Wo kommen die Figuren her?

Jeder Autor möchte gern einmal richtig plastische und greifbare, lebendige Figuren schaffen. Vielleicht wird eine der eigenen Figuren einmal in die Allgemeinbildung eingehen? Vielleicht gelingt es der selbst geschaffenen Figur ja, einen Platz in der realen Gesellschaft zu finden.  Um das zu schaffen, braucht die Figur eine Seele und vor allem ein Eigenleben. Der Autor wird nicht umhin kommen, mit seiner Figur in einen Dialog zu treten. Wie kann das ablaufen? Normalerweise entspringen die Figuren in einer Geschichte oder in einem Roman doch einem gedanklichen Konzept. Der Autor baut eine Figur. Doch wenn es dabei bleibt, bleibt die Figur farblos, eben nur eine Figur. Wenn der eigenen Figur Leben eingehaucht wird, ist der kreative Prozess gestartet. Bis dahin bleibt das Schreiben Handwerk. Eine Figur leben zu lassen heißt, der Autor zieht sich teilweise demütig zurück und lässt die Figur wachsen. Aber kommt dieses Wachsen dann nicht auch automatisch aus dem Kopf des Autors? Nein. Wachsende Figuren entspringen dem Unbewussten. Sie sind schon da, sind im Autor angelegt, aber nicht einmal er selbst hat sie bisher entdeckt. Der einfachste Weg zu einer lebendigen Figur ist der Weg über das eigene Unbewusste. Wer einen guten Kriminellen erschaffen will, der sollte erforschen, wie er selbst als krimineller Mensch handeln und denken würde. Denn andere Kriminelle zum Vorbild zu wählen bleibt immer ein „Kopieren“. Und Kopien verlieren an Farbe und an Schärfe. Das Original ist nicht zu ersetzen. Sicher, das klingt in erster Linie absurd. Schließlich ist man Autor, nicht Bankräuber und schon gar nicht Mörder. Doch erst, wenn der Autor die Zensur im eigenen Kopf aufgibt und ihm nichts Menschliches mehr fremd sein muss, kann er kleine und große Wunder für seine Figuren vollbringen. In uns allen stecken verschiedene Anteile, nur wenige unserer Persönlichkeitsaspekte leben wir wirklich aus. Der Psychoanalytiker C.G. Jung hat darauf seine Archetypenarbeit begründet. Da gibt es die Schatten, die niemand leben will, den Mutter- und Vaterarchetypen, den Mentor, den Boten und noch viele mehr. Gerade die Schatten sind wichtig. Das, was wir uns verbieten, auch nur zu denken, bringt den Zündstoff ins Leben und in eine Story. Unpünktlichkeit, Rachsucht, Machtgier, Mordgelüste und sexuelle Fantasien schlummern in uns und es ist besser, sie bleiben wo sie sind. Für das gesellschaftliche Leben stimmt das. Für die Story nicht. Wir müssen uns als Autoren nicht hineindenken in andere Lebensweisen. Wir können unsere eigenen verborgenen Anteile nutzen, denn die sind uns näher und sie sind lebensechter als gedankliche Konstruktionen.  Wenn wir die Seele des Leser ansprechen wollen und nicht nur seinen Kopf, dann müssen wir mit der Seele zu ihm sprechen. Diese Fähigkeit kann man lernen. Man kann sein eigenes Unbewusstes durchforsten und wird überrascht sein, wie viele Schätze, Figuren und lebensechte Storys dort verborgen liegen. Ich nenne diesen Vorgang die „Recherche im Innern“. Selbstverständlich ersetzt sie nicht die Recherche über sachliche Aspekte. Die „Recherche im Innern“ hilft dabei, dass Autor und Figur miteinander verbunden sind und so ein authentisches Gebilde entstehen kann. Der Autor kann seine Figur vertreten, er kann sie lieben und sich für sie einsetzen. Und eine echte Figur wird von den Lesern besser wahrgenommen als eine Kunstfigur. Denken wir an Harry Potter oder an Robinson Crusoe, an den kleinen Lord oder an Hannibal Lector. Effi Briest und Bridged Jones sind ebenfalls Beispiele für echte Figuren. Wer weitere Information über Kurse zum Thema haben möchte, nimmt einfach formlos Kontakt zu mir auf.

