Schreiben im Flow, Teil 2

Welche Umgebung fördert den Flow?

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass die Umgebung für das Flow-Erleben eine Rolle spielen kann. So konnten Mitarbeiter im Silicon-Valley häufig beim Arbeiten im Flow-Zustand wahrgenommen werden. Die Arbeitsumgebung ist gehoben aber nicht zu luxuriös, eher hell als düster und auf keinen Fall extrem. Damit ist gemeint, dass die extreme Designerbude ebenso wenig geeignet ist, ein Flow-Erleben zu fördern, wie das dunkle Kämmerlein. Warum ist das so?
Weil das Flow-Erleben eine Verbindung zwischen der Tätigkeit und der handelnden Person darstellt. Alle Faktoren, die dazu dienen, dass der Mensch sich authetisch fühlt und keine störenden Außenreize erfährt, sind also gut für den Flow. Daher ist es von Vorteil, die Arbeitsumgebung einmal daraufhin zu prüfen, ob sie von innen her individuell gestaltet ist. Das ist nicht so leicht, wie es sich auf den erster Blick anhört.
Zuerst müssten wir mal wissen, was in uns schlummert. Klar sind die Fotos meiner Kinder schön anzusehen, aber kommen sie von innen? Wie sieht es mit Pflanzen aus? Die alte Stereoanlage, quadratisch – praktisch – hässlich, funktioniert zwar noch, aber ist sie nicht optisch eher störend als alles andere? Mich persönlich stören Kabel, egal welcher Art. Es mag ja ein Büro sein, aber ich liebe den Flow, also werden alle Kabel sorgfältig vermieden, versteckt, durch Alternativen ersetzt. Das ist nicht bei jedem so. Manche haben mit Kabeln kein Problem. Jeder braucht eine andere Umgebung. Diese zu gestalten ist harte Arbeit, wenn man wirklich ans Eingemachte geht. Hand auf´s Herz, wie viele schreiben zwischen „Tür und Angel“, in einer Rückzugsecke, möbliert mit Gegenständen, die einfach übrig waren? Das entspricht dem typischen Klischee des Schreibers – Hauptsache Papier und Stift. Mehr Selbstbewusstsein tut der Schreibe gut! Traummöbel, ausreichend Platz mit viel Licht und insgesamt eine freundliche, wertschätzende Umgebung, genau das haben die verdient, die überhaupt noch Wörter anwenden können. Aber Vorsicht, wie oben erwähnt ist das Designerbüro aus dem Katalog auch nicht immer passend. Zu jedem passt der Luxus, der seinem Innern entspricht. Wer einfach mal den Test macht, wird merken, wie leicht er wird, wie leicht die Arbeit von der Hand geht. In einer Rumpelecke fließt nichts. Es lohnt sich, darauf einen oder zwei Gedanken und etwas Zeit zu verwenden, denn der Flow ist eine tolle Belohnung.

Im nächten Beitrag geht es um die Grenzen und Risiken, die mit dem Flow-Erleben verbunden sind. Und hier geht es zum ersten Teil über den Flow

 

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Schreiben im Flow

„Flow“ ist ein Begriff, der inzwischen Einzug in der Alltagssprache zum normalen Sprachgebrauch zählt. Entwickelt hat ihn der ungarische Glücksforscher und Psychologieprofessor  Mihály Csikszentmihalyidas. Das Flow-Erleben gehört in das Fachgebiet der Motivationspsychologie. Um zu verstehen, was ein Flow ist, sollte zuerst eine Definition zugrunde gelegt werden.

„…bes. positives emotionales Erleben bei einer Tätigkeit, das dadurch charakterisiert ist, dass eine Person ganz auf ihr Tun konzentriert ist und darin aufgeht, sich selbst dabei vergisst, das Zeitgefühl weitgehend verloren ist („Die Zeit vergeht wie im Flug”). Dieses emotionale Erleben kann sich dann einstellen, wenn die wahrgenommenen Anforderungen der Tätigkeit den Fähigkeiten entsprechen. Der Anreiz bei einer solchen Handlung liegt nicht in erwarteten Handlungskonsequenzen (extrinsische Motivation), sondern in der Ausführung der Handlung selbst (intrinsische Motivation).“ (Quelle: Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Flow-Erleben, online im Internet:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/78176/flow-erleben-v4.html)

Geschieht demnach das Schreiben im Flow, wenn der Schreibende alles um sich herum vergisst und sich auf nichts als auf sein Schreiben konzentriert? Nicht immer. Denn ein wesentlicher Faktor beim Flow-Erleben ist die Motivation von innen, die sich auf kein äußeres Ziel konzentriert. Im Klartext heißt das für das Schreiben im Flow, dass es keinen Abgabetermin geben darf, keine wirtschaftlichen Interessen und auch keine Zielgruppe.

