Leseort im Schwarzwald – Lahr

Kann ich in Lahr einen Ort finden, an dem das Lesen ein besonderes Vergnügen bereitet? Und warum wurde die gute alte Stadtbibliothek in „Mediathek“ umgetauft? Werden hier die Bücher vielleicht durch elektronische Datenträger ersetzt? Diese Fragen habe ich mir auf meiner Reise zu bekannten und unbekannten Leseorten gestellt. In Lahr gelandet war ich zuerst sehr enttäuscht von der Lage und der äußeren Wirkung des Hotels. Aber sowohl der Service als auch die Innenausstattung ließen mich schnell merken, dass es sich hier um ein liebevoll geführtes Haus handelte, an dem ich mich mit meinen Büchern wohl fühlen würde. Allein die „Genuss Arena“ des Hotels und auch der Innenhof hielten bereits zahlreiche Leseecken bereit.

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Eine „Leseecke“ im Hotel

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Innenhof des Hotels 

Lesen wollte ich zum wiederholten Mal „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood. Und es sah gut aus. Gemütlichkeit jedenfalls und Ruhe fand ich im Hotel ausreichend. Den Roman habe ich auch verfilmt mehrere Male gesehen. Ich finde schade, dass der Roman als Roman einer Generation gilt. Letztlich ist es ein hochaktuelles und brisantes Buch, das zum Glück wieder in die Medien gerät. Der Film wurde übrigens von Volker Schlöndorff gedreht und ist überaus sehenswert. Fay Dunaway spielt die Hauptrolle. Der Film hat den Titel: Die Geschichte der Dienerin.

Die Geschichte der Dienerin, DVD

Am zweiten Tag sollte es zur Bibliothek der kleinen Stadt im Schwarzwald gehen. Schnell gefunden war sie dann, mitten in der Stadt, dort, wohin Bücher und Bildung gehören. Die Bibliothek hat einen tollen Eindruck auf mich gemacht, denn hier wird mitgedacht. Neben dem PC-Arbeitsplatz und dem Lesesaal, der etwas gemütlicher sein könnte, gibt es den Service, Lesebrillen und E-Reader zum Ausleihen. Einrichtung und Gestaltung waren eher karg und auch wenig modisch, rein funktional kommt die Mediathek in Lahr daher. Das wird aber spielend kompensiert von den freundlichen Mitarbeitern und dem sorgfältigen Angebot, dass Lesenden sehr entgegen kommt.

Nach einem Tag voller Lese-Erfahrungen geht es morgen weiter, wieder auf der Suche nach Orten, an denen gelesen werden kann und sollte.

Aus diesem Tag nehme ich die Frage mit, wie wichtig die Umgebung wohl für das Lesen sein mag? Brauchen wir es gemütlich? Was ist mit dem Märchen vom armen Studenten, der in seinem kalten Zimmer mit Handschuhen und Jacke sitzt und sein letztes Geld für ein Buch ausgegeben hat? Gibt es vielleicht einen Unterschied zwischen Lesen früher und heute? Ich möchte wissen, ob die Umgebung für den Leser wichtig ist. Deshalb diese kleine Umfrage hier. Unter allen Teilnehmern werden 3 Buchpakete und 3 Buch-Gutscheine von Amazon verlost. Diese Umfrage mit Gewinnchancen endet am 31.10.2017, 23.59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

 

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Leseort Aschaffenburg

Die Buchmesse tourt durch alle Medien, es geht bald los in Frankfurt. Eine Zahl hat mich sehr beeindruckt. Es werden bis zum Ende der gigantischen Lese- und Literaturveranstaltung 250.000 Besucher erwartet. 250.000 Besucher. Das ist nicht viel. Es kommt mir sogar sehr wenig vor. Dabei geht es mir nicht um Relationen. Es geht mir um die absolute Zahl derer, die sich auf den Weg machen, um ins Meer der Bücher einzutauchen und Bücher zu finden, die es sich lohnt zu lesen, am besten gestern. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, ein geplantes Projekt vorzuziehen und ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf das Lesen zu legen.