CoverAutorentraining bei TextTime – jetzt Autor werden, ohne Abo aber mit persönlicher Betreuung

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Schreib! und liebe deine Figur

Wer schreibt, entwickelt einen eigenen Stil und eigene Vorstellungen von seinen Figuren. Im Kopf des Vielschreibers sind manchmal mehr Ideen als Haare drauf. Dabei ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis diese Ideen den Weg auf das Papier finden und Gestalt annehmen. Irgendwann kennen Schreibende ihre Figuren besser als die Menschen in ihrem Umfeld. Man geht mit seiner Heldin schlafen und steht mit ihr auf. Der jüngste Protagonist sitzt abends neben seinem Schöpfer auf der Couch und steht in der Küche, wenn gekocht wird. So ungefähr fühlt es sich an, wenn ein Schreibender mit seiner Figur verwachsen ist. Die Grenze zwischen der Figur und der eigenen Person verschwimmt. Sie wird durchlässig. Genau das ist das Geheimnis, das hinter einer lebendigen Figur steckt. Beim Schreiben kann nur das transportiert werden, was im Kopf auch vorhanden ist. Viele Figuren aus mittelmäßigen Romanen wirken blass und kommen wie reine Funktionsträger daher. Sie tragen die Handlung. Vom Beginn bis zum Schluss des Romans treiben sie die Geschichte voran. Doch sie können so viel mehr. Wer sich vorstellt, die eigene Figur wäre für eine Woche in der Wohnung zu Gast, wird ihre Macken und Schwächen erkennen. Er wird sehen, ob sie Grübchen beim Lächeln hat oder ob sie morgens mit Tränensäcken aufwacht. All diese kleinen Details sind wichtig. Nicht, weil sie im Buch verwendet werden müssen. Sie sind wichtig, damit der Autor ein genaues Bild von der Figur hat, die er zu seiner Hauptperson bestimmt hat. Er wird erst Gefühle für sie entwickeln können, wenn er sie kennt. Und erst, wenn der Autor seine Figur liebt, kann er die Leser anstecken und begeistern. Wundervolle Figuren aus der Weltliteratur, die uns das Gefühl geben, es handle sich um reale Personen sind Nils Holgersson oder Effi Briest. Aber auch in der aktuellen Bücherwelt tauchen Personen auf, die man zur Freundin oder zum Freund haben könnte. Diese Figuren leben, haben verschiedenste Dimensionen und handeln nicht nur, damit die Geschichte sich fortsetzt. Eine davon ist Harry Hole, der Ermittler in Jo Nesbøs Krimi Kakerlaken. Wenn Hole Rückenschmerzen hat, möchte man am liebsten zur Wärmesalbe greifen.

 

Dem verschrobenen, leidenden, trinkenden Kommissar steht Luise, die Hauptperson in „Was man von hier aus sehen kann“ an Lebendigkeit in nichts nach. Als ich die letzte Seite gelesen hatte, hatte ich das Gefühl, eine liebe Freundin verloren zu haben, die ich gern noch viele Jahre in meinem Leben gehabt hätte.

Dagegen wirken andere vollkommen facettenlos. In „Ein Sommer ohne Männer“ ist Mia kaum als eigenständige Person wahrnehmbar. Sie hat nichts anderes zu bieten als eine einzige Begebenheit in ihrem Leben zu zeigen und zu verarbeiten. Und natürlich gibt es am Ende das Happy End, dass jede Frau sich wünscht. Schade, denn die Schriftstellerin Siri Hustvedt muss sich nicht verstecken. Sie schreibt oft und gern über sich selbst.

Eigentlich braucht sie keine Mia, um ihre eigene Botschaft zu transportieren.

Wenn wir Figuren schaffen, sollten wir uns daher vorher fragen, ob wir uns selbst mit den Darstellungen präsentieren wollen oder ob wir ein vollkommen neues Geschöpf in die Welt schicken. Wenn unsere Motivation die Erschaffung einer neuen Person ist, ist diese zwar immer eng mit uns selbst verbunden, doch sie hat einen eigenen Raum zur Entfaltung. Wer seine Figur kennenlernen will, wird hin und wieder erstaunt sein. Sie reagiert unerwartet und lässt den Erfinder schmunzeln oder zürnen oder eben staunen. Ein toller Trick ist, eine Brieffreundschaft mit ihr zu beginnen. Frag sie nach ihren Meinungen zu allem, was du erlebst. So erfährst du Dinge von ihr, dir beim Schreiben hilfreich sein können und viel mehr Farbe in den Roman bringt. Zusätzlich hat man auch gleich die eine oder andere Textpassage, die später Verwendung finden kann. Wer Lust hat, seinen Brief an seine Figur hier zu veröffentlichen ist herzlich eingeladen. Aber auch andere Tipps, um lebendige Figuren statt Marionetten zu entwickeln, haben hier noch Platz.