Flow

Das Flow-Erleben, grafisch dargestellt

Zusätzlich müssen nach Csikszentmihalyidas noch weitere Bedingungen erfüllt sein. Er erkennt ein Flow-Erleben daran, dass hohe Anforderungen auf hohe Fähigkeiten treffen. Wenn die Anforderungen zu niedrig sind, entsteht Langeweile, sind die Anforderungen zu hoch, entsteht Angst. Genau zwischen Angst und Langeweile ist der Flow angesiedelt. Stress oder Motivationslosigkeit sind demnach klare Anzeichen dafür, dass vielleicht eine hohe Motivation oder viel Freude an der Arbeit vorliegen, aber eben kein Flow.

Warum ist der Flow wichtig für das Schreiben? Hat er eine Auswirkung auf unsere Ergebnisse? Das Flow-Erleben hat Auswirkungen auf unser Glücksgefühl. Im Flow ist der Mensch vollkommen verbunden mit seiner Tätigkeit. Schreibende können an dieser Stelle schnell einer Verwechslung unterliegen. Gerade beim Verfassen belletristischer Texte geschieht eine enge Verbindung mit den Figuren, die kreiert wurden. Die Tätigkeit jedoch ist das Schreiben selbst. Das setzen, suchen, finden und gestalten von Worten und Kommunikation. Im Flow wird die Schreibe besser, denn der Flow ist eine Situation der höchsten Konzentration. Das Flow-Erleben setzt voraus, dass der Handelnde gleichsam zu seiner Handlung wird. Die folgenden Sätze können diesen Zusammenhang verdeutlichen. Während es beim hochmotivierten Schreiber heißt: „Ich will schreiben“, oder „Ich identifiziere mich mit meinen Figuren“, fühlt der Schreibende im Flow: „Ich bin Schreiben.“ Das daraus resultierende Empfinden ist schwer mit Worten zu erklären. Es ist allerdings messbar. An der Uni Ulm wurden Untersuchungen durchgeführt, in denen nachgewiesen wurden, dass Personen im Flow eine erhöhte Herztätigkeit haben und Stresshormone ausgeschüttet werden.

Brauchen wir den Flow? Wie können wir Lebensumstände schaffen, die den Flow fördern? Was genau bringt der Flow für unser Schreiben und für unser Leben? Diese Fragen werden in den folgenden Beiträgen im Autorentraining beantwortet. Folgen Sie diesem Blog, bleiben Sie am Ball.

(Copyright 2017 Stefanie Glaschke)

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Drei Tipps für schnellere Recherche

Recherche ist eine wichtige Voraussetzung für glaubhaftes Schreiben. Das gilt ganz besonders für Sachtexte. Aber auch Romanfiguren, deren Verhalten, Wortschatz oder Lebenskontext schlecht recherchiert sind, bleiben leider nur oberflächlich und können dem Leser keine Emotionen entlocken. Schlecht recherchiert führt zu: „Aus den Augen aus dem Sinn“ und macht aus einem Buch einen Konsumartikel, der schnell wieder in Vergessenheit gerät. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schön es ist, wenn ein Buch, das man vor Jahren oder Jahrzehnten geschrieben hat, lange einen Platz in den Buchhandlungen und den Bibliotheken behält.

Recherche kostet viel Zeit. Die Grundregel „Acht Stunden Input ergeben eine Stunde (guten) Output“ hat bisher noch niemand widerlegen können. Die Lösung liegt also darin, die Zeit für den Input zu verkürzen. Speedreading ist eine Möglichkeit. Dabei reicht es für Autoren vielleicht aus, einige Tipps aus dem Speedreading zu beherzigen.

Die folgenden drei Tipps helfen sicher, die Recherchezeit dadurch zu verkürzen, dass bedeutsame von bedeutungslosen Informationen getrennt werden.