In der modernen, vollständig kommerzialisierten Buchwelt geht es ja leider um vieles, selten aber um das Lesen allein. Da werden Merchandising und Marketing groß geschrieben, Autoren werden bunt und bekannt wie Pop-Stars, Bücher liegen auf dem gleichen Reagl wie der Nippes aus dem letzten Urlaub. Das ist gut so, das Buch als eine Selbstverständlichkeit ist ein großes Ziel. Aber ist es erreichbar?

Bücher haben es nicht leicht in einer Welt voller Daten, die keine physische Existenz mehr brauchen. Gerade das Buch ist eine Datensammlung, die durch ihre Schwere und ihre materielle Gestalt auf sich aufmerksam macht. Sie haben einen Reiz, die Bücher. Aus diesem Grund habe ich vor einiger Zeit damit angefangen, Bibliotheken, Buchhandlungen und Leseorte zu besuchen. Sind unsere Bibliotheken dazu geeignet, Lust am Lesen zu wecken? Meine Entdeckertour beginnt mit der Stadtbibliothek Aschaffenburg. Mein Eindruck: Toller Service und sehr viel Freundlichkeit. Dabei ist die Stimmung nicht gespenstisch leise, es wird nicht gewispert und auch Kinder sind gern gesehen. Ich habe zwei Stunden dort verbracht und konnte viele Diskussionen über Bücher hören. Die Bibliothek Aschaffenburg macht Lust auf Lesen, ganz eindeutig. Aber mir als Schreiberin macht sie auch Lust auf das Schreiben. Die offene Gestaltung des Gebäudes und die Bereitschaft der Mitarbeiter, mit den Gästen zu sprechen, erinnerte mich an einen Ort der Begegnung.

Das helle, freundliche Ambiente lässt Bücher zu unserer Welt gehören. Hier macht Lesen sehr viel Freude und es lohnt sich, einen Ausflug in die Bibliothek zu unternehmen.

Besonders toll ist übrigens die Kinderabteilung mit viel Fläche und einem schönen IMG_20171011_162151Angebot für kleine, größere und große Kinder. Hier in der Bibliothek Aschaffenburg kann Leseförderung aktiv gestaltet werden und es braucht dafür nur Zeit und Achtsamkeit. IMG_20171011_162205Beeindruckend übrigens auch die Sonderabteilung für Senioren, die Freude an Literatur haben. Aktuelle Themen wie der Preis für Magret Atwoods oder die Buchmesse finden Beachtung und beiten wichtige Informationen aus der Welt der Literatur für Buchinteressierte. IMG_20171011_162715.jpg

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Für das eigene Schreiben ist der Besuch eines Leseortes von großer Bedeutung. Regelmäßig auf Tour zu gehen, ohne Absicht die Welt erleben und dabei wichtige Eindrücke zu sammeln, die sich früher oder später verwerten lassen, regt die Fantasie an und gehört zu den schönsten Seiten dieses Berufs. Leseorte sind wichtig für alle, die schreiben. Denn die Leseorte sind die Orte, an denen unsere Leser sich wohl fühlen und sich für unsere Texte entscheiden. Wie diese Orte aussehen, spielt eine wichtige Rolle. Sind sie gemütlich und liebevoll gestaltet, kommt das Büchern sicher zugute. Jeder Autor sollte von Zeit zu Zeit nachsehen, wo seine Leser sich gern aufhalten. Leseorte bringen viele Impulse für das Schreiben. Mein Tag an einem unbekannten Leseort begann mit einem Frühstück in einem Bistro, dass mich durch Atmöspäre und Service sowie das Angebot beeindruckt hat. Das „Karacho„, ein Start-Up aus Aschaffenburg, überzeugte nicht nur die Gäste vor Ort, sondern inzwischen auch eine große Drogeriekette von seiner Qualität und der pfiffigen Idee. IMG_20171011_150319.jpgHier gab es zum Tagesbeginn ein Avocado-Sandwich mit ausgezeichnetem Kaffee. IMG_20171011_143853.jpg