Einladung zum Marketing-Workshop für Autoren – In Leipzig passend zur Buchmesse

Wer sein Buch und damit auch seine eigene Arbeit vermarkten will, braucht eine wirksame Strategie. Darüber hinaus sollte er über ausreichend Fachwissen in der Welt der sozialen Medien verfügen.

Einen Kurs im Marketing für Autoren gibt es im März in der Bücherstadt Leipzig. Parallel zur Buchmesse Leipzig vom 14. bis 16. März 2018 findet der Kurs:

„Nun lies doch endlich mein Buch!“

statt.

Inhalte sind:

  • Grundbedingungen des klassischen Marketings
  • Kreatives Marketing
  • Multi Media Marketing
  • Social Network Marketing
  • Werbespychologie
  • Werbestrategie

Jeder Teilnehmer hat am Ende des Workshops seine eigene Strategie erstellt und wird drei Monate lang weiter betreut, damit die Strategie auch auf einen guten Weg kommt.

Termin: 14. März 2018, 10 bis 20 Uhr (einschließlich Pausen für Mittagessen und Abendbrot)

15. und 16. März 2018, jeweils 10 bis 15 Uhr

Kosten: 85,00 €, Besucher der Buchmesse zahlen gegen Vorlage Ihres Tickets 65,00 €

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Durchführung:

Stefanie Glaschke, psychologische Beraterin (Dipl. IAPP) und Buchautorin

Coaching-Erfahrung in den Bereichen Zeitmanagement, Strategie und Vision seit 1999, Journalistische Arbeit seit 2015, Buchautorin bei namhaften Publikumsverlagen seit 2001.

Humorvolle Schreibe gewünscht?

Nach der kleinen Serie zum Thema Autoren-Marketing verlassen wir jetzt den schnöden Bereich der Vermarktung und wenden uns wieder den Schreiben zu. In einer Welt, in der alle und jeder Krimis schreibt, Krimis liest und Krimis empfiehlt, will ich einen Spott auf ein anderes Genre lenken. Auf den Humor, die komischen Bücher, die die Lachtränen in die Augen der Leser treiben. Humor liest sich leicht und locker, dennoch ist der Inhalt oft nicht nur unterhaltsam. Auch wichtige Botschaften lassen sich humorvoll verpacken. Doch Vorsicht, der alte Spruch „Humor ist Glückssache“ schient hin und wieder Berechtigung zu haben. Es ist eine schmale Linie zwischen Humor und Albernheit. Bücher, die ich urkomisch finde und daher hier empfehlen möchte, sind:

„Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte“ von Romain Puértolas 

Ein zweites Buch, dass mir als besonders humorvoll in Erinnerung geblieben ist, ist „Ein Idiot unterwegs“.

  Karl Pilkington „Ein Idiot unterwegs“

Und wer sich selbst ans Werk machen will, um die Leser mit seiner Schreibe zu kitzeln, könnte diesen Tipp ausprobieren:

Zuerst wird eine Tabelle angelegt. Die Spalten heißen:

Wer – Wann – Wo – Wie – Was – Warum

Jetzt werden die Spalten gefüllt. Personen, Zeitpunkte, Orte, Handlungsweisen, Inhalte und Motivationen werden eingetragen. Dabei dürfen die Zeilen durchaus noch bierernst und logisch sein. Ein Beispiel:

Der Weihnachtsmann – Weihnachten – in Lappland – mit der Hand – Rentiere anspannen – um Kinder zu beschenken.

Fülle mindestens 15 Zeilen. Im nächsten Schritt werden die Zeilen durcheinander gewirbelt. So könnte es sein, dass der Ort im obigen Beispiel plötzlich nicht mehr Lappland ist, sondern ein Saunapark. Wie ist der Weihnachtsmann dorthin gekommen? Vielleicht wechselt auch die Person. Es könnte ja auch ein führender Politiker sein, der im Saunapark die Rentiere anspannt, um Kinder zu beschenken…. Mit dieser Methode fällt dir etwas ein, garantiert. Hier wird mit den Erwartungen des Lesers gespielt. Werden seine Erwartungen enttäuscht und du führst ihn auf einen vollkommen anderen Pfad, wird er ein gesteigertes Lesevergnügen haben und dich und dein Werk lieben.