  1. Lesen Sie einen Text lieber zweimal quer als einmal gründlich. Experten haben herausgefunden, dass das Querlesen nicht nur schneller, sondern auch effektiver verläuft, wenn es sich um Sachtexte handelt. Also: Text querlesen – beiseite legen – querlesen.
  2. Schlagen Sie in Sachtexten unbekannte Wörter nicht sofort nach. Notieren Sie sie zuerst auf einem Zettel und klären Sie später, was das Wort bedeutete. So können Sie nebenbei auch noch Ihren Wortschatz sehr effizient erweitern. Denn das Nachschlagen außerhalb der Lesezeit wirkt wie aktives Vokabeln lernen.
  3. Selektieren Sie. Autoren sind im Grunde neugierig. Aber wenn Sie Ihr Recherchethema definieren, dann halten Sie sich an die Definition. Alle Ablenkungen, die vielleicht später noch tolle Verwendung finden können, sollten auch auf später verschoben werden. Die beste Buchidee taugt nichts, wenn ein anderer das Buch vor Ihnen geschrieben hat.

Informieren Sie sich über Möglichkeiten, schneller zu lesen oder Speedreading professionell zu lernen. Es dauert zwar eine Weile, bis sich die erfolge einstellen, aber schließlich bringt Speedreading am Ende Tag für Tag eine Zeitersparnis, die für das Schreiben genutzt werden kann.

Zahlreiche Bücher zum Speedreading gibt es im Handel.

Speedreading – Buchtipps

Personen mit Profil erschaffen

Immer wieder wird diskutiert, ob Schreibtraining sinnvoll ist. Und immer wieder melden sich vehemente Gegner zu Wort. Ohne Argumente und meist auch ohne erkennbaren Grund, aber laut und deutlich. In der vergangenen Woche habe ich den schönen Satz einer Schriftstellerin gelesen, der folgende Aufforderung enthielt: „Und wenn Sie nicht schreiben lernen wollen, dann machen Sie halt ein E-Book draus.“ Das ist sicher hart, aber nicht unwahr. Es trifft auch nicht auf alle E-Books zu. Aber es gibt eben Sprache als Technik, als Kunstfertigkeit und es gibt die Discounter-Artikel. Beides hat seine Liebhaber und seine Berechtigung.

Für die, die vielleicht noch ein bisschen länger an Ihren wirklich originellen Figuren feilen wollen, die ihre Storys nicht Durchhaltechallenge, sondern intrinsische und extrinsische Entwicklungen sind, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sich mit dem Thema zu befassen.

Die heutige Anregung richtet sich an die Frage: Wie bekommen meine Figuren mehr Profil? Ich selbst schlage vor, eins oder zwei der Persönlichkeitsmodelle zu nutzen. Deren Idealfall schildern stets den Durchschnittsmenschen. Zum Beispiel Heinz:

Er ist ein 08/15 Typ. Nach den Big Five sieht sein Charakter wie folgt aus:

Ohne Ecken und Kanten

Ein ganz durchschnittlicher Typ

Verändern wir ihn doch ein wenig, denn unser Heinz ist ein wenig blass. Im realen Leben wäre er vollkommen unsichtbar, angepasst, ohne Profil. Allerdings kann ein solcher Charakter ein sehr guter Gegenspieler sein, wenn eine andere Person auftaucht und betont werden soll.

Stellen wir uns vor: Nach 20 Jahren trifft Renata, seine erste Liebe, auf einen vollkommen veränderten Heinz.

BigFive2

Beachte Geselligkeit versus Verträglichkeit

Jetzt hat Heinz genug Persönlichkeit, um sich zum Protagonisten, zur tragischen Figur und sogar zum Massenmörder zu eignen.

Damit die Figuren nicht blass werden, wie leider sehr oft, ist ein Blick in solche Modelle durchaus eine tolle Möglichkeit. Die Big Five sind der aktuelle Standard, daher habe ich sie als Beispiel gewählt. Aber es gibt noch viele andere, die wieder andere Figuren zu erschaffen helfen können. Schreiber sollten nie vergessen, dass ohne neue Input stets nur der alte Output wiederholt werden kann. Schließlich nehmen wir zum Kochen einer wirklich guten Mahlzeit auch schon mal ein neues Rezept zu Hand. Es muss ja nicht immer Bratkartoffeln mit Spiegelei geben.

