Twitter für Ihr Autoren-Marketing

Weiter geht´s mit dem Autorenmarketing. Sicher haben Sie jetzt Ihre Landingpage fertig und es kann ans fröhliche Verteilen im Netz gehen. Hierbei gibt es zahllose Möglichkeiten. Facebook, Twitter und Co. sind dankbare Abnehmer für jede sinnvolle und weniger sinnvolle Marketingstrategie. Twitter ist bei Autoren sehr beliebt. Doch Vorsicht Falle! Gerade bei Twitter spielt es eine große Rolle, nicht nur auf bloße Zahlen (Follower, Traffic) zu schauen, sondern auch genau zu analysieren, was Ihnen Ihr Twitter-Marketing einbringt. Twitter kann sehr gemütlich werden. Die große Twitter-Familie ist bestens geeignet, uns Schreiber von der Arbeit abzulenken. Das Gefühl, kollegiale Freundschaften zu pflegen, entsteht schnell. Das ist ein großer Vorteil für das Gefühl und gegen das Allein-Sein. Für das Marketing ist es ein Nachteil. Bevor Sie sich entschließen, Twitter in Ihr Marketing einzubauen, sollten Sie unbedingt festlegen, wie viel Zeit Sie auf Twitter verbringen wollen. Marketing ist nur sinnvoll, wenn es auch zu Umsatz führt. Planen Sie insgesamt fünf Stunden Marketing pro Woche, zumindest für den Anfang ein. Sie brauchen Zeit, um Ihr Blog zu füllen und um Pressemeldungen zu verfassen. Dazu kommt unter Umständen Marketing im realen Leben und das SNM. Hierfür bleiben dann etwa 3 Stunden wöchentlich. Wenn Sie neben Twitter noch zwei weitere Dienste nutzen wollen, dann sind Sie bei Twitter mit einer Stunde dabei. Das ist wirklich nicht viel. Dieser Nachrichtendienst ist so spannend, witzig und aufregend, dabei so freundlich und kommunikativ, dass man sich sehr gut festlesen kann. Fragen Sie sich also nach der Nutzung von Twitter immer: Arbeite ich jetzt oder genieße ich meine Pause. Machen Sie sich nicht vor, das schadet Ihrem Erfolg.

Bei Twitter gilt die Grundregel:

90 Prozent Content – 10 Prozent Eigenwerbung

So erarbeiten Sie sich einen spannenden Account, dem bald viele folgen werden.

Auf Twitter posten Sie nicht nur Ihre eigenen Nachrichten. Eines der Erfolgsrezeote auf Twitter ist das Retweeten.

Retweeting

Bei dieser Methode nehmen Sie die original Twitter Nachricht, die jemand anders gepostet hat, und senden sie an Ihre eigenen Follower. Wenn Sie retweeten, werten Sie den Autor der originalen Nachricht auf. Sie denken nun vielleicht, das nützt nur dem Urheber der Message, aber Retweeting kann Ihnen genauso nützlich sein, denn:

  1. Es versorgt Ihre Follower mit wertvollen Infos. Und wenn Sie ihnen einen Mehrwert liefern, machen Sie sie glücklich. Dies ist auch ein Weg, mehr Follower anzuziehen. Inhaltlich gute Informationen war schon immer eine hervorragende Methode, ein Business aufzubauen, ganz gleich, welche Plattform man dazu verwendet.
  2. Sie machen sich einen Namen. Wenn Sie Leser zu einer Quelle leiten, deren Informationen wirklich relevant und hilfreich für sie sind, wird das Vertrauen in Ihre Person gesteigert.
  3. Es hilft, die Beziehungen zu den originalen Postern (d.h. den Urhebern) aufzubauen. Den Content von jemand anderem zu retweeten ist ein Akt der Freundlichkeit, für den sich der größte Teil der Blogger in gleicher Weise dankbar zeigt. Sie dürfen zwar nicht unbedingt erwarten, dass jemand Ihre Nachricht weiterleitet, nur, weil Sie es mit seiner getan haben.

Aber Ihre Chancen steigen, wenn Sie retweeten.

Retweeting bedeutet, Mehrwert für Ihre Follower liefern. Wenn Sie also wollen, dass andere Ihre Posts retweeten, dann sorgen Sie dafür, dass Sie sie auch mit Qualitäts-Content versorgen, der es wert ist, herumgereicht zu werden.

Retweeting ist grundsätzlich ein großartiger Weg, Ihrer Twitter Page Qualität und Wert hinzuzufügen. Wenn es richtiggemacht wird, hilft Retweeting, Ihre Follower zu informieren, Ihnen sich einen Namen zu machen, Ihren Traffic zu erhöhen und mit anderen wichtigen Leuten Ihrer Nische in Verbindung zu kommen.

Seien Sie aber vorsichtig, denn falls Sie Retweeting unkorrekt verwenden, kann es Ihren Namen und Ihren zukünftigen Traffic beschädigen. Behandeln Sie Ihre Follower wie Gold. Leiten Sie sie niemals auf ungeeignete Websites oder spammen Sie sie mit einer Verkaufsbotschaft nach der anderen voll.

Denken Sie immer daran: Sie müssen dafür sorgen, dass sie mögen, was Sie zu sagen haben. Dann folgen Sie Ihrem Lead. Wenn Sie dann etwas empfehlen, bekommen Sie auch immer die Resultate, die Sie wünschen.