Diesen und ähnliche Tipps gibt es übrigens im Autorentraining.

Cover Heft2Autorentraining Heft 1

Von Worten und Wörtern

Zugegeben, ich bin nicht immer die Ruhe selbst. Mich kann so einiges in Rage bringen. Dazu gehören die Verwechslungen zwischen „Worte“ und „Wörter“. Ist es denn so schwer? Unter uns Schreibern dürfte das kein Problem sein, denn viele von uns erschaffen Worte durch Wörter. Diese zwei Formen des Plurals von „Wort“ will ich mit diesem Beitrag retten.

Wo liegt der Unterschied?

Wörter sind die kleinste Einheit eines Satzes. Der letzte Satz besteht also aus sieben Wörtern. Dieser Satz besteht aus sechs Wörtern. Man legt beim Scrabble Wörter, allerdings keine Worte. Es gibt Passwörter, aber keine Passworte und nicht Wörter können wie Schläge sein, sondern Worte.

Worte sind Zitate, Redewendungen, Aphorismen. Ausnahme: Sprichwörter, die eigentlich Sprichworte heißen müssten.

Wer es sich merken will: Wörter bestehen aus Buchstaben, Worte werden aus Gedanken erschaffen.

Worte können verletzen, Wörter nicht.

Und ein Wort zum Sonntag ist nur gehaltvoll, wenn es nicht Wörter zum Sonntag werden.

Worte bestehen allerdings immer auch aus Wörtern.

In diesem Sinne ein Wort zum Schreibwochenende:

Feder und Papier entzünden mehr Feuer als alle Streichhölzer der Welt. (M. S. Forbes)


Scrabble – der Klassiker unter den Wörterspielen

Mal was anderes: Wörter statt Zahlen

Schreiben ist auch „Mut zur Freiheit“

Immer wieder kaufe ich Bücher aus den Ramschkisten in den Warenhäusern oder auf den Tischen vor den Buchhandlungen. Auch alte Bestände aus der Bibliothek sind willkommene Beute für mich. Auf keiner Bestsellerliste, in keinem Marketingkonzept spielen sie noch eine große Rolle. Aber sie sind oft wertvoll, geistreich und zauberhaft zu lesen. Oft, nicht immer. Sie können wiederentdeckt werden. Und manchmal entfaltet sich ihr Wert und ihre Besonderheit erst auf den zweiten Blick.

Ich hab ein solches Buch in einer Bibliothek gefunden, für einen Euro gekauft und zuhause verschlungen. Der Grund? Die Sprache. Der Autor wechselt nicht nur zwischen den verschiedensten Perspektiven, er baut auch gekonnt Abwesende in das Geschehen ein. Dabei schreibt er auch noch zweisprachig, mit leichten Übergängen, die die englischen Passagen (für Anfänger mit Schulenglisch gut lesbar) einleiten. Da finden sich Tagebucheinträge, die sich wie Dialoge mit dem Protagonisten lesen, Visionen und Wirklichkeit verschwimmen. Er schafft es, eine bunte Gefühlswelt im Leser zu erzeugen. Dabei geht es nicht um Weichspülsprache. Ich habe mich manchmal vor der Hauptfigur, dem Ich-Erzähler geekelt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Lesezeit: Ein Wochenende, gefesselt zwischen der beschriebenen Erlebenswelt und der Fassungslosigkeit ob des schwarzen und bissigen aber feinsinnigen Humors. Und nicht ich allein bin begeistert von diesem Buch. Im Mai 2017 erschien Höhtkers „Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite“  als Taschenbuch, vollkommen verständlich.

Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite, Taschenbuch, 16,00 €

Frank Stremmer, PR-Mann auf dem Schleudersitz in einer dubiosen Finanzfirma, Wohnort Genf. Und auf dem Schleudersitz in seiner Beziehung mit Marion, die er seit Jahren auszutauschen erträumt. Welthass, Narzissmuss und Ignoranz zeichnen ihn aus. Ein wahres und doch zynisches Bild vom Leben mit dem Kapitalismus, der Selbstüberschätzung und der Orientierungslosigkeit.