Diese Darstellung ist keine Anleitung! Sie ist eine Anregung – regen: sich bewegen

 

TextTime Autorentraining – die ganze andere Art, das Schreiben zu pflegen

schreiben ist nicht immer gemütlich

Schreibtipps aus der Timeline

Heute hab ich mich mal in aller Ruhe mit meiner Twitter-Timeline befasst. Wer twittert eigentlich was? Und welche Tweets fand ich besonders toll, welche Tweets konnten mir Impulse liefern? Gerade zum Thema Schreiben konnte ich interessante Inhalte finden. Die besten Tweets zum Thema fasse ich hier mal zusammen und biete damit einen unvollständigen Wochenrückblick unter dem Titel: Lieblings-Schreibertweets vom 11. bis 18. Juni 2017

Schreibmeer weist auf den folgenden entscheidenden Aspekt für den Aufbau des Antagonisten hin: “Der Antagonist ist immer der Böse – Regeln für Gegenspieler, gegen die man verstoßen kann und sollte“ (13. Juni 2017)

Sven Hensel geht am 11. Juni der Frage nach, warum Leser ein Buch zur Seite legen und nicht weiterlesen wollen.

Sehr beeindruckend fand ich eine Tweet von Annika Bühnemann, die am 14. Juni die 30 Schreibtipps von Stephen King getwittert hat. „30 von Stephen King, zusammengetragen vom wunderbaren Walter Epp“

Es war einiges los in meiner Timeline. Ich musste allerdings leider feststellen, dass viele Autorenaccounts schon seit Monaten oder Jahren nicht mehr genutzt werden. Woran kann das liegen? Sehen Autoren in Twitter keinen Sinn? Fehlt ihnen die Zeit? Warum twittern Autoren? Wer hat früher getwittert und es dann gelassen? Meine persönlichen Gründe für meinen Twitteraccount sind:

  1. Ich habe das Gefühl, mit Kollen zusammen zu sitzen.
  2. Ich erhalte immer wieder Impulse für meine Arbeit.
  3. Ich kann durch das Monitoring sehen, welche Interessen andere Menschen mit mir teilen.
  4. Twittern ist wie Zeitung lesen, nur schneller – allerdings dauert es meist länger 😉
  5. Hin und wieder freue ich mich über Alltagstipps, die mein Leben erleichtern und bereichern.

Ich freue mich darauf, noch mehr Gründe lesen zu dürfen.

 

 

#Autorinnenzeit

Das Autorentraining empfiehlt den Beitrag über Hedwig Dohm im Rahmen der #Autorinnenzeit – Hedwig Dohm kann ein Vorbild und eine Hoffnung für schreibende Frauen sein!

Weibsbilder

Der Mai ist der Monat der Autorinnen. Sven Hensel hatte die tolle Idee, sich den Autorinnen stärker zuzuwenden und zwar einen ganzen Monat lang. Weibsbilder macht natürlich auch mit. Ich möchte den Auftakt auf diesem Blog mit Hedwig Dohm machen. Hedwig Dohm war die Großmutter von Katia Mann. Sie hat nicht nur geschrieben, sie war auch eine der ersten Frauen, die darauf hinwiesen, dass unterschiedliches Verhalten bei Männern und Frauen keine biologischen sondern vor allem soziale Ursachen hat. Hedwig Dohm ist eine meiner liebsten Frauen aus unserer Autorinnengeschichte. Seit ich ihr im Rahmen einer Recherche zum ersten Mal begegnet bin, frage ich mich, wie eine so starke und Frauen bewusste Großmutter eine Enkeltochter haben konnte, die ihr Licht dermaßen unter den Scheffel des Ehemannes stellte, wie Katia Mann es scheinbar tat.

Hedwig musste bereits mit 15 Jahren die Schule verlassen. Ihr Wissen eignete sie sich überwiegend autodidaktisch an. Sie behielt…

Ursprünglichen Post anzeigen 274 weitere Wörter

Schreiber sind sensible Seelen

Dieser Artikel entsteht spontan, weil ich über eine tolle Frau, Tina Gallinaro, auf ein Thema gestoßen wurde, das auch Autorinnen und Autoren angeht. Tina schreibt über die Raffgier und den Neid in den sozialen Medien. Recht hat sie. Der Artikel kann hier nachgelesen werden. Und mir kam beim Lesen Ihres Artikels eine Idee. Ich denke, gerade Schreiber haben eine sachliche und positive Kritik verdient, die der Kritiker sich wirklich durch den Kopf gehen ließ. Wer 200 Stunden an einem Buch arbeitet, darf aus gutem Grund beleidigt sein, wenn eine negative Kritik in drei Sekunden das Werk in den Kakao schubst. Das schlimmste Symbol für die Verballhornung von Kritik (aus dem griechischen, „Entscheidung“) ist der „gefällt mir“-Daumen. Als Autorin wüsste ich gern, warum etwas gefällt oder nicht gefällt. Schließlich lernt der Verfasser sonst nichts. Und Schreiber lernen von Lesern – und umgekehrt. Sonst haben wir keinen Austausch, sondern ausschließlich Geldfluss. Dieser Daumen ist nur ein Blöken, egal ob er geklickt wird oder nicht. Und er gewöhnt uns daran, nicht mehr „warum“ zu fragen. Statt dessen fragen wir „wie viele“. Eindimensional und oberflächlich wird Kritik dadurch und egozentrisch.

„Warum hast du das geliked?“

„Weiß ich nicht, gefällt mir eben.“

„Hast du das Buch denn gelesen?“

„Nein, aber das Bild ist schön. Hat auch schon ganz viele Likes.“

Kritik auf dem Niveau des Groschenromans oder schlimmer. Daher meine Idee: Liken wir doch einfach Bücher und die Werke von Schreibern nicht sondern nehmen wir uns die zeit, mindestens mit 10 Wörtern auf sie zu reagieren. Schreiben wir für Schreibende, sie sollten es uns wert sein. Ich bin gespannt ob mir mein #Daumenstreik in den nächsten Tagen irgendwo begegnet. Ich würde mich freuen, wenn wir gleiches mit gleichem vergelten, allerdings positiv: Wörter für die, die Wörter schenken.

Gratisdownload für Twitter-Follower, wie versprochen ab heute, 22.00 Uhr

Nachtrag um 22.00 Uhr:

Hier ist der Link für den Gratis-Download bis Montag, 27.03.2017, 20.00 Uhr

 

so, was man verspricht, das sollte man auch halten….

…und da „man“ erstens eine unbekannte, oft auch nur eine illusorische Größe ist, und das Wörtchen auf schlechten Stil und Kommunikationsschwäche hinweist, formuliere ich noch mal neu.

Zu Beginn der Woche habe ich auf meinem Twitteraccount versprochen, ein E-Book

(TextTime Autorentraining Heft 2)

Cover Heft2

E-Book: 2,99 €; Printversion 9,90 €

zu verschenken, wenn die Liste meiner Follower auf 2000 ansteigt und sich bis heute auf über 2000 hält.

Es hat geklappt!!! Vielen Dank auf diesem Weg an meine neuen und an meine treuen Follower.

Nun sind es gerade 2022 Follower. Wer mag, darf sich gern einreihen und meine Timeline mit seinen Impulsen bereichern und erweitern. Einfach folgen, ich finde Euch dann schon und freue mich schon jetzt auf Eure Tweets. Twitteraccount

Nun geht es also wie folgt weiter:

Ab heute, Sonntag, 26.3.2017, 22.00 Uhr werde ich den Link zum kostenlosen Download twittern. Ich gebe genau so viele Downloads frei, wie ich dann Follower habe. Das ist fair, oder? Morgen abend um 20.00 Uhr ist dann alles vorbei, ein Tag sollte ausreichen, um dem Link zu folgen und sich das E-Book TextTime Autorentraining Heft 2 kostenlos zu sichern.

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Die Schokolinsen-Methode – spielend schreiben

Es kommt vor, dass ich mich zu Beginn meiner täglichen Schreibarbeit selbst überlisten muss. Die handwerklichen Tätigkeiten, die darin liegen, eine Figur wirklich detailgetreu und glaubhaft auszuarbeiten sind nicht unbedingt meine liebste Beschäftigung. Und doch gibt es Texte, in denen das wirklich große Bedeutung hat. Ich arbeite normalerweise mit verschiedenen kreativen Techniken, doch heute habe ich keinen Zugang gefunden.

Da fiel mein Blick auf die große Rolle Schokolinsen, die mir mein Sohn gestern geschenkt hat. Ich gebe zu, ich liebe sie. Bunt, süß, fröhlich – alles Gründe für eine Schwäche.