Die Wände sind mit einer flächendeckenden Comic-Collage gestaltet und die Deckenbeleuchtung ist auf jeden Fall einen zweiten Blick wert. Bei dieser Gestaltung mit Rohren und Licht fiel mir direkt ein Titel für einen Schreibwettbewerb ein: Lichtlinien. Wer dazu etwas schreiben möchte, darf sich herzlich eingeladen fühlen, genaue Infos folgen in den nächsten Tagen auf diesem Blog. IMG_20171011_143205.jpg

Nach ein par Stunden am PC in der Bibliothek (ein kostenloser Service übrigens), ging es zum Mittagsessen in einem beschaulichen Restaurant, dass qualitativ hochwertige Speisen für sehr angenehme Preise im Angebot hat. Das „LEBENSWERT“, IMG_20171011_150426.jpgdirekt gegenüber der Bibliothek Aschaffenburg, ist in jedem Fall eine Empfehlung wert. Am Nachmittag ging es wieder in die Bibliothek. Der Rechner war noch frei und ich durfte auch wieder kostenfrei daran arbeiten. Neben mir saß ein Mann, 80 Jahre alt etwa und sehr redselig. Er erzählte von seiner Kindheit, von seiner Frau und der Angst davor, im Alter auf fremde Menschen angewiesen zu sein. Fast eine Stunde haben wir uns unterhalten. Diese Begegnung hätte an meinem Schreibtisch nicht stattfinden können. Und ich schreibe viel lieber über reale Impulse von realen Menschen als nur über erdachte Themen und Figuren. Ein gelungener Tag an einem gelungenen Leseort. Vielen Dank an die freundlichen Menschen in Aschaffenburg!

Folgen Sie diesem Blog um mehr über Leseorte zu erfahren und die Infos zum Wettbewerb „Lichtlinien“ rechtzeitig zu erhalten. Oder schreiben Sie mir über Ihre „Leseorte“ und Schreiberfahrungen.

Leseorte für das eigene Lesezimmer:

Kalender 2018, Lesende Frauen
– unser Bestseller in der Kunst-Edition
– meisterhafte Bilder von starken und klugen Frauen
– Malerei von der Renaisssance bis zur Moderne
– Gemälde, die Frauen versunken in Brief, Buch oder Zeitung darstellen
Ein tolles Geschenk für befreundete Leseratten und für sich selbst

Schreiben im Flow

„Flow“ ist ein Begriff, der inzwischen Einzug in der Alltagssprache zum normalen Sprachgebrauch zählt. Entwickelt hat ihn der ungarische Glücksforscher und Psychologieprofessor  Mihály Csikszentmihalyidas. Das Flow-Erleben gehört in das Fachgebiet der Motivationspsychologie. Um zu verstehen, was ein Flow ist, sollte zuerst eine Definition zugrunde gelegt werden.

„…bes. positives emotionales Erleben bei einer Tätigkeit, das dadurch charakterisiert ist, dass eine Person ganz auf ihr Tun konzentriert ist und darin aufgeht, sich selbst dabei vergisst, das Zeitgefühl weitgehend verloren ist („Die Zeit vergeht wie im Flug”). Dieses emotionale Erleben kann sich dann einstellen, wenn die wahrgenommenen Anforderungen der Tätigkeit den Fähigkeiten entsprechen. Der Anreiz bei einer solchen Handlung liegt nicht in erwarteten Handlungskonsequenzen (extrinsische Motivation), sondern in der Ausführung der Handlung selbst (intrinsische Motivation).“ (Quelle: Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Flow-Erleben, online im Internet:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/78176/flow-erleben-v4.html)

Geschieht demnach das Schreiben im Flow, wenn der Schreibende alles um sich herum vergisst und sich auf nichts als auf sein Schreiben konzentriert? Nicht immer. Denn ein wesentlicher Faktor beim Flow-Erleben ist die Motivation von innen, die sich auf kein äußeres Ziel konzentriert. Im Klartext heißt das für das Schreiben im Flow, dass es keinen Abgabetermin geben darf, keine wirtschaftlichen Interessen und auch keine Zielgruppe.