Mich hat das Buch darauf hingewisen, dass es sich lohnt, Mut zu einer ganz eigenen Sprache, einem kreativen Stil zu zeigen. Über Grammatik und Rechtschreibung wurde und wird viel gesagt und geschrieben. Doch auch wahre Sprachkunstwerke können so entstehen. Da denke ich sofort an Marcel Proust, der in einem Band von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit  einen Satz mit 845 Wörtern untergebracht hat. Stil, Kunst oder einfach nur Spaß an der Sprache? Es muss nicht jedem gefallen, doch Experimente mit der Sprache verbessern die Geschmeidigkeit der eigenen Texte. Dazu zählen auch Drabbles oder das Verfassen von Limericks.

Mit dem Thema Sprache, Sprachkunst, Stil und Schreiblust befasst sich übrigens das Heft III des Autorentrainings von TextTime.

Wochenendgeschenk: Autorentraining – 12 Monate lang jeweils ein Trainingsheft mit 30 Übungsschritten.

ATRgratis1Nehmen Sie an der Sonderaktion vom 10.11.2017 bis zum 12.11.2017 teil. Bestellen Sie das Autorentraining komplett und vollkommen gratis. Ein Geschenk von TextTime an alle Besucher der Webseite. Schreiben Sie einfach eine Nachricht und erhalten Sie ab 1.12.17 regelmäßig das Autorentraining per pdf. in Ihr Postfach. Nach zwölf Monaten ist das Training beendet und verlängert sich nicht. 

Tag 3 Autorentraining

Der dritte Tag des Trainings auf diesem Block stammt aus dem Anhang des Arbeitsheftes 1

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Im Anhang finden Sie in jeder Lektion eine Erklärung oder eine Technik rund um Genre, Gattung oder Stil.

Drabbles

Drabbles sind Geschichten aus exakt 100 Wörtern. Dabei ist die Überschrift nicht mitgezählt. Können Sie sich nicht vorstellen? Es klappt aber.

Hier finden Sie ein Beispiel:

Die Geburtstagstorte
„Was soll das werden?“ Dieter stapfte mit lauten Schritten in die Küche. Er war mürrisch, seit er seine Arbeit verloren hatte. Seine cholerische Art wuchs mit jedem Tag seiner Untätigkeit. Elsa bekam schon Angst, wenn sie ihn nur sah. „Ich wollte eine Geburtstagtorte für dich backen.“ Dieter rülpste laut. „Du und backen? Das wird ein schönes Giftzeug werden.“ Elsa schluckte schwer. Sie musste eine Lösung finden. „Giftzeug, das war es.“ Voller Vorfreude mischte sie das Backpulver und das Rattengift unter das Mehl. Der Kuchen gelang ihr prächtig. Dieter konnte nach dem ersten Stück keinen miesen Kommentar mehr zum Giftzeug abgeben.

Schreiben Sie doch ein eigenes Drabble. Spielen Sie mit und gewinnen Sie das kostenlose Feedback für Ihre Ergebnisse. Sie können bis Sonntag, 8.1.2017 problemlos einsteigen.

Hier gibt es weitere Infos zum Autorentraining von TextTime

Warum Training für Autoren wichtig ist

Autoren brauchen ständiges Autorentraining, weil sich der Markt, die Sprache und die eigene Persönlichkeit ständig entwickeln. Ein gutes Autorentraining bietet individuelle Freiräume an.

Sie kennen es vielleicht. Es entstehen zeitliche Freiräume zwischen zwei Projekten und plötzlich entbrennt der Wunsch in Ihnen, eine richtig gute Weiterbildung zum Thema Schreiben zu absolvieren. Es gibt viele ganz ausgezeichnete Angebote für Autorentraining im Netz und im realen Leben. Doch dann wird der Hund krank, ein Stammkunde braucht einen Text und plötzlich kommt Ihnen die geniale Idee für Ihren neuen Krimi. Die Anmeldung ist schon raus, doch die guten Vorsätze sind dahin. Manchmal kostet es auch noch Geld. Ein Autorentraining muss vollkommen flexibel sein, denn Autoren sind es auch. Sie können nächtelang arbeiten, bis die Fingerkuppen bluten und dann wieder tagelang gar nichts tun. Autoren können sich in die verschiedensten Perspektiven hineindenken.

Den Bedürfnissen von Kreativen wird das Autorentraining auf TextTime gerecht. Zuerst: Wir arbeiten mit einem Offline-Angebot. Auch Autoren brauchen Bewegung und frische Luft. Sie können bei TextTime ohne PC und Smartphone Ihr Autorentraining durchführen. Sie können. