Autorenmarketing: Pressemeldung

Zum Autorenmarketing gehört Pressearbeit. Leider ist ein Buch irgendwann nicht mehr neu, so dass Anlässe für eine Presseberichterstattung nicht so häufig vorkommen wie gewünscht. Die folgenden Impulse für eine wirksame Pressearbeit sowohl in den Printmedien als auch in den Online-Medien geeignet.

Wann ist eine Pressemitteilung sinnvoll? Wenn Sie sich im lokalen Bereich präsentieren möchten, vielleicht zu einer Lesung einladen, könnte dies auch den lokalen Buchhändler freuen. Lokaljournalisten arbeiten oft in Redaktionen, die nur aus wenigen Personen bestehen. Da sie manchmal bis zu 16 Seiten zu füllen haben, sind sie froh um eine bereits formulierte Mitteilung.

Die Pressemitteilung sollte eine Din A4-Seite nicht überschreiten und besteht aus:

  • Ihrer Adresse
  • Hinweis auf Textsorte („Pressemitteilung“)
  • Sperrfrist (dies bedeutet, die Mitteilung darf vor Datum X nicht veröffentlicht werden)
  • Datum
  • Überschrift
  • Text (Einleitung, Hauptteil, Schluss)
  • Längenangabe, falls gewünscht
  • Bildmaterial-Angaben
  • Kontaktmöglichkeiten
  • Abbinder

Orientieren Sie sich beim Schreiben an den sechs W-Fragen: wer, was, wo, wann, wie und warum. Das Wichtigste kommt in die Überschrift, die kurz, aussagekräftig, aber nicht reißerisch sein sollte. Die Einleitung muss bereits alles Wichtige, die eigentliche Nachricht enthalten. Im Hauptteil können Sie etwas ausführlicher werden. Schreiben Sie lebendig und persönlich, vermeiden Sie gestelzte Sprache oder Fachjargon. Verzichten Sie auf Werbung! Im Abbinder berichten Sie kurz über sich im Stil einer Autorenvita. Darunter können Sie auch zusätzliches Material bieten wie Links, Fotos, Leseproben. Verwenden Sie jedoch nicht zu viele Links, Ihr Mail könnte sonst als Spam eingeordnet werden und gar nicht ankommen.

Journalisten sind immer auf der Suche nach Experten, mit deren Aussagen sie einen Artikel untermauern können. Ein von Ihnen zum Thema verfasstes Buch kann Sie durchaus als Experten qualifizieren. Recherchieren Sie, wer sich mit diesem zu Ihrem Buch passenden Thema beschäftigt und bieten Sie Ihr Fach- oder Hintergrundwissen an. Nutzen Sie aktuelle Anlässe oder Aktionstage, um einen Zusammenhang zu Ihrem Buch herzustellen! Hier sind Journalisten oft dankbar, wenn sie einen passenden Artikel bringen können.

Die Aufteilung der Ressorts mit Namen der Journalisten finden Sie im Impressum der relevanten Publikationen.

Für den Aufbau einer Presseliste suchen Sie sich fünf bis zehn Zeitungen Ihrer Region und kontaktieren Sie die zuständigen Journalisten. Erklären Sie kurz, dass Sie ihnen eine Pressemitteilung über… zukommen lassen möchten. Notieren Sie den Namen des Journalisten und vermerken Sie ihn als Ansprechpartner.

Erstellen Sie auch für Ihre Pressearbeit eine Strategie. Und vergessen Sie nicht, die Pressemeldungen, die über Sie erschienen sind, auf Ihrer Autorenseite zu veröffentlichen. Interessante Meldungen in der regionalen oder überregionalen Presse können als Referenzen dienen.

Autorenmarketing – Workshop

Wer sein Buch und damit auch seine eigene Arbeit vermarkten will, braucht eine wirksame Strategie. Darüber hinaus sollte er über ausreichend Fachwissen in der Welt der sozialen Medien verfügen.

Einen Kurs im Marketing für Autoren gibt es im März in der Bücherstadt Leipzig. Parallel zur Buchmesse Leipzig vom 15. bis 18. März 2018 findet der Kurs:

„Nun lies doch endlich mein Buch!“

statt.

Inhalte sind:

  • Grundbedingungen des klassischen Marketings
  • Kreatives Marketing
  • Multi Media Marketing
  • Social Network Marketing
  • Werbespychologie
  • Werbestrategie

Jeder Teilnehmer hat am Ende des Workshops seine eigene Strategie erstellt und wird drei Monate lang weiter betreut, damit die Strategie auch auf einen guten Weg kommt.

Termin: 14. März 2018, 10 bis 20 Uhr (einschließlich Pausen für Mittagessen und Abendbrot)

15. und 16. März 2018, jeweils 10 bis 15 Uhr

Kosten: 85,00 €, Besucher der Buchmesse zahlen gegen Vorlage Ihres Tickets 65,00 €

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Durchführung:

Stefanie Glaschke, psychologische Beraterin (Dipl. IAPP) und Buchautorin

Coachingerfahrung in den Bereichen Zeitmanagement, Strategie und Vision seit 1999

Bitte fordern Sie weitere Informationen hier an.

cover Autorentraining von TextTime, Heft 1

 

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Schreiben bedeutet sichtbar machen – Tag 2 des Autorentrainings

Zweiter Teil, Tag 23 des Autorentrainings Hier geht es zum ersten Teil

Hier erhalten Sie einen Einblick in das erste Heft. Und eine Motivation dazu. Wer es schafft, fünf Tage lang durchzuhalten und mir bis Sonntag, 8. Januar 2017, seine Lösungen zu schicken, erhält das Trainingsmaterial für den ersten Monat kostenlos als pdf. geschenkt!

coverDIN A4, 40 Seiten Heftbindung, 9,90 € inklusive Porto
E-Book (Format ePub), 2,99 €

Schreiben heißt beschreiben. Ihre Sprache transportiert Bilder in das menschliche Gehirn. Die Leser sind begeistert, wenn diese Bilder möglichst bunt und farbenfroh erscheinen. Allerdings gibt es auch Bilder, die jeder Leser schon viel zu oft gesehen hat. Sie wirken dadurch langweilig und lassen die Konzentration des Lesers schwinden. Wenn der Leser denkt: „Das kenne ich“, hat er keinen Gewinn durch das, was er liest.

„Er legte schützend den Arm um ihre Schultern und sie saßen schweigend auf der Bank.“ Wie öde. Jeder hat dieses Bild schon in verschiedensten Variationen vor Augen. Wer das liest, wird denken, dass er schon weiß, wie es weitergeht. Es fehlt jede Spannung. Beschreiben Sie doch die Bank oder die Fußspitzen der beiden, die zueinander zeigen. Beschreiben Sie, dass seine Hose am Hintern nass wird, weil die Bank voller Tau war. So wird der Leser gezwungen, ein neues Bild zu kreieren. Und er bleibt freiwillig in Ihrem Bann. Beschreiben Sie das, was nicht augenscheinlich aber trotzdem real ist. Nutzen Sie die folgenden zwei Bilder, um sich mit der Beschreibung von unscheinbaren Details zu befassen, die nur Sie sehen und erschaffen können.

fotos

Gutes Gelingen! Wenn Sie Fragen haben, stellen Sie sie, ich freue mich auf einen Austausch.

Das wichtigste Schreibwerkzeug – die Struktur

Manche Autoren schreiben mit dem PC, andere mit der Hand und einige wenige diktieren ihre Texte einem Spracherkennungsprogramm. Doch welches Medium wir benutzen spielt eine zweitrangige Rolle. Das wichtigste Werkzeug des Autors ist die Struktur. An anderer Stelle habe ich über die Struktur der Arbeit geschrieben, jetzt soll es um die Struktur des Textes gehen. Ganz gleich, ob es sich um eine Short Story oder eine Romantrilogie handelt, ohne Struktur wird ein Text nicht interessant für den Leser.

Ohne Struktur wird ein Text langweilig

Warum nicht? Weil der Leser nicht die Gedankengänge des Autors kennt sondern nur das geschriebene Wort vor Augen hat. Er muss vom Autor durch den Text geführt werden, um sich nicht zu verirren. Ein guter Text ist für den Leser mehr als nur eine Ablenkung vom Alltag und auch mehr als nur ein Impuls zum Nachdenken, Träumen etc. Ein guter Text vermittelt auch die Botschaft des Autors. Aus diesem Grund brauchen wir, idealerweise vor dem Schreiben, bereits ein relativ klares Konzept über das, was wir schreiben wollen. Schließlich tritt der Autor mit dem Leser in eine Kommunikation ein. Und wenn Menschen kommunizieren, brauchen sie eine Form von logisch aufgebauter Gesprächsführung. In der verbalen Kommunikation kann der Gesprächspartner oder Zuhörer noch nachfragen, wenn ihm etwas unklar ist. In der Kommunikation zwischen Leser und Autor geht das nicht. Das Schreiben erfordert also noch mehr Konzentration und Achtsamkeit als das Sprechen. Und diese Konzentration und Achtsamkeit dem Leser gegenüber beweist der Autor mit einer klaren Struktur.

Struktur bringt Ordnung in den eigenen Kopf

Es gibt noch ein weiteres Argument für Struktur beim Schreiben. Nicht nur der Leser ist vor Verwirrungen und Irrungen geschützt sondern auch der Autor selbst. Wer kennt nicht das Gefühl, eine gigantische, ja grandiose Idee zu haben und nach einiger Zeit des Schreibens in einer Sackgasse zu landen. Der Held ist nach zwei Kapiteln gar nicht mehr heldenhaft oder der Autor hat die Lust am Schreiben dieser Idee plötzlich verloren. Wenn eine Idee ins Bodenlose stürzt, liegt das meist an der fehlenden Struktur. Struktur ist wie das Geländer einer Hängebrücke. Es reicht schon, dass die einzelnen Planken glatt und rutschig sind, unter uns tobt ein reißender Fluss und wir haben kein Geländer? Das muss nicht sein. Das Risiko, abzustürzen und mit der Idee nicht zu einem erfolgreichen Ende zu kommen, ist zu groß. Strukturloses Schreiben ist therapeutisches Schreiben. Es hat seine Berechtigung und kann jedem helfen, der sich mit psychischen Symptomen plagt. Aber dieses therapeutische Schreiben gehört nicht in die Öffentlichkeit, es sei denn, Leser und Autor bevorzugen Seelenstriptease.

3 bewährte Möglichkeiten, Struktur zu finden

Es gibt gute und vor allem praktikable Möglichkeiten, eine Struktur für sein Schreibwerk zu finden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Techniken für jeden Schreibenden geeignet sind. Die drei, die ich ausgesucht habe, wenden sich an unterschiedliche Wahrnehmungstypen und eignen sich gut für den Einstieg.

  1. Die Wäscheleinemethode

In einer guten Geschichte gibt es Spannungsbögen, auf die der text zusteuert. Um einen solchen Spannungsbogen zu erzeugen, muss die Chronologie einer Story einigermaßen klar sein. Arbeiten Sie mit einer Wäscheleine, die für Sie einen Zeitstrahl darstellt. Diese Leine wird nun mit den Figuren und deren Handlungen bestückt. Sie können so den Ablauf Ihrer Story verfolgen. Die Anfänge Ihrer Kapitel markieren Sie mit einem Bändchen. Auf diese Art können Sie erreichen, dass in jedem Kapitel genau das steht, was der Leser braucht. An dieser Wäscheleine hängen die Figuren, ihre Aktionen und Interaktionen und auch die Informationen, die der Leser im betreffenden Kapitel erhalten soll. So garantieren Sie, dass sie keine Informationen auslassen oder unlogische Sprünge in Ihren Text bauen. Wenn Ihre Wäscheleine fertig bestückt ist, können Sie alles entfernen, was überflüssig ist, der Leser wird es Ihnen danken.

2.  Netztechnik

Besorgen Sie sich einen großen Bogen Karton. Mindestens DIN A4 ist notwendig. Dann schreiben Sie an den linken Rand die Namen Ihrer Figuren, Ihre Schauplätze und die bedeutenden Interaktionen. An den rechten Rand schreiben Sie genau die gleichen Informationen. Ziehen Sie nun Verbindungslinien zwischen den Figuren, den Schauplätzen und den Handlungen. Diese Linien erhalten eine Nummer, fortlaufend. Für jede Nummer gibt es eine Karteikarte, die genauer beschreibt, was es mit der betreffenden Linie auf sich hat. Wenn Sie die Karteikarten jetzt der zeitlichen und logischen Abfolge ordnen (so werden auch Rückblicke an die richtige Stelle gesetzt), haben sie ein sehr gutes Konzept, dass Sie nur noch mit Futter versehen müssen und schon ist Ihre Geschichte geschrieben.

3.  Wörtersummen

Es gibt eine sehr gute Methode, sich über Zusammenhänge klar zu werden und vor allem als Autor seine eigene Botschaft zu erkennen und im Blick zu behalten. Errechnen Sie „Wörtersummen“. Diese Methode beginnt mit einem Brainstorming. Schreiben Sie 10 Wörter auf, die Sie mit Ihrer Hauptfigur verbinden. Diese 10 Wörter gebe ich Ihnen als Beispiel vor, damit Sie sich ein Bild von dieser Methode machen können:

Nehmen wir an, Ihre Hauptfigur ist ein Mann, der ein Mädchen beeindrucken will. Leider stottert er.

Mann

stottern

verliebt

Pickel

Konkurrenz

Motorrad

Musik

Angst

Muttersöhnchen

verklemmt.

Diese 10 Wörter sind wahllos gewählt. Jetzt werden die beiden ersten addiert, d.h. zusammengefasst. Mann + stottern = Mitleid. Sie können selbstverständlich eine andere Summe ermitteln, Wörter zu addieren ist subjektiv, es gibt kein richtiges und kein falsches Ergebnis. So gehen Sie mit den restlichen 8 Wörtern auch vor. Dadurch erhalten Sie 5 Summen. Sie können, wenn Sie wollen, weiter zusammenfassen, aber auch die 5 Summen als wichtige Stoffinformationen notieren. Spielen Sie diese Methode für alle Figuren und Handlungen durch. Danach sortieren Sie, vielleicht mit der Wäscheleine und haben einen tieferen Bezug zu Ihrer eigenen Prämisse als vorher.

Jeder hat ein eigenes System

Sie können die oben beschriebenen Techniken selbstverständlich auch kombinieren. Jeder Autor hat ein individuelles System. Doch jeder sollte eins haben, denn sonst verkommt die Schreibe zu einem Monolog, der in der Gefahr steht, langweilig zu werden oder egozentrisch zu wirken. Wir dürfen nicht vergessen, dass unser Gehirn von uns ein wenig an die Leine genommen werden sollte, wenn die Pferde nicht mit uns durchgehen sollen. Das können wir mit der Ordnung im Kinderzimmer vergleichen. Eltern sollten ihren Kindern keine spezielle Ordnung aufzwingen. Doch sie sollten den Kindern abverlangen, dass es eine Ordnung gibt. Wenn das Kind partout seine Bausteine nicht nach Hersteller sondern nach Farbe sortieren will, ist das in Ordnung. Wenn alles wild durcheinander liegt, ist das kein kreatives Chaos. Es ist Gedankenlosigkeit, die böswillige Zungen als Faulheit bezeichnen würden.

Testen Sie die Vorschläge aus und berichten Sie mir von Ihren Erfahrungen, ich bin gespannt.

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Fünf Tipps, die das berufliche Autorenleben erleichtern

Das Leben als Autor ist frei, unabhängig, kreativ und immer spannend. So sehen es die, die eine geregelte Arbeit haben, Urlaubsgeld beziehen und sich einen Krankenschein nehmen können. Wir Schreiber wissen, dass unser Beruf auch Schattenseiten hat. Es ist nämlich gar nicht so leicht, seinen Tag selbst zu strukturieren, seine Krankenversicherung zu bezahlen und kreative Hänger zu überwinden. Der innere Schweinehund will Tag für Tag überwunden werden, Familie und Freunde zerren an uns, wenn wir gerade einen guten Lauf haben und der Umgang mit Absagen und schlechten Rezensionen zerrt an den Nerven. Ich persönlich bin ein Mensch, der ganz gern Sicherheit empfindet. Sicherheit in privater und finanzieller Hinsicht. Das ist als Autor nicht selbstverständlich. Deshalb habe ich mir ein persönliches „Netz“ gebaut. Fünf Aspekte möchte ich nicht missen, um meinen Beruf weiter auszuüben. Der eine oder andere mag kein Sicherheitsnetz brauchen und viele meiner Kollegen haben vielleicht bessere oder andere Netze. Ich stelle meines hier vor, als Anregung, nicht als Anleitung. Sie beziehen sich auf diejenigen unter uns, die das Schreiben als Beruf sehen. Für Hobby- und Freizeitautoren taugen diese Tipps nicht, obwohl ich auch den Hobbyschreibern viel Achtung zolle und sie nicht abwerten möchte. Aber es macht eben einen Unterschied, ob finanzieller Druck im Spiel ist oder nicht.

  1. Self-Management

Es gibt Dinge, die erwarte ich einfach von mir. Dazu gehört, dass ich meine Ideen in korrekte Exposés bringe und an Redaktionen verschicke. Nach der Regel „Aktion bringt Reaktion“ kann ich so regelmäßig Feedback von Branchenkennern bekommen und merke, was derzeit auf dem Markt geschieht, was gefragt ist und was nicht. Und ich lerne neue Kontakte kennen, die mir in jedem Fall Impulse für meinen Weg geben. Manchmal kommt sogar ein Buchvertrag dabei heraus. Mir hilft es, mich auf eine ganz bestimmte Anzahl an Outputs pro Monat zu verpflichten. Egal, ob es nur ein Exposé pro Monat ist oder ob es mehr sind, in jedem Fall bekomme ich so regelmäßig etwas zurück.

2. Zeitplanung

Viele Autoren haben noch einen Brotberuf, eine Familie und ein Privatleben. Da kann das Schreiben schon mal zu kurz kommen. Um mich davor zu schützen, plane ich die Schreibzeit ein wie die Arbeitszeit oder den Kinobesuch. Das mag manchen zu streng erscheinen, aber so sichere ich mir einen freien Kopf, wenn ich nicht schreibe und die Garantie, dass das Schreiben stattfindet. Mit dem Mittel der Zeitplanung habe ich eine Art von Selbstverpflichtung, auf die ich mich verlassen kann.

3. Publikum kennen und nutzen

Es gibt viele Möglichkeiten, sich für das Schreiben bezahlen zu lassen. Ich nutze gern die Chance, Vorträge zu halten oder Lesungen anzubieten. Auch Kurse zum Thema Schreiben können angeboten werden. Die eigene Tätigkeit in einer Gruppe von Menschen darzustellen ist eine Ermutigung und hilft dabei, sich zu entwickeln. Sprache gehört nicht hinter verschlossene Türen. Alle Menschen brauchen Kommunikation und dafür brauchen Sie Sprache. Die Begegnung mit Publikum über die eigene Leserschaft hinaus hilft mir, immer wieder gegen Frustrationen anzugehen und den Wert meiner Arbeit auch dann zu erkennen, wenn die Euros mal gerade nur spärlich fließen. Wie ein Politiker muss ein Autor an der Basis bleiben, um seine Arbeit gut ausführen zu können.

4. Sich belohnen

Sich selbst zu belohnen, wenn ein Text gut gelungen ist, ist eine Form der Selbsterziehung. Wenn wir uns vermitteln, dass jeder Arbeitsabschnitt mit einem Saunabesuch, einem Kinofilm oder einem tollen Buch belohnt wird, werden wir unabhängiger von den Meinungen anderer. Und wenn unser Gehirn weiß, was es für die schwere Arbeit als Belohnung gibt, sind wir einfach motivierter, am Ball zu bleiben. Wie ein Politiker muss ein Autor an der Basis bleiben, um seine Arbeit gut ausführen zu können.

5. Rechte wahrnehmen

Autoren sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Immer wieder treffe ich in meinen Kursen auf Autoren, die es versäumen, ihre Tantiemen einzufordern. Es ist wichtig, sich bei der VG-Wort zu melden. Ebenso wichtig sind die Eintrittsgelder oder Honorare bei Lesungen etc. Wir sind Künstler. Das bedeutet nicht, das wir Essen und Trinken gratis bekommen. Wir sind keine Menschenbeglücker, wir leisten eine wertvolle, auch geldwerte Arbeit. Wenn wir unsere Arbeit ernst nehmen, werden wir auch Respekt erhalten.


Meine Empfehlung: Autorentraining – für alle, die noch besser werden wollen

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Warum dein bester Freund nicht dein Testleser sein kann

Wir Autoren arbeiten recht einsam. Es gibt selten Arbeitsgruppen, die gemeinsam an einem Werk arbeiten. Das macht unsere Arbeit einerseits reizvoll, auf der anderen Seite aber wünschen wir uns auch Feedback, um unsere Selbstzweifel zu besiegen oder um einfach eine neue Orientierung oder Ermutigung zu bekommen. Wenn wir etwas geschrieben haben, möchten wir auch wissen, wie es beim Leser ankommt. Wir brauchen Testleser. Doch unsere Familie und Freunde oder gar unser Partner eigenen sich für diese Aufgabe ganz und gar nicht. Warum nicht?

  1. Wer uns gut kennt, liest oder hört unseren Text mit all den Informationen, die er über uns hat. Er merkt nicht, wenn Gedankengänge nicht ausgereift sind oder Prämissen nicht klar definiert sind. Ein Testleser, der uns kennt, hat viel zu viele Informationen, um den Text objektiv auf sich wirken zu lassen.
  2. Ein Mensch, dem wir sympathisch sind, wird immer Rücksicht auf unsere Gefühle nehmen. Das geschieht unbewusst und unmerklich. Deshalb wird die Kritik immer weniger ehrlich sein als die Kritik eines Fremden. Der fremde Testleser hat nicht den Autor im Blick, ihm geht es viel stärker und ausschließlich um den Text.
  3. Manchmal verwenden wir unsere eigene Alltagssprache in unserer Schreiberei. Das merken Bekannte und Freunde gar nicht, denn sie verwenden meist den gleichen Sprachcode. Ob der sich aber für Veröffentlichungen eignet, ist manchmal fraglich.
  4. Wir könnten übersehen, dass der gute Freund oder die Partnerin unseren Text nur aus Gefälligkeit lesen. Detailfreude und erhöhte Aufmerksamkeit dürfen wir dann nicht erwarten.
  5. Der wichtigste Grund ist aber noch ein anderer: Beruf und Privatleben sollten getrennt bleiben. Ein Autor ist auch ein Mensch, der sich von seiner Arbeit erholen muss. Und eine Freundschaft ist keine Arbeitsgemeinschaft. Es ist einfach gesünder, nach der Arbeit frei für private Dinge zu haben. Das nennt man eine gesunde „Work-Life-Balance“. Wer beruflich schreibt und privat seine Arbeit diskutiert, wird merken, dass er viel zu wenig Ausgleich hat. Es ist sinnvoller, sich seine Kritiker auf der beruflichen Ebene zu suchen. Hier gibt es Communities und Foren, die diese Arbeit zu erledigen helfen können. Also sollte der Autor schreiben, Kritik einstecken, sich eine blaue Nase holen und dann nach Hause (ins Privatleben) gehen und den Feierabend mit anderen Themen verbringen. So erhält er die notwendigen Streicheleinheiten und immer neue Inspirationen.

Diese und andere Tipps gibt es im Autorenkalender 2016, jetzt für 15,90 € bestellen und das Porto sparen!

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Fünf Tipps für das tägliche Autorentraining

Gerade die Autoren, die noch zusätzlich einem Brotberuf nachgehen, haben oft Probleme, sich täglich Zeit für ihr Schreiben zu nehmen. Mit den folgenden Tipps kann es gelingen, zumindest seine täglichen Lockerungsübungen in Sachen Sprache zu machen. Dabei ist selbstverständlich der beste Weg, sich jeden Tag an sein Werk zu setzen und mindestens eine Normseite zu schreiben. Doch das ist einfach in der Praxis nicht immer möglich. Aber den Wortschtz zu erweitern und aktiv zu halten geht auch an der Bushaltestelle oder beim Zähneputzen. Machen Sie den Versuch.

1. Wörter finden

Das Alphabet eignet sich hervoragend zum Üben beim Zähneputzen. Nehmen Sie sich für jeden Tag etwas Neues vor. Verben, die eine Bewegung darstellen, Adjektive, die Gefühle beschreiben usw.

Bsp.: Verben, die mit Kreativität zu tun haben

anstreichen

bemalen

c….

dekorieren

emaillieren

flechten

2. Drabbles schreiben

Drabbles sind kurze Geschichten aus exact 100 Wörtern. Wer morgens beim Aufstehen schon anfängt, kann bestimmt abends ein Erfolgserlebnis verzeichnen. Hier gibt es die Kurzanleitung 

3. Vergessene Wörter verwenden

Es gibt immer wieder Wörter, die quasi aus der Mode kommen. Dazu gehören Schlund, Göre, sich geziemen oder auch chaperonieren. Nehmen Sie sich einfach ein vergessenes Wort vor und bauen Sie es in Ihre Alltagskommunikation ein. Sie retten dabei ein sterbendes Wort und vergrößern Ihre Flexibilität und Ihren Wortschatz.

Tipp: Das Lexikon der bedrohten Wörter.

4. Lektor spielen

Lesen Sie Zeitungsartikel beim Frühstückskaffee mit einem Korrekturstift in der Hand. Kürzen Sie die Texte und streichen Sie alles, was Sie für überflüssig halten. Das ist zwar nicht fein, aber hilfreich für den eigenen Stil.

5. Wettbewerbe motivieren

Nehmen Sie an Wettbewerben teil. Selbst Wettbewerbe, bei denen keine großen Preise zu gewinnen sind, motivieren. Sie haben eine Deadline und müssen sich daran halten, ganz egal, ob der Rasen gemäht oder die Wäche gebügelt werden muss. Und zudem bieten diese Angebote Aufgaben, die Sie sich wahrscheinlich niemals selbst gestellt hätten.

Autorenkalender 2017

Er enthält alles, was einen Autor interessiert. Stilfragen, Schreibtipps, Autorentermine und Portraits über Schreibende bieten kurzweilige und spannende Begleitung durch das Jahr.

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Der Preis für den Kalender mit Ringbindung und viel Platz für eigene Notizen beträgt 15,90 €.

Jetzt und nur bis zum 6.12.15, 23.59 Uhr, gibt es als Überraschung noch einen Postkartensatz gratis dazu.

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Ein Postkartensatz besteht aus 5 Postkarten in verschiedener Sortierung, mindestens 3 Motive.

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Kleine Übung zum Wochenende

Sie wollen schreiben, wenn Sie Schreiber sind. Und Sie müssen auch schreiben. Es kann aber vorkommen, dass man einfach keinen Anfang, keine Idee findet. Wer sich wünscht, aus seinem eigenen Kopfkino auszusteigen und eine bisher völlig neue Idee zu finden, der kann die folgende Übung anwenden:

Man nehme das Wort Sauerstoff (oder ein anders beliebiges Wort, mit dem man auf den ersten Blick keine Story verbindet)

Frei und ohne Ratio werden jetzt 15 Wörter aufgeschrieben.  Das sieht in meinem Beispiel so aus. Bitte zensieren Sie sich nicht selbst, lassen Sie alles zu, was Ihnen in den Sinn kommt.

Sauerstoff

Natur

Tier

Leben ….

Im zweiten Schritt werden Begriffe zu jeweils zwei der Wörter gebildet.

Also: Sauerstoff und Natur > Umweltschutz (nur ein Beispiel)

Sie erhalten 8 neue Wörter, die Sie wieder auf die gleiche Art bündeln. Das ergibt vier neue Wörter, schließlich haben Sie noch 2 und zum Schluss ein einziges Wort.

Ihre Liste hat also jetzt 31 Wörter. Schreiben Sie eine Überschrift und etwa 5 Zeilen Text. Diese kleine Übung dient dem Autor dazu, von sich selbst überrascht zu werden.

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Schreiben Sie doch mal wie die alten Griechen

Kleine Stilkunde
Sicher ist der Stil eines Autors frei und das soll auch so bleiben, denn nur durch eine lebendige Sprache kann sich die Gesellschaft entwickeln. Noch vor wenigen Jahres das Denglisch verpönt. Wörter wie geil waren undenkbar. Diese und andere Neuerungen der Sprache haben sich inzwischen sogar im Duden einen Platz erobert. Das ist auch richtig. Sprache lebt. Wir sprechen nicht mehr Latein oder althochdeutsch wie unsere Vorfahren. Dennoch gibt es allgemeine Stilregeln.

Ein Autor sollte sie in seinem Repertoire haben. Wissen schadet einem Text nicht. Darüber hinaus entwickelt aber jeder, der schreibt, im Laufe der Zeit seinen eigenen Stil. Er ist das Ergebnis intensiven Trainings. Niemand sollte Schiller oder Goethe, Thomas Mann oder John Irving werden. Doch wer regelmäßig schreibt, hat Chancen darauf, selbst eines Tages in einer Reihe mit den genannten Autoren zu stehen. Schreiben ist der einzige Weg, seinen Stil zu finden. Theorie ist hier weit weniger wert als Praxis. Und wenn Sie sich heute ans Schreiben setzen, beachten Sie doch einfach einen kleinen Stilhinweis, mehr nicht. Nutzen Sie diesen Hinweis aber erst während Ihrer Überarbeitung . Unterbrechen Sie Ihren Schreibfluss nicht.

Jetzt geht es los mit der heutigen Trainingseinheit, betrachten Sie sie als Spiel und haben Sie Freude daran!

Es gibt einen Textfluss, der sich besonders durch Abwechslung in der Satzlänge zeigt. Achten Sie darauf, einen langen und zwei kurze Sätze abzuwechseln. Oder wählen Sie einen anderen Rhythmus. Leider wird der Rhythmus in einem Prosatext oft vernachlässigt, so dass Texte schwerfällig oder eintönig werden. Das macht das Lesen selbst zu einer Freude für den Leser. Diese Art, Texte zu verfassen, stammt aus der Dichtung. Schon die alten Griechen verfassten ihre Werke rhythmisch und erreichten so einen hohen Genuss bei Vorträgen.

Die Dichtungen des Homer waren in Daktylen und Spondeen verfasst. Das griechische Wort Daktylos bedeutet Daumen. Das Versmaß war den Gliedern des Daumen entsprechend für die Silben lang – kurz- kurz. Versuchen Sie es. Testen Sie, ob Ihre Texte dadurch gewinnen. Statt auf Silben beziehen Sie diese Angabe auf die Länge Ihrer Sätze. Oder testen Sie ein anderes Versmaß aus. Spondeen sind übrigens Daktylen, in denen die beiden kurzen Silben (oder hier: Sätze) durch eine lange ersetzt werden. Es handelt sich um einen Bruch, der Eintönigkeit vermeiden soll.

Ein Hexameter besteht demnach aus sechs Daktylen. Ihr Text würde wie folgt aussehen:
__ – – / __ – – / __ – – / __ – – / __ __ / __ – – . Im fünften Segment findet sich ein Spondeus. Dieser Text ist übrigens bis auf wenige Abweichungen im vorgeschlagenen Rhythmus geschrieben. Machen Sie kein Dogma aus diesem Hinweis. Finden Sie Ihren eigenen Stil! Manchmal macht es einfach Freude, einen Text hinsichtlich seines Versmaßes zu überarbeiten. Und wenn Sie sich diesen Text laut vorlesen, werden Sie hören können, dass Sie Musik geschrieben haben.

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Schreiben ist das Ergebnis von Wahrnehmung

Um zu schreiben, brauchen wir in erster Linie unsere Sinne. Wer nicht hören, sehen, schmecken oder fühlen kann, wird sicher nicht gut schreiben. Wir Autoren verarbeiten unsere Eindrücke und bringen sie in veränderter, neu kombinierter Form, wieder nach außen. Damit können wir die Leser berühren. Deshalb bedeutet Fitness für den Autor, dass er seine Sinne schützt und schärft. Der zweite Schritt ist das Benennen der gewonnenen Eindrücke. Je mehr Wörter einem Schreiber zur Verfügung stehen, umso klarer kann er zum Leser transportieren, was er sagen will. Der Wortschatz des so genannten normalen Menschen wird durchschnittlich immer kleiner. Hatte Goethe noch etwa 30.000 Wörter zur Verfügung, werden dem Normalbürger heute etwa 8000 Wörter zugetraut. Und das, obwohl wir viele Begriffe aus der Wissenschaft und aus anderen Sprachen entlehnt haben. Wir Autoren sind die, die die Wörter schützen. Wir erhalten die Vielfalt der Wörter. Aber wir können auch neue Wörter kreieren, denn die Sprache ist lebendig und so soll es bleiben. In diesem Sinne startet hier ein kleiner Wettbewerb.

Die folgende Szene braucht kreative Köpfe, um umformuliert zu werden.

Ein junger Autor sitzt mit der Idee für einen Krimi vor dem PC. Ihm will der erste Satz einfach nicht einfallen. Plötzlich beschließt er, genau mit dieser Situation zu starten. Der Satz „Ich sitze hier und will einen Krimi schreiben aber mir fällt der Anfang nicht ein.“ ist ein simpler Anfang. Schreiben Sie ihn um und schicken Sie mir Ihre Vorschläge, damit Sie auf diesem Blog veröffentlicht werden können.

Autorentraining von TextTime – Der Push für die Wahrnehmung

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