Flow

Das Flow-Erleben, grafisch dargestellt

Zusätzlich müssen nach Csikszentmihalyidas noch weitere Bedingungen erfüllt sein. Er erkennt ein Flow-Erleben daran, dass hohe Anforderungen auf hohe Fähigkeiten treffen. Wenn die Anforderungen zu niedrig sind, entsteht Langeweile, sind die Anforderungen zu hoch, entsteht Angst. Genau zwischen Angst und Langeweile ist der Flow angesiedelt. Stress oder Motivationslosigkeit sind demnach klare Anzeichen dafür, dass vielleicht eine hohe Motivation oder viel Freude an der Arbeit vorliegen, aber eben kein Flow.

Warum ist der Flow wichtig für das Schreiben? Hat er eine Auswirkung auf unsere Ergebnisse? Das Flow-Erleben hat Auswirkungen auf unser Glücksgefühl. Im Flow ist der Mensch vollkommen verbunden mit seiner Tätigkeit. Schreibende können an dieser Stelle schnell einer Verwechslung unterliegen. Gerade beim Verfassen belletristischer Texte geschieht eine enge Verbindung mit den Figuren, die kreiert wurden. Die Tätigkeit jedoch ist das Schreiben selbst. Das setzen, suchen, finden und gestalten von Worten und Kommunikation. Im Flow wird die Schreibe besser, denn der Flow ist eine Situation der höchsten Konzentration. Das Flow-Erleben setzt voraus, dass der Handelnde gleichsam zu seiner Handlung wird. Die folgenden Sätze können diesen Zusammenhang verdeutlichen. Während es beim hochmotivierten Schreiber heißt: „Ich will schreiben“, oder „Ich identifiziere mich mit meinen Figuren“, fühlt der Schreibende im Flow: „Ich bin Schreiben.“ Das daraus resultierende Empfinden ist schwer mit Worten zu erklären. Es ist allerdings messbar. An der Uni Ulm wurden Untersuchungen durchgeführt, in denen nachgewiesen wurden, dass Personen im Flow eine erhöhte Herztätigkeit haben und Stresshormone ausgeschüttet werden.

Brauchen wir den Flow? Wie können wir Lebensumstände schaffen, die den Flow fördern? Was genau bringt der Flow für unser Schreiben und für unser Leben? Diese Fragen werden in den folgenden Beiträgen im Autorentraining beantwortet. Folgen Sie diesem Blog, bleiben Sie am Ball.

(Copyright 2017 Stefanie Glaschke)

 

Eine authentische Schreibe wagen

SchreibutensilienSchreiben Sie sich nicht aus Ihrer Realität heraus. Erschreiben Sie sich lieber eine neue Realität! Schreiben hat immer eine Motivation. Die oberflächlichen Motivationen sind extrinsisch, das bedeutet, sie orientieren sich an der Umwelt. „Ich schreibe, um anderen etwas mitzuteilen“, oder „Ich schreibe, weil ich die Welt verändern will“ sind extrinsische Motivationen.

Dagegen stehen die intrinsischen Motivationen. Diese kommen aus dem eigenen Inneren und sind uns manchmal gar nicht bewusst. Hin und wieder fallen intrinsische Motivationen dadurch auf, dass das Werk sehr starke biografische Züge enthält.

Das kann bei Kritikern leicht zu einer Abwertung führen. Doch dafür gibt es keinen Grund. Warum sollte die Darstellung autobiografischer Aspekte ein Manko sein? John Irving zum Beispiel, der heute seinen 75. Geburtstag feiert, wird dieser Kritikpunkt oft zur Last gelegt. Und doch lese ich seine schwarzhumorigen Geschichten ausgesprochen gern. Es spielt dabei keine Rolle, ob er über sich oder eine fiktive Figur schreibt.

