Fall in Schwung. Auch die Schokolinsen-Methode sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt.

Und für alle, die hier regelmäßig vorbeischauen, gibt es wieder einen kleinen Wettbewerb. Spielen wir Stadt-Land Mord, wie oben beschrieben. (Stadt – Opfer – Tat – Waffe – Motiv – Fluchtfahrzeug.) Der gewählte Buchstabe ist M. Der erste, der seinen Satz an mich sendet, bekommt das Autorentraining Heft 1 als pdf. kostenlos!

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Autorentraining auf Texttime.de – Hier gibt es weitere Infos sowie die Printversion und die digitale Version

Wer am Wettbewerb (siehe oben) teilnimmt, erklärt sich damit einverstanden, dass seine Lösung hier anonym veröffentlicht wird.

Leseort im Schwarzwald – Lahr

Kann ich in Lahr einen Ort finden, an dem das Lesen ein besonderes Vergnügen bereitet? Und warum wurde die gute alte Stadtbibliothek in „Mediathek“ umgetauft? Werden hier die Bücher vielleicht durch elektronische Datenträger ersetzt? Diese Fragen habe ich mir auf meiner Reise zu bekannten und unbekannten Leseorten gestellt. In Lahr gelandet war ich zuerst sehr enttäuscht von der Lage und der äußeren Wirkung des Hotels. Aber sowohl der Service als auch die Innenausstattung ließen mich schnell merken, dass es sich hier um ein liebevoll geführtes Haus handelte, an dem ich mich mit meinen Büchern wohl fühlen würde. Allein die „Genuss Arena“ des Hotels und auch der Innenhof hielten bereits zahlreiche Leseecken bereit.

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Eine „Leseecke“ im Hotel

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Innenhof des Hotels 

Lesen wollte ich zum wiederholten Mal „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood. Und es sah gut aus. Gemütlichkeit jedenfalls und Ruhe fand ich im Hotel ausreichend. Den Roman habe ich auch verfilmt mehrere Male gesehen. Ich finde schade, dass der Roman als Roman einer Generation gilt. Letztlich ist es ein hochaktuelles und brisantes Buch, das zum Glück wieder in die Medien gerät. Der Film wurde übrigens von Volker Schlöndorff gedreht und ist überaus sehenswert. Fay Dunaway spielt die Hauptrolle. Der Film hat den Titel: Die Geschichte der Dienerin.

Die Geschichte der Dienerin, DVD

Am zweiten Tag sollte es zur Bibliothek der kleinen Stadt im Schwarzwald gehen. Schnell gefunden war sie dann, mitten in der Stadt, dort, wohin Bücher und Bildung gehören. Die Bibliothek hat einen tollen Eindruck auf mich gemacht, denn hier wird mitgedacht. Neben dem PC-Arbeitsplatz und dem Lesesaal, der etwas gemütlicher sein könnte, gibt es den Service, Lesebrillen und E-Reader zum Ausleihen. Einrichtung und Gestaltung waren eher karg und auch wenig modisch, rein funktional kommt die Mediathek in Lahr daher. Das wird aber spielend kompensiert von den freundlichen Mitarbeitern und dem sorgfältigen Angebot, dass Lesenden sehr entgegen kommt.

Nach einem Tag voller Lese-Erfahrungen geht es morgen weiter, wieder auf der Suche nach Orten, an denen gelesen werden kann und sollte.

Aus diesem Tag nehme ich die Frage mit, wie wichtig die Umgebung wohl für das Lesen sein mag? Brauchen wir es gemütlich? Was ist mit dem Märchen vom armen Studenten, der in seinem kalten Zimmer mit Handschuhen und Jacke sitzt und sein letztes Geld für ein Buch ausgegeben hat? Gibt es vielleicht einen Unterschied zwischen Lesen früher und heute? Ich möchte wissen, ob die Umgebung für den Leser wichtig ist. Deshalb diese kleine Umfrage hier. Unter allen Teilnehmern werden 3 Buchpakete und 3 Buch-Gutscheine von Amazon verlost. Diese Umfrage mit Gewinnchancen endet am 31.10.2017, 23.59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

 

Leseort Aschaffenburg

In der modernen, vollständig kommerzialisierten Buchwelt geht es ja leider um vieles, selten aber um das Lesen allein. Da werden Merchandising und Marketing groß geschrieben, Autoren werden bunt und bekannt wie Pop-Stars, Bücher liegen auf dem gleichen Reagl wie der Nippes aus dem letzten Urlaub. Das ist gut so, das Buch als eine Selbstverständlichkeit ist ein großes Ziel. Aber ist es erreichbar?

Bücher haben es nicht leicht in einer Welt voller Daten, die keine physische Existenz mehr brauchen. Gerade das Buch ist eine Datensammlung, die durch ihre Schwere und ihre materielle Gestalt auf sich aufmerksam macht. Sie haben einen Reiz, die Bücher. Aus diesem Grund habe ich vor einiger Zeit damit angefangen, Bibliotheken, Buchhandlungen und Leseorte zu besuchen. Sind unsere Bibliotheken dazu geeignet, Lust am Lesen zu wecken? Meine Entdeckertour beginnt mit der Stadtbibliothek Aschaffenburg. Mein Eindruck: Toller Service und sehr viel Freundlichkeit. Dabei ist die Stimmung nicht gespenstisch leise, es wird nicht gewispert und auch Kinder sind gern gesehen. Ich habe zwei Stunden dort verbracht und konnte viele Diskussionen über Bücher hören. Die Bibliothek Aschaffenburg macht Lust auf Lesen, ganz eindeutig. Aber mir als Schreiberin macht sie auch Lust auf das Schreiben. Die offene Gestaltung des Gebäudes und die Bereitschaft der Mitarbeiter, mit den Gästen zu sprechen, erinnerte mich an einen Ort der Begegnung.

Das helle, freundliche Ambiente lässt Bücher zu unserer Welt gehören. Hier macht Lesen sehr viel Freude und es lohnt sich, einen Ausflug in die Bibliothek zu unternehmen.

Besonders toll ist übrigens die Kinderabteilung mit viel Fläche und einem schönen IMG_20171011_162151Angebot für kleine, größere und große Kinder. Hier in der Bibliothek Aschaffenburg kann Leseförderung aktiv gestaltet werden und es braucht dafür nur Zeit und Achtsamkeit. IMG_20171011_162205Beeindruckend übrigens auch die Sonderabteilung für Senioren, die Freude an Literatur haben. Aktuelle Themen wie der Preis für Magret Atwoods oder die Buchmesse finden Beachtung und beiten wichtige Informationen aus der Welt der Literatur für Buchinteressierte. IMG_20171011_162715.jpg

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Für das eigene Schreiben ist der Besuch eines Leseortes von großer Bedeutung. Regelmäßig auf Tour zu gehen, ohne Absicht die Welt erleben und dabei wichtige Eindrücke zu sammeln, die sich früher oder später verwerten lassen, regt die Fantasie an und gehört zu den schönsten Seiten dieses Berufs. Leseorte sind wichtig für alle, die schreiben. Denn die Leseorte sind die Orte, an denen unsere Leser sich wohl fühlen und sich für unsere Texte entscheiden. Wie diese Orte aussehen, spielt eine wichtige Rolle. Sind sie gemütlich und liebevoll gestaltet, kommt das Büchern sicher zugute. Jeder Autor sollte von Zeit zu Zeit nachsehen, wo seine Leser sich gern aufhalten. Leseorte bringen viele Impulse für das Schreiben. Mein Tag an einem unbekannten Leseort begann mit einem Frühstück in einem Bistro, dass mich durch Atmöspäre und Service sowie das Angebot beeindruckt hat. Das „Karacho„, ein Start-Up aus Aschaffenburg, überzeugte nicht nur die Gäste vor Ort, sondern inzwischen auch eine große Drogeriekette von seiner Qualität und der pfiffigen Idee. IMG_20171011_150319.jpgHier gab es zum Tagesbeginn ein Avocado-Sandwich mit ausgezeichnetem Kaffee. IMG_20171011_143853.jpg

Die Wände sind mit einer flächendeckenden Comic-Collage gestaltet und die Deckenbeleuchtung ist auf jeden Fall einen zweiten Blick wert. Bei dieser Gestaltung mit Rohren und Licht fiel mir direkt ein Titel für einen Schreibwettbewerb ein: Lichtlinien. Wer dazu etwas schreiben möchte, darf sich herzlich eingeladen fühlen, genaue Infos folgen in den nächsten Tagen auf diesem Blog. IMG_20171011_143205.jpg

Nach ein par Stunden am PC in der Bibliothek (ein kostenloser Service übrigens), ging es zum Mittagsessen in einem beschaulichen Restaurant, dass qualitativ hochwertige Speisen für sehr angenehme Preise im Angebot hat. Das „LEBENSWERT“, IMG_20171011_150426.jpgdirekt gegenüber der Bibliothek Aschaffenburg, ist in jedem Fall eine Empfehlung wert. Am Nachmittag ging es wieder in die Bibliothek. Der Rechner war noch frei und ich durfte auch wieder kostenfrei daran arbeiten. Neben mir saß ein Mann, 80 Jahre alt etwa und sehr redselig. Er erzählte von seiner Kindheit, von seiner Frau und der Angst davor, im Alter auf fremde Menschen angewiesen zu sein. Fast eine Stunde haben wir uns unterhalten. Diese Begegnung hätte an meinem Schreibtisch nicht stattfinden können. Und ich schreibe viel lieber über reale Impulse von realen Menschen als nur über erdachte Themen und Figuren. Ein gelungener Tag an einem gelungenen Leseort. Vielen Dank an die freundlichen Menschen in Aschaffenburg!

Folgen Sie diesem Blog um mehr über Leseorte zu erfahren und die Infos zum Wettbewerb „Lichtlinien“ rechtzeitig zu erhalten. Oder schreiben Sie mir über Ihre „Leseorte“ und Schreiberfahrungen.

Wochenendgeschenk: Autorentraining – 12 Monate lang jeweils ein Trainingsheft mit 30 Übungsschritten.

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Leseorte für das eigene Lesezimmer:

Kalender 2018, Lesende Frauen
– unser Bestseller in der Kunst-Edition
– meisterhafte Bilder von starken und klugen Frauen
– Malerei von der Renaisssance bis zur Moderne
– Gemälde, die Frauen versunken in Brief, Buch oder Zeitung darstellen
Ein tolles Geschenk für befreundete Leseratten und für sich selbst