Wenn Sie noch keine Erfahrungen mit Twitter gemacht haben, versuchen Sie es einfach. Es macht viel Freude und geht locker von der Hand. Richten Sie Ihr Profil sorgfältig ein. Zeigen Sie, dass Sie Autor sind und stellen Sie sich kurz vor. Auch ein Hinweis auf Ihre Autorenseite oder Ihre Bücher darf nicht fehlen. Und lassen Sie in jedem Fall die Finger von allzu automatischen Tools. 08/15 Begrüßungen für neue Follower oder automatisches Folgen und Entfogen können ratsam sein, der Königsweg ist aber gerade für Twitter die persönliche und individuelle Gestaltung des Accounts.

 

Wenn Sie mehr über das Twitter-Marketing erfahren wollen, dann lesen Sie

Twitter-Marketing Strategien bei TextTime. Die ersten 30 E-Book-Downloads sind kostenfrei! Also schnell sein und zugreifen.

TIPP:

Marketing-Workshop

Wer sein Buch und damit auch seine eigene Arbeit vermarkten will, braucht eine wirksame Strategie. Darüber hinaus sollte er über ausreichend Fachwissen in der Welt der sozialen Medien verfügen.

Einen Kurs im Marketing für Autoren gibt es im März in der Bücherstadt Leipzig. Parallel zur Buchmesse Leipzig vom 15. bis 18. März 2018 findet der Kurs:

„Nun lies doch endlich mein Buch!“

statt.

Inhalte sind:

  • Grundbedingungen des klassischen Marketings
  • Kreatives Marketing
  • Multi Media Marketing
  • Social Network Marketing
  • Werbespychologie
  • Werbestrategie

Jeder Teilnehmer hat am Ende des Workshops seine eigene Strategie erstellt und wird drei Monate lang weiter betreut, damit die Strategie auch auf einen guten Weg kommt.

Termin: 14. März 2018, 10 bis 20 Uhr (einschließlich Pausen für Mittagessen und Abendbrot)

15. und 16. März 2018, jeweils 10 bis 15 Uhr

Kosten: 85,00 €, Besucher der Buchmesse zahlen gegen Vorlage Ihres Tickets 65,00 €

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Durchführung:

Stefanie Glaschke, psychologische Beraterin (Dipl. IAPP) und Buchautorin

Coachingerfahrung in den Bereichen Zeitmanagement, Strategie und Vision seit 1999

Bitte fordern Sie weitere Informationen hier an

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Autorenmarketing Teil 2 – Qualität vor Quantität

Nachdem die Landingpage fertig ist, müssen noch Besucher auf die Seite gelockt werden. Autoren haben und nutzen dafür die sozialen Netzwerke. Hier stehen die Nachrichtendienste und die Communitys ganz hoch im Kurs. Doch Vorsicht: Marketingexperten unterscheiden zwischen unterschiedlichen Qualitäten der Besucherzahlen.

Besucher ist nicht gleich Besucher

Da gibt es den Traffic, dem immer noch viele hinterherlaufen. Je höher die Besucherzahl, umso größer der Erfolg. Das ist nur bedingt richtig. Denn die Besucher sollen zu Lesern werden, sonst sind sie aus Sicht des Marketings wertlos. Wirklich wichtig sind die sogenannten warm Leads. Das sind Besucher, die entweder das beworbene Buch kaufen oder aber ihre Daten hinterlassen, damit sie später direkt angesprochen werden können. Diese warm Leads ermöglichen weitere Interaktionen. Sie werden zu Kontakten. Dabei geht es nicht um die Einbahnstraßenkontakte, in denen sie alles lesen, was der Autor postet. Diese Kontakte gehören eher in die Gruppe „Fans“. Sie sind wichtig und tun dem Autor gut, doch mit den Verkaufszahlen des Buches haben sie nur wenig zu tun. Aus diesem Grund können auch kleinere Accounts bei Twitter oder FB etc. bessere Ergebnisse erzielen als große. Beim Autorenmarketing kommt es nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an. Das ist nicht bei allen Nutzern des Internets gleich. Google zum Beispiel braucht die Quantität, weil Daten als Wertschöpfung gesehen und deshalb gesammelt werden. Autoren brauchen Daten aber nur ganz ziegerichtet. Wir analysieren sie nicht, verkaufen sie nicht und nutzen sie nur, weil wir den Menschen, der hinter den Daten steht, ansprechen wollen. Wir wollen keine Schwarmintelligenz bedienen, dafür haben wir das falsche Produkt. Leser sind individueller als Verbraucher im Allgemeinen. Deshalb ist es für Autoren von großer Bedeutung, mit jedem einzelnen Posting vor Augen zu haben, dass Leser gewonnen werden sollen.

Regelmäßige Werbung erzielt höhere Effekte

Hier zählt die Beharrlichkeit. Wer schreibt, sollte sein Buch immer im Fokus seiner Marketingbemühungen haben. das Werk muss jeden Tag erscheinen. Hierbei hilft ein fester Zeitplan. Damit die Nachrichten nicht langweilig werden, können verschiedene Formulierungen gewählt werden. Beginnen wir bei Twitter, dem Kurznachrichtendienst. Jeder Autor sollte mindestens zehn Tweets im Vorfeld formulieren, die zu seinem Buch passen. Diese Tweets können dann abwechselnd gesendet werden. Allerdings wird es schnell langweilig, wenn nicht auch andere Nachrichten vom Autor kommen. Deshalb: Bauen Sie ein inhaltliches Umfeld für Ihr Buch. Viele raten dazu, das eigene Arbeitszimmer, die eigenen Haustiere und die Zahnarztbesuche zu posten. Als das neu war, war es gut. Doch inzwischen reiten so viele Autoren auf dieser Welle, dass es keinen Reiz mehr bietet. Probieren Sie neue Wege aus.