Intrinsische Motivation ist wichtig, damit ein Autor nicht nur eine Geschichte erzählt sondern auch authentisch wirkt. Die Gefühle, die er mit bestimmten Orten verbindet, die Ängste, die er erlebt hat und die Leidenschaften, an denen er gescheitert ist, muss er kennen, bevor er sie schildert. Ob er seine Innenwelt mit fremden Namen und fiktiven Charakteren verbindet, spielt dabei kaum eine Rolle. Die Indianer sagen: „Urteile nicht über einen Menschen, in dessen Schuhen du nicht gegangen bist“. Das gilt auch für das Schreiben. Wer traut sich zu, das Leben eines Menschen zu beschreiben, das er gar nciht gelebt hat? Protagonisten bleiben flach, wenn wir nicht in ihren Schuhen gegangen sind. Unsere Vorstellungswelten allein genügen nicht, denn sie sind von Klischees, Voruteilen und alten Prägungen abhängig. Erfahrungen machen Menschen nicht mit der Ratio sondern live und über die eigenen Sinneswahrnehmungen. Authentisch und begeisternd kann nur schreiben, wer weiß, wie sich seine Schilderungen anfühlen. Ein Motto für Führungskräfte lautet:

Nur der kann andere entflammen, der selbst brennt. Wer nicht brennt, kann das Feuer beschreiben. Er beschreibt das, was jeder andere auch könnte. Damit geht die Einzigartigkeit verloren. Deshalb lohnt es sich, die eigenen Gefühle aufzuspüren. Vielleicht die Wut über die Kinderarmut oder den Schmerz nach der letzten Trennung. Aus Gefühlen lassen sich Storys machen, die nicht gelesen sondern gelebt werden. Wer seine Vorstellungen beschreibt, arbeitet wie die Menschen in Platos Höhlengleichnis. Dort sehen die Menschen ihre eigenen Schatten und halten sie für die Realität. Vor-stellung ist rational begründet. Die Vor-stellung steht vor der Realität und versperrt im schlimmsten Fall sogar den Blick. Vor-stellung schreiben ist wie Urlaubsdias zeigen. Es ist Leben aus zweiter Hand.

Dabei entsteht noch ein weiterer Vorteil: Wer seine eigenen Gefühle verarbeitet, entwickelt sie und damit sich selbst. Es lohnt sich, sich selbst einmal zum Protagonisten zu machen. Unter Umständen hilft ein Selbstversuch sogar, eine Prämisse für den nächsten Roman zu finden. Eine kleine Übung kann helfen, sich diesem Thema zu nähern. Gehen Sie einmal tief in ein Gefühl zurück, dessen Wirkung Ihnen noch gegenwärtig ist. Beschreiben Sie das Gefühl, ausführlich und mit allen Wahrnehmungen. Schreiben Sie es auf. Intensiv. Lassen Sie sich Zeit und stellen Sie sich vor, Sie würden dieses Gefühl aus einem Fass schöpfen, so lange, bis kein Tropfen mehr im Fass ist. Das ist unter Umständen auch mit Wiederholungen und mit Wörtersuche verbunden. Wenn Sie diese Beschreibung nur eines einzigen Gefühls in nur einer Situation vor sich sehen, könnte Ihnen eine großartige Idee für die Entwicklung einer Figur kommen, die echt ist und authentisch wirkt. Wenn das der Fall ist, liegt eine intrinsische Motivation vor und Sie schreiben für sich. Sie brennen für Ihre Figur und können Ihre Leser entflammen.

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Meine Empfehlung: Autorentraining – für alle, die noch besser werden wollen

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Ich freue mich, wenn Sie diesem Blog folgen oder Kontakt zu mir aufnehmen – oder beides 😉

 

Wie man sich setzt, so schreibt man

Es mag vordergründig gar nichts mit dem Schreiben zu tun haben, doch auch der Schreibplatz spielt eine bedeutende Rolle. Wer hauptberuflich an einem Schreibtisch sitzt, der sollte sehr großen Wert auf sein Sitzmöbel legen. Haltungsschäden, die durch Computerarbeitsplätze entstehen, machen unter den chronischen Erkrankungen einen großen Anteil aus. Wer den Arbeitsplatz häufiger wechselt und nicht immer auf dem gleichen Stuhl sitzt, hat Vorteile. Doch die meisten Berufsautoren richten sich früher oder später einen festen Arbeitsplatz ein. Hier gilt, auf die Gesundheit der Wirbelsäule zu achten. Außerdem sollten Autoren in den Pausen den Arbeitsplatz verlassen und vielleicht ein paar Entspannungsübungen machen.

Auch die Augen werden in Mitleidenschaft gezogen, so modern der Bildschirm auch sein mag. Augentraining in den Schreibpausen kann Wunder wirken. Dabei sind die gesunden Pausen nicht etwa ein Zeitverlust, ganz im Gegenteil.

Eine unbequeme Haltung führt zu Verspannungen, Kopfschmerzen und fehlender Konzentration. Die Zeit, die mit ein bisschen Gesundheitspflege verbracht wird, holt jeder Autor schnell wieder rein, wenn er danach frisch und munter ans Werk geht.

Mancher schreibt vielleicht auf einem ergonomisch geformten Bürostuhl. Doch die sind teuer und oft auch nicht gerade ansprechend in ihrer Optik. Es gibt aber auch Alternativen, die erschwinglicher sind und trotzdem für eine gesunde Sitzhaltung sorgen.

Mein Favorit ist der Kniestuhl/ Kniehocker von Idimex. Er ist nicht unbedingt für den ganzen Tag geeignet, aber er passt bequem unter den Schreibtisch und kann immer mal wieder hervorgeholt werden. Die Sitzanordnung sorgt dafür, dass der Rücken aufrecht ist. Das entspannt die Rückenmuskulatur. Da der Kniehocker höhenverstellbar ist, passt er für fast alle Körpergrößen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich ihn auf Reisen mitnehmen kann. So kann ich auch im Ferienhaus oder Hotelzimmer vernünftig arbeiten. Der geringe Preis ist optimal! Wer ein bisschen mehr ausgeben will, findet natürlich auch noch hübschere und extravagantere Modelle.

                                      Cinius Hocker, Gummibaumholz, etwa 145,00 €

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Dynamisch und irgendwie chic sieht dieser aus, der Hocker Mahora ist in vielen Farben erhältlich.

Wer noch keinen Bürostuhl hat und sich gerade nach einem geeigneten Modell umschaut, der sollte mal einen Blick auf diesen „Samtsessel“ werfen. Ein tolles Teil für Autoren mit Anspruch und dabei für unter 80 Euro.

Nützliche Tipps für die Entspannung der Augen sind hier zusammengestellt. Und ein paar Lockerungsübungen, für die niemand gleich die Yogamatte rausholen muss, gibt es hier. Wer sich näher mit dem Thema befassen will, findet in diversen Ratgebern tolle Infos und viele Ideen zum Nachmachen.

 

Vom Selfpublisher zum Verlagsautor Teil 3 – Kurzvita

Zu den Unterlagen, die der Verlag braucht, gehört neben dem Exposé und dem Anschreiben auch eine Kurzvita. Sie ist mit dem Lebenslauf zu vergleichen, der auch klassischen Bewerbungen beigefügt wird. Allerdings dürfen hier die Angaben fehlen, die nicht im Zusammenhang mit dem Schreiben stehen. Die Kurzvita muss nicht unbedingt lückenlos sein. Wichtig ist, dass erkennbar wird, wie der Weg zum Autor vollzogen wurde. Dabei sind Zensuren und Abschlüsse weniger von Bedeutung als die Erfahrungen, die gemacht wurden. Der Leser sollte sehen, dass Sie Ihr Buch nicht geschrieben haben, weil Ihnen nichts Besseres eingefallen ist. Vielmehr sollte die Persönlichkeit erkennbar sein, die zum Schreiben geführt hat. Wenn der Autor aufzeigen kann, dass er etwas von dem versteht, worüber er schreibt, ist das von Vorteil. Ein simples Bespiel: Wer einen Jugendroman einreicht und selbst Kinder hat, sollte seine Kinder und auch seine Familienzeiten in der Kurzvita erwähnen. Das ist eine freiwillige Angabe, die in diesem Fall sinnvoll ist. Wer dagegen einen Thriller an den Verlag schickt, darf die familiären Bezüge weglassen. Autoren müssen in ihrem Lebenslauf nicht „glatt“ wirken. Interessante Biografien sind eher förderlich für eine Chance in der Bücherwelt.

Obwohl die Kurzvita dem klassischen Lebenslauf sehr ähnlich ist, sollten Sie doch darauf achten, das Dikument für den Verlag individuell zu gestalten. Das unten stehende Schema ist eine Richtlinie, an der Sie Ihre Kurzvita entwickeln können.

Kurzvita

Vollständiger Name

Geburtsort, Geburtsdatum

Beruflicher Werdegang

Ich empfehle hier, anders als in modernen amerikanischen Form, den chronologischen Aufbau von der Vergangenheit in die Gegenwart. So lässt sich eine Entwicklung besser erkennen.

Bibliografie

Angabe Ihrer bisherigen Veröffentlichungen falls vorhanden, bitte korrekt angeben:

Titel, Verlag, Erscheinungsjahr

Schule/ Ausbildung/ Studium

Sonstige Kenntnisse

Erfahrungen, Ehrenämter, Qualifikationen

Ort, Datum, Unterschrift

 

 

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Folgen Sie diesem Blog. Im nächsten Beitrag lesen Sie wichtige Hinweise zur Leseprobe.

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Das Exposé: Die Visitenkarte für Ihr Buch – Vom Selfpublisher zum Verlagsautor Teil 2

Wer einen Verlag für sein Manuskript sucht, kommt um eine klassische Bewerbung nicht herum. Diese Bewerbung besteht aus mindestens drei Teilen.

  1. Anschreiben
  2. Exposé
  3. Vita

Das Exposé darf mehrseitig sein. Ein Deckblatt mit dem Arbeitstiel macht sich als erste Seite des Exposés immer gut.

Die folgenden Daten eröffnen das Exposé. Sie sollten tabellarisch dargestellt sein.

  • Autor inklusive Anschrift und Kontaktdaten
  • Arbeitstitel
  • Genre
  • Geplanter Umfang
  • Geplante Fertigstellung

Jetzt hat der Redakteur bereits einen allerersten, kleinen Überblick. Unter Umständen erkennt er, dass für das genannte Genre noch Titel im Verlagsprogramm fehlen oder das dieses Segment schon vollkommen überlaufen ist. Hier entscheidet sich, wie offen der Verlag für Ihr Angebot ist.

  • Idee: Hier ist ein Fließtext erforderlich. Etwa 70 bis 100 Wörter sollten ausreichen, um die tolle Buchidee packend zu schildern. Bitte keine Inhaltsbeschreibung!
  • Vorläufige Inhaltsangabe
  • Zielgruppenanalyse: Wieder im Fließtext, wer sind die Leser, was macht die Zielgruppe aus, wie groß ist die Zielgruppe, wie wird die Zielgruppe angesprochen?
  • Wettbewerbsanalyse: Fließtext mit Konkurrenztiteln, Beschreibung der Einzigartigkeit Ihres Titels und aktuellem Bezug.
  • Vermarktungsstrategie: Wieder Fließtext, Verkaufsargumente, Marketing-Instrumente (Lesungen, Events, Multiplikatoren etc.)

An das Exposé schließt sich eine Leseprobe von etwa 10 bis 20 Seiten an. Sie können im Internet oder per Telefon recherchieren, wie der betreffende Verlag es gern haben möchte.

Während Sie das Exposé erstellen, werden Sie selbst merken, ob Ihr Buch wettbewerbsfähig ist. Die Überlegungen zur Zielgruppe und zum Wettbewerb sind für Autoren sehr wichtig, weil sie dabei helfen, das Selbstbild und das Weltbild zu reflektieren.

Nutzen Sie für das Exposé die gleiche Schrift wie für das Anschreiben. Verzichten Sie auf Bilder und Fotos, das ist nicht die Aufgabe eines Verlagsautors. Eine Ausnahme können Sie machen, wenn Sie ein Buch mit eigenen Illustrationen anbieten möchten. Schreiben Sie das ins Exposé unter dem Stichwort „geplanter Umfang“.

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