Ich hab sie gleich getestet, die Schokolinsen-Methode.

Meine Figur war noch viel zu blass. Viel zu wenig Leben steckte bisher in der Hauptperson meines kurzen Krimis. Aber das änderte sich dank der süßen runden Schokolinsen schnell.

Ich beschreibe die Methode mal:

Jede Farbe steht für einen Aspekt. Orange für Aussehen. Gelb für Vergangenheit. Rot für Beziehungsbiografie. Grün für Hobbys und Interessen. Lila für Beruf und Blau für gegenwärtige Lebenssituation. Pink steht für Freunde und Umfeld. Ich brauche einen Bogen Papier mit Feldern in den betreffenden Farben. Auf jedes Feld kommen nun die Schokolinsen der passenden Farbe. Für jede Linse, die ich runternehmen will, muss ich ein Stichwort aufschreiben. Eine tolle Methode, um Informationen zu sammeln, die rein aus der Assoziation und der Intuition entstehen. Meine Protagonistin ist nicht mehr blass und anstrengend war es auch nicht. Zum Nachmachen und Testen empfohlen, allerdings ohne Gewähr, denn jeder Schreiber findet seinen eigenen Zugang zu seinen Helden!

Allerdings funktioniert diese Methode in jedem Fall zur Überwindung von Schreibblockaden.

Schokolinsen-Methode

Da wir viele Schokolinsen brauchen, empfehle ich diese hier.

Diese und weitere kreative Methoden zur Überlistung der eigenen Enge finden sich im Autorentraining Heft 2. Cover Heft2

Das Vintage-Training aus echtem Papier, DIN A4, 40 Seiten

Das Autorentraining von TextTime wurde entwickelt, um kreative Wortkünstler und andere Spracharbeiter ganzheitlich zu trainieren. Es bearbeitet neben dem Training der Sprache und Schreibe die folgenden Bereiche:

  • Selbstwertgefühl
  • Selbstvertrauen
  • Kreativität
  • Umgang mit Niederlagen
  • Ernährung für den Geist
  • Körperliche Fitness
  • Entspannung

Die Methode ist einfach. Um Ihre Flexibilität zu wahren können Sie jede der 12 Lektionen als Arbeitshefte entweder in Printversion oder als E-Book erwerben. Es gibt für jeden Tag eine Anregung, die maximal 30 Minuten in Anspruch nimmt. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie am Ende einer Lektion den Feedback-Service in Anspruch nehmen wollen oder nicht. Sie sind zu nichts verpflichtet und an kein Abo gebunden.

Heft 2 liegt für jede Bestellung im März 2017 eine Rolle Schokolinsen bei. 🙂

Hier bei Paypal bestellen für 9,90 €, portofrei und mit Käuferschutz selbstverständlich


Heft 1 für alle, die es noch nicht haben, gibt es natürlich auch noch:

coverGedruckt, aus Papier, DIN A4, ein echtes Arbeitsheft

 

 

Das imaginäre Vermächtnis

Einladung zu einem Anthologieprojekt….

Weibsbilder

Anthologieprojekt von Frauen für Frauen

„Das imaginäre Vermächtnis“ ist der Titel einer Anthologie über schreibende Frauen. Autorin Stefanie Glaschke hat das Projekt ins Leben gerufen und definiert es wie folgt: „Wir schreibenden Frauen haben so viele schreibende Frauen vor uns, die nicht vergessen werden sollten. Was haben Autorinnen und Schriftstellerinnen durchlebt, die in schwierigen Zeiten geschrieben haben? Ein Versuch, die Werke fortzusetzen ist reizvoll. Gelingt es uns modernen Frauen, uns einzufühlen in unsere Schwestern aus anderen Zeiten und anderen Kulturen? Und entsteht dabei eine Anthologie, die einen einzigen gemeinsamen Nenner zeigt, nämlich das „Frau-Sein“? Den Frauen, die nicht mehr schreiben können, soll auf diese Art eine Stimme gegeben werden. Was würde Paula Fox heute schreiben? Wie würde sich Charlotte Perkins Gilman zu den Gender-Diskussionen äußern? Wer versteht das Selbstverständnis der Eva Figes? Frauen haben eine Tradition. Wir sollten den Stab unserer Vorfahrinnen aufnehmen und weitertragen. „Das imaginäre Vermächtnis“ ist…

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