Stellen Sie Ihr Buch in einem größerem Zusammenhang dar

Wenn Sie ein Buch über einen Mord geschrieben haben, zeigen Sie sich als Mordexperte. Wer einen Liebesroman verkaufen will, kann mit Meldungen aus dem Bereich Liebe/ Partnerschaft punkten. Ihre Botschaft lautet: Ich kenne mich mit dem Thema aus, mein Buch ist lesenswert! Stellen Sie zuerst die Meldungen so zusammen, dass Sie sie für mindestens einen Monat nutzen können, also keine „Eintagsmeldungen“. Dann erstellen Sie einen Plan für die Postings.

Nutzen Sie Hilfsdienste

Sie können hierfür auch Dienste wie „Buffer“ nutzen. Dieser Dienst postet Ihre Nachrichten automatisch, nachdem Sie sie einmal eingegeben haben. Die kostenlose Version ist für Anfänger durchaus brauchbar. Sie selbst sollten nicht öfter als einmal am Tag nachschauen, ob es Nachrichten oder Interaktionen gibt, die Sie beantworten müssen. So haben Sie viel mehr Zeit zum Schreiben des neuen Werks. Leider verbringen viele Autoren zu viel Zeit mit den sozialen Medien.

Fassen wir noch einmal zusammen:

  1. Autoren brauchen eine hohe Qualität ihrer Seitenbesucher.
  2. Postings über ein Buch sollten dem inhaltlichen Kontext des Buches entstammen.
  3. Die Werbebotschaften sollten nach einem festen Zeitplan erfolgen.
  4. Ein teilautomatischer Dienst, der nach einem festen Zeitplan Nachrichten sendet, spart Zeit.

Im März wird es übrigens einen Workshop zum Autorenmarketing geben, der sich an die Besucher der Buchmesse richtet.

Besuchen Sie auch TextTime.de, um die vielen Angebote rund um das Schreiben kennenzulernen.

Der nächste Beitrag behandelt das Thema „Communitys als Merketinginstrumente“.

Vielen Dank fürs Lesen und eine gute Zeit!

Übrigens beschreibt dieser Artikel den Aufbau einer Landing Page – für alle die, die ihrem Buch noch keine gebaut haben.

Marketing für Autoren – Die Landingpage

Wie versprochen ist hier der erste Beitrag zum Thema Autoren-Marketing. Beginnen wir doch mit der Landingpage. Sie bezieht sich weniger auf den Autor selbst als vielmehr auf sein Buch. Jedes Buch kann eine eigene Landingpage bekommen. Was genau ist eine Landingpage? Kurz und knapp: Eine Seite im Internet, die auf ein Produkt verweist und dazu dient dass der Leser entweder seine Daten hinterlässt oder eine Bestellung tätigt. Gerade als Self-Publisher sollten Sie Ihrem Buch einen tollen Start schenken. Eine Landing Page ist der erste und der effektivste Schritt.

Eine Landing Page will motivieren

Im Klartext heißt das, der Besucher bestellt das Buch oder er will zumindest mit dem Autor im Kontakt bleiben (was spätere Bestellungen ermöglicht).

Bevor Sie damit beginnen, Ihre Landing Page für Ihr neues Buch zu gestalten, sollten Sie sich das oben genannte Ziel vor Augen halten. Anders als mit Blogbeiträgen oder Presseberichten geht es hier nicht nur um Information, sondern um Motivation des Empfängers. In der Fachsprache heißt das „call to action“.

Landing Pages sind wirksam

Aus diesem Grund erhält der Besucher einer Landingpage keine Links auf andere Seiten. Eine Navigation ist ausgeschlossen. Alles, was Ihr Besucher über Ihr Werk wissen soll, zeigen Sie ihm auf der Landingpage. Er soll das Gefühl bekommen, dass er keine weiteren Infos mehr braucht, um den Bestellbutton zu klicken oder seine Daten einzutragen. Manchmal erkennt er nicht einmal, bei welchem Autor er gelandet ist. Dadurch ergibt sich, dass die Landing Page nicht mit Ihrer Corporate Identity übereinstimmen muss.  Sie werben mit Ihrem Buch, nicht mit Ihrer Person.

Landingpage als logische Verkettung

Die Landingpage ist nach einem einfachen Modell aufgebaut. Der Abschnitt benennt das Problem, dass der Leser durch Ihr Buch lösen kann. Das liegt bei Ratgebern meist auf der Hand, doch auch Belletristik erfüllt diese Bedingung. Der zweite Abschnitt präsentiert die Lösung, die das Lesen Ihres Buches ermöglicht und der Schluss einer Landing Page zeigt, wie leicht die Lösung zu bekommen ist. Der Leser soll einfach Ihr Buch lesen/ bestellen, und schon ist die Lösung da. Eine Landingpage, die direkt zum Kaufangebot führt, wird übrigens auch Click-Through-Page genannt.  Bauen Sie die Landing Page für Ihr Buch also in der folgenden Reihenfolge auf.

  • Problem
  • Ihr Buch als Lösungsangebot
  • Weg zum Buch (Bestellung)

Landingpage attraktiv gestalten

Wenn Sie die Landing Page einsetzen wollen, um Daten Ihrer Leser für Newsletter etc. zu erhalten, gehen Sie den gleichen Weg wie oben. Bieten Sie in diesem Fall ein kleines Geschenk oder einen Rabatt als Weg zur Problemlösung an. Auf diese Art können Sie beispielsweise Adressen von Interessenten sammeln, die sich über Ihre Arbeit informieren lassen wollen. Wenn der Besucher den Call to action Button anklickt, kommt er seinem Ziel näher. Wer den Newsletter bestellt, erhält zum Beispiel sofort die aktuellsten Infos zum Thema, das Ihr Buch behandelt.

Landingpages sind konzentriert

Auf einer Landingpage geht es um das Ziel. Deshalb werden Hinweise auf andere Produkte (Ihre anderen Bücher etc.) vermieden. Bauen Sie die Landing Page für Ihr nach den folgenden Richtlinien auf.

  1. Korrekte Überschrift (5 bis 10 Wörter), damit die Landingpage von den Suchmaschinen gefunden wird
  2. Meta-Description für Google
  3. Überschriften, in denen die Keywords enthalten sind
  4. Wenig Text, klare Formulierungen, keine Links oder Ablenkungen
  5. Wenige aber gute Grafiken und Bilder
  6. Share Buttons (Twitter, FB, Google+)
  7. Referenzen, wenn vorhanden
  8. Call to action Button

Hier finden Sie ein Beispiel für eine Landingpage. Wenn Sie eine Landingpage für Ihr Buch erstellen lassen wollen, nutzen Sie das Angebot von TextTime. Hier wird die Landingpage individuell für Ihr Buch für 45,00 € erstellt. Die Bearbeitungszeit beträgt nur 48 Stunden maximal.

Gewinner sind alle!

Moni (zer)matscht Mircos Mischbatterie in einer Müllpresse am Münchener Bahnhof aus Mangel an Zuwendung.

Toller Satz, liebe Renate, und herzlichen Glückwunsch zu deinem Gewinn. Gestern wurde die Kreativitätstechnik „Stadt-Land-Mord“ auf diesem Blog vorgestellt und viele schöne Sätze sind bei mir eingegangen. Die erste Einsendung wird mit dem Heft 1 des TextTime-Autorentrainings belohnt. Jede Einsendung hat ihren Reiz gehabt und gewonnen haben alle, die sich diese Momente der Förderung ihrer eigenen Kreativität gegönnt haben.

Wer noch eine Runde spielen will, sei herzlich eingeladen. Die Bedingungen bleiben wie bekannt. Unser heutiger Buchstabe ist das „S“.

Mein heutiges Thema ist das Social Network Marketing für Autoren. Dabei ist die Unterteilung in zwei Gruppen wichtig. Die Autoren, die über einen Verlag veröffentlichen sind in der einen Gruppe vertreten, die Self-Publisher in der anderen. Warum dieser Unterschied? Weil Verlagsautoren oft bereits im Marketingkonzept des Verlages mitbeworben werden. Hier muss die Corporate Identity des Verlages gesehen und berücksichtigt werden. SNM für Verlagsautoren ist ein ergänzendes Marketing. Der Self-Publisher dagegen hat die Freiheit und die Pflicht, seine eigene Corporate Identity aufzubauen. Sein SNM ähnelt dem eines kleineren Handwerkbetriebs. Die SNM-Welt ist umfangreich und wächst ständig. Sie besteht aus Nachrichtendiensten, Communitys und Publikationsmöglichkeiten. Jeder Autor ist gut beraten, wenn er seine Strategie wohl überlegt konzipiert, bevor er loslegt. Es reicht meist nicht aus, einen Twitter-Account und ein Facebook-Profil zu pflegen. SNM ist ein hochdifferenziertes Gebilde, dass ständig beobachtet und gepflegt werden muss, wenn es wirksam sein soll. Hier wird in den folgenden Beiträgen alles über Landingpages für Autoren, automatische Dienste und Profilpflege zu lesen sein, was ein Schreiber wissen muss, um seine eigene Strategie zu entwickeln. Wer heute schon nicht mehr abwarten will, nutzt das Autorencoaching  auf TextTime.de. Im März wird es übrigens einen Workshop zum Autorenmarketing geben, der sich an die Besucher der Buchmesse richtet.

Der nächste Artikel behandelt das Thema: Landingpages für Schreiber.

Wer ihn nicht verpassen will, abonniert die Beiträge dieses Blogs.

Stadt-Land-Mord

Über die vielen Feiertage hat mein Schreiben geruht. Allerdings bedeutet das nicht, dass ich nicht gearbeitet hätte. Vielmehr halte ich regelmäßiges Fördern der geistigen Kreativität für einen der wichtigsten Zeitvertreibe im Autorenleben. Aus diesem Grund habe ich mit meiner Familie Spiele gespielt, die einerseits Freude gemacht haben und auf der anderen Seite meine Ideenkiste 2018 bis zum Rand gefüllt haben. Das Spiel, das mir am meisten Ideen eingebracht hat, war „Stadt-Land-Mord“. Als Krimifan habe ich eine alte Idee aufgegriffen.

Gemäß den bekannten Regeln zum alten Kinderspiel „Stadt-Land-Fluss“ haben wir die Kategorien geändert in:

Stadt – Opfer – Tat – Waffe – Motiv – Fluchtfahrzeug.

So wurde Lisa in Luxemburg mit Lametta aus purer Lust die Luft abgeschnürt, bevor mein Mitspieler mit der Limousine getürmt ist.

Und Gregor wurde in Graz mit der ganzen Hand begrapscht, weil Gier meine Mitspielerin dazu getrieben hat. Sie flüchtete übrigens mit dem Großraumtaxi.

Bierernst haben wir die Regeln nicht genommen, wir wollten Spaß und sonst nichts.

Die Ergebnisse werde ich aufbewahren, wer weiß, welche Idee in einer meiner nächsten Geschichten Platz findet.

Der Vorteil der gezielten Förderung der Kreativität liegt darin, dass Ideen entstehen, die im Alltag oft nicht präsent werden oder schon vor ihrem Erscheinen wieder verdrängt werden, weil sie einfach nicht in den Lebenskontext passen. Diese Spiele sind nicht zielgerichtet. Das ist ein großes Plus.

Autoren brauchen Ideen und selbst bei den ganz Großen schient mir manchmal, dass sie in einer relativ begrenzten Spielfläche schreiben.

Kreativität wird auch mit den Synonymen „Einfallsreichtum“, Erfindungsgabe“ und „Produktivität“ im Zusammenhang gesehen. Hier können wir das breite Spektrum des Begriffs erkennen. Denn einen Einfall zu haben, muss noch lange nicht bedeuten, etwas zu erfinden. Die Produktivität ist ein Hinweis darauf, dass etwas entstehen soll. Für Schreiber geht es hier in erster Linie um Texte oder Storys. Wer Text produziert ist also kreativ. Allerdings ist nicht jeder Schreiber auch erfinderisch. Geniale Ideen wie die von Mariana Leky in ihrem Roman „Was man von hier aus sehen kann“ oder von Altmeister Walter Moers „Die Stadt der träumenden Bücher„. Auch das kleine Werk von Kafka „Die Verwandlung“ gehört sicher in diese Aufzählung.

Einfach mutig sein und Dinge zusammenbringen, denen auf den ersten Blick jeder Bezug zueinander fehlt, ist eine Freiheit, die sich Autoren nehmen dürfen und sollten. Vielleicht ist das ein guter Plan für die nächsten freien Tage.

Weitere Spielideen sind auf diesem Blog bereits im Beitrag „Leidenschaftliches Spiel ist exzellentes Lernen“,  vorgestellt. Und wer mehr Kreativitätsanregungen haben möchte, kommt mit dem Autorentraining auf jeden Fall in Schwung. Auch die Schokolinsen-Methode sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt.

Und für alle, die hier regelmäßig vorbeischauen, gibt es wieder einen kleinen Wettbewerb. Spielen wir Stadt-Land Mord, wie oben beschrieben. (Stadt – Opfer – Tat – Waffe – Motiv – Fluchtfahrzeug.) Der gewählte Buchstabe ist M. Der erste, der seinen Satz an mich sendet, bekommt das Autorentraining Heft 1 als pdf. kostenlos!

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Autorentraining auf Texttime.de – Hier gibt es weitere Infos sowie die Printversion und die digitale Version

Wer am Wettbewerb (siehe oben) teilnimmt, erklärt sich damit einverstanden, dass seine Lösung hier anonym veröffentlicht wird.

Schreiben ist auch „Mut zur Freiheit“

Immer wieder kaufe ich Bücher aus den Ramschkisten in den Warenhäusern oder auf den Tischen vor den Buchhandlungen. Auch alte Bestände aus der Bibliothek sind willkommene Beute für mich. Auf keiner Bestsellerliste, in keinem Marketingkonzept spielen sie noch eine große Rolle. Aber sie sind oft wertvoll, geistreich und zauberhaft zu lesen. Oft, nicht immer. Sie können wiederentdeckt werden. Und manchmal entfaltet sich ihr Wert und ihre Besonderheit erst auf den zweiten Blick.

Ich hab ein solches Buch in einer Bibliothek gefunden, für einen Euro gekauft und zuhause verschlungen. Der Grund? Die Sprache. Der Autor wechselt nicht nur zwischen den verschiedensten Perspektiven, er baut auch gekonnt Abwesende in das Geschehen ein. Dabei schreibt er auch noch zweisprachig, mit leichten Übergängen, die die englischen Passagen (für Anfänger mit Schulenglisch gut lesbar) einleiten. Da finden sich Tagebucheinträge, die sich wie Dialoge mit dem Protagonisten lesen, Visionen und Wirklichkeit verschwimmen. Er schafft es, eine bunte Gefühlswelt im Leser zu erzeugen. Dabei geht es nicht um Weichspülsprache. Ich habe mich manchmal vor der Hauptfigur, dem Ich-Erzähler geekelt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Lesezeit: Ein Wochenende, gefesselt zwischen der beschriebenen Erlebenswelt und der Fassungslosigkeit ob des schwarzen und bissigen aber feinsinnigen Humors. Und nicht ich allein bin begeistert von diesem Buch. Im Mai 2017 erschien Höhtkers „Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite“  als Taschenbuch, vollkommen verständlich.

Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite, Taschenbuch, 16,00 €

Frank Stremmer, PR-Mann auf dem Schleudersitz in einer dubiosen Finanzfirma, Wohnort Genf. Und auf dem Schleudersitz in seiner Beziehung mit Marion, die er seit Jahren auszutauschen erträumt. Welthass, Narzissmuss und Ignoranz zeichnen ihn aus. Ein wahres und doch zynisches Bild vom Leben mit dem Kapitalismus, der Selbstüberschätzung und der Orientierungslosigkeit.

Mich hat das Buch darauf hingewisen, dass es sich lohnt, Mut zu einer ganz eigenen Sprache, einem kreativen Stil zu zeigen. Über Grammatik und Rechtschreibung wurde und wird viel gesagt und geschrieben. Doch auch wahre Sprachkunstwerke können so entstehen. Da denke ich sofort an Marcel Proust, der in einem Band von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit  einen Satz mit 845 Wörtern untergebracht hat. Stil, Kunst oder einfach nur Spaß an der Sprache? Es muss nicht jedem gefallen, doch Experimente mit der Sprache verbessern die Geschmeidigkeit der eigenen Texte. Dazu zählen auch Drabbles oder das Verfassen von Limericks.

Mit dem Thema Sprache, Sprachkunst, Stil und Schreiblust befasst sich übrigens das Heft III des Autorentrainings von TextTime.

Wochenendgeschenk: Autorentraining – 12 Monate lang jeweils ein Trainingsheft mit 30 Übungsschritten.

ATRgratis1Nehmen Sie an der Sonderaktion vom 10.11.2017 bis zum 12.11.2017 teil. Bestellen Sie das Autorentraining komplett und vollkommen gratis. Ein Geschenk von TextTime an alle Besucher der Webseite. Schreiben Sie einfach eine Nachricht und erhalten Sie ab 1.12.17 regelmäßig das Autorentraining per pdf. in Ihr Postfach. Nach zwölf Monaten ist das Training beendet und verlängert sich nicht. 

Leseort im Schwarzwald – Lahr

Kann ich in Lahr einen Ort finden, an dem das Lesen ein besonderes Vergnügen bereitet? Und warum wurde die gute alte Stadtbibliothek in „Mediathek“ umgetauft? Werden hier die Bücher vielleicht durch elektronische Datenträger ersetzt? Diese Fragen habe ich mir auf meiner Reise zu bekannten und unbekannten Leseorten gestellt. In Lahr gelandet war ich zuerst sehr enttäuscht von der Lage und der äußeren Wirkung des Hotels. Aber sowohl der Service als auch die Innenausstattung ließen mich schnell merken, dass es sich hier um ein liebevoll geführtes Haus handelte, an dem ich mich mit meinen Büchern wohl fühlen würde. Allein die „Genuss Arena“ des Hotels und auch der Innenhof hielten bereits zahlreiche Leseecken bereit.

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Eine „Leseecke“ im Hotel

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Innenhof des Hotels 

Lesen wollte ich zum wiederholten Mal „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood. Und es sah gut aus. Gemütlichkeit jedenfalls und Ruhe fand ich im Hotel ausreichend. Den Roman habe ich auch verfilmt mehrere Male gesehen. Ich finde schade, dass der Roman als Roman einer Generation gilt. Letztlich ist es ein hochaktuelles und brisantes Buch, das zum Glück wieder in die Medien gerät. Der Film wurde übrigens von Volker Schlöndorff gedreht und ist überaus sehenswert. Fay Dunaway spielt die Hauptrolle. Der Film hat den Titel: Die Geschichte der Dienerin.

Die Geschichte der Dienerin, DVD

Am zweiten Tag sollte es zur Bibliothek der kleinen Stadt im Schwarzwald gehen. Schnell gefunden war sie dann, mitten in der Stadt, dort, wohin Bücher und Bildung gehören. Die Bibliothek hat einen tollen Eindruck auf mich gemacht, denn hier wird mitgedacht. Neben dem PC-Arbeitsplatz und dem Lesesaal, der etwas gemütlicher sein könnte, gibt es den Service, Lesebrillen und E-Reader zum Ausleihen. Einrichtung und Gestaltung waren eher karg und auch wenig modisch, rein funktional kommt die Mediathek in Lahr daher. Das wird aber spielend kompensiert von den freundlichen Mitarbeitern und dem sorgfältigen Angebot, dass Lesenden sehr entgegen kommt.

Nach einem Tag voller Lese-Erfahrungen geht es morgen weiter, wieder auf der Suche nach Orten, an denen gelesen werden kann und sollte.

Aus diesem Tag nehme ich die Frage mit, wie wichtig die Umgebung wohl für das Lesen sein mag? Brauchen wir es gemütlich? Was ist mit dem Märchen vom armen Studenten, der in seinem kalten Zimmer mit Handschuhen und Jacke sitzt und sein letztes Geld für ein Buch ausgegeben hat? Gibt es vielleicht einen Unterschied zwischen Lesen früher und heute? Ich möchte wissen, ob die Umgebung für den Leser wichtig ist. Deshalb diese kleine Umfrage hier. Unter allen Teilnehmern werden 3 Buchpakete und 3 Buch-Gutscheine von Amazon verlost. Diese Umfrage mit Gewinnchancen endet am 31.10.2017, 23.59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

 

Schreiben im Flow

„Flow“ ist ein Begriff, der inzwischen Einzug in der Alltagssprache zum normalen Sprachgebrauch zählt. Entwickelt hat ihn der ungarische Glücksforscher und Psychologieprofessor  Mihály Csikszentmihalyidas. Das Flow-Erleben gehört in das Fachgebiet der Motivationspsychologie. Um zu verstehen, was ein Flow ist, sollte zuerst eine Definition zugrunde gelegt werden.

„…bes. positives emotionales Erleben bei einer Tätigkeit, das dadurch charakterisiert ist, dass eine Person ganz auf ihr Tun konzentriert ist und darin aufgeht, sich selbst dabei vergisst, das Zeitgefühl weitgehend verloren ist („Die Zeit vergeht wie im Flug”). Dieses emotionale Erleben kann sich dann einstellen, wenn die wahrgenommenen Anforderungen der Tätigkeit den Fähigkeiten entsprechen. Der Anreiz bei einer solchen Handlung liegt nicht in erwarteten Handlungskonsequenzen (extrinsische Motivation), sondern in der Ausführung der Handlung selbst (intrinsische Motivation).“ (Quelle: Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Flow-Erleben, online im Internet:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/78176/flow-erleben-v4.html)

Geschieht demnach das Schreiben im Flow, wenn der Schreibende alles um sich herum vergisst und sich auf nichts als auf sein Schreiben konzentriert? Nicht immer. Denn ein wesentlicher Faktor beim Flow-Erleben ist die Motivation von innen, die sich auf kein äußeres Ziel konzentriert. Im Klartext heißt das für das Schreiben im Flow, dass es keinen Abgabetermin geben darf, keine wirtschaftlichen Interessen und auch keine Zielgruppe.

Flow

Das Flow-Erleben, grafisch dargestellt

Zusätzlich müssen nach Csikszentmihalyidas noch weitere Bedingungen erfüllt sein. Er erkennt ein Flow-Erleben daran, dass hohe Anforderungen auf hohe Fähigkeiten treffen. Wenn die Anforderungen zu niedrig sind, entsteht Langeweile, sind die Anforderungen zu hoch, entsteht Angst. Genau zwischen Angst und Langeweile ist der Flow angesiedelt. Stress oder Motivationslosigkeit sind demnach klare Anzeichen dafür, dass vielleicht eine hohe Motivation oder viel Freude an der Arbeit vorliegen, aber eben kein Flow.

Warum ist der Flow wichtig für das Schreiben? Hat er eine Auswirkung auf unsere Ergebnisse? Das Flow-Erleben hat Auswirkungen auf unser Glücksgefühl. Im Flow ist der Mensch vollkommen verbunden mit seiner Tätigkeit. Schreibende können an dieser Stelle schnell einer Verwechslung unterliegen. Gerade beim Verfassen belletristischer Texte geschieht eine enge Verbindung mit den Figuren, die kreiert wurden. Die Tätigkeit jedoch ist das Schreiben selbst. Das setzen, suchen, finden und gestalten von Worten und Kommunikation. Im Flow wird die Schreibe besser, denn der Flow ist eine Situation der höchsten Konzentration. Das Flow-Erleben setzt voraus, dass der Handelnde gleichsam zu seiner Handlung wird. Die folgenden Sätze können diesen Zusammenhang verdeutlichen. Während es beim hochmotivierten Schreiber heißt: „Ich will schreiben“, oder „Ich identifiziere mich mit meinen Figuren“, fühlt der Schreibende im Flow: „Ich bin Schreiben.“ Das daraus resultierende Empfinden ist schwer mit Worten zu erklären. Es ist allerdings messbar. An der Uni Ulm wurden Untersuchungen durchgeführt, in denen nachgewiesen wurden, dass Personen im Flow eine erhöhte Herztätigkeit haben und Stresshormone ausgeschüttet werden.

Brauchen wir den Flow? Wie können wir Lebensumstände schaffen, die den Flow fördern? Was genau bringt der Flow für unser Schreiben und für unser Leben? Diese Fragen werden in den folgenden Beiträgen im Autorentraining beantwortet. Folgen Sie diesem Blog, bleiben Sie am Ball.

(Copyright 2017 Stefanie Glaschke)

Das spezielle Angebot im Frühjahr 2018: Wir erarbeiten mit Ihnen gemeinsam eine Bewerbungsmappe für Ihr Manuskript mit Anschreiben, Exposé und Kurzvita für

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Achtung, neuer Kurs in Autorenmarketing: „Nun lies doch endlich mein Buch!“

Parallel zur Buchmesse Leipzig, Messebesucher erhalten Rabatt.

Hier gibt es genauere Informationen

Drei Tipps für schnellere Recherche

Recherche ist eine wichtige Voraussetzung für glaubhaftes Schreiben. Das gilt ganz besonders für Sachtexte. Aber auch Romanfiguren, deren Verhalten, Wortschatz oder Lebenskontext schlecht recherchiert sind, bleiben leider nur oberflächlich und können dem Leser keine Emotionen entlocken. Schlecht recherchiert führt zu: „Aus den Augen aus dem Sinn“ und macht aus einem Buch einen Konsumartikel, der schnell wieder in Vergessenheit gerät. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schön es ist, wenn ein Buch, das man vor Jahren oder Jahrzehnten geschrieben hat, lange einen Platz in den Buchhandlungen und den Bibliotheken behält.

Recherche kostet viel Zeit. Die Grundregel „Acht Stunden Input ergeben eine Stunde (guten) Output“ hat bisher noch niemand widerlegen können. Die Lösung liegt also darin, die Zeit für den Input zu verkürzen. Speedreading ist eine Möglichkeit. Dabei reicht es für Autoren vielleicht aus, einige Tipps aus dem Speedreading zu beherzigen.

Die folgenden drei Tipps helfen sicher, die Recherchezeit dadurch zu verkürzen, dass bedeutsame von bedeutungslosen Informationen getrennt werden.

  1. Lesen Sie einen Text lieber zweimal quer als einmal gründlich. Experten haben herausgefunden, dass das Querlesen nicht nur schneller, sondern auch effektiver verläuft, wenn es sich um Sachtexte handelt. Also: Text querlesen – beiseite legen – querlesen.
  2. Schlagen Sie in Sachtexten unbekannte Wörter nicht sofort nach. Notieren Sie sie zuerst auf einem Zettel und klären Sie später, was das Wort bedeutete. So können Sie nebenbei auch noch Ihren Wortschatz sehr effizient erweitern. Denn das Nachschlagen außerhalb der Lesezeit wirkt wie aktives Vokabeln lernen.
  3. Selektieren Sie. Autoren sind im Grunde neugierig. Aber wenn Sie Ihr Recherchethema definieren, dann halten Sie sich an die Definition. Alle Ablenkungen, die vielleicht später noch tolle Verwendung finden können, sollten auch auf später verschoben werden. Die beste Buchidee taugt nichts, wenn ein anderer das Buch vor Ihnen geschrieben hat.

Informieren Sie sich über Möglichkeiten, schneller zu lesen oder Speedreading professionell zu lernen. Es dauert zwar eine Weile, bis sich die erfolge einstellen, aber schließlich bringt Speedreading am Ende Tag für Tag eine Zeitersparnis, die für das Schreiben genutzt werden kann.

Zahlreiche Bücher zum Speedreading gibt es im Handel.

Speedreading – Buchtipps

Personen mit Profil erschaffen

Immer wieder wird diskutiert, ob Schreibtraining sinnvoll ist. Und immer wieder melden sich vehemente Gegner zu Wort. Ohne Argumente und meist auch ohne erkennbaren Grund, aber laut und deutlich. In der vergangenen Woche habe ich den schönen Satz einer Schriftstellerin gelesen, der folgende Aufforderung enthielt: „Und wenn Sie nicht schreiben lernen wollen, dann machen Sie halt ein E-Book draus.“ Das ist sicher hart, aber nicht unwahr. Es trifft auch nicht auf alle E-Books zu. Aber es gibt eben Sprache als Technik, als Kunstfertigkeit und es gibt die Discounter-Artikel. Beides hat seine Liebhaber und seine Berechtigung.

Für die, die vielleicht noch ein bisschen länger an Ihren wirklich originellen Figuren feilen wollen, die ihre Storys nicht Durchhaltechallenge, sondern intrinsische und extrinsische Entwicklungen sind, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sich mit dem Thema zu befassen.

Die heutige Anregung richtet sich an die Frage: Wie bekommen meine Figuren mehr Profil? Ich selbst schlage vor, eins oder zwei der Persönlichkeitsmodelle zu nutzen. Deren Idealfall schildern stets den Durchschnittsmenschen. Zum Beispiel Heinz:

Er ist ein 08/15 Typ. Nach den Big Five sieht sein Charakter wie folgt aus:

Ohne Ecken und Kanten

Ein ganz durchschnittlicher Typ

Verändern wir ihn doch ein wenig, denn unser Heinz ist ein wenig blass. Im realen Leben wäre er vollkommen unsichtbar, angepasst, ohne Profil. Allerdings kann ein solcher Charakter ein sehr guter Gegenspieler sein, wenn eine andere Person auftaucht und betont werden soll.

Stellen wir uns vor: Nach 20 Jahren trifft Renata, seine erste Liebe, auf einen vollkommen veränderten Heinz.

BigFive2

Beachte Geselligkeit versus Verträglichkeit

Jetzt hat Heinz genug Persönlichkeit, um sich zum Protagonisten, zur tragischen Figur und sogar zum Massenmörder zu eignen.

Damit die Figuren nicht blass werden, wie leider sehr oft, ist ein Blick in solche Modelle durchaus eine tolle Möglichkeit. Die Big Five sind der aktuelle Standard, daher habe ich sie als Beispiel gewählt. Aber es gibt noch viele andere, die wieder andere Figuren zu erschaffen helfen können. Schreiber sollten nie vergessen, dass ohne neue Input stets nur der alte Output wiederholt werden kann. Schließlich nehmen wir zum Kochen einer wirklich guten Mahlzeit auch schon mal ein neues Rezept zu Hand. Es muss ja nicht immer Bratkartoffeln mit Spiegelei geben.

Diese Darstellung ist keine Anleitung! Sie ist eine Anregung – regen: sich bewegen

 

TextTime Autorentraining – die ganze andere Art, das Schreiben zu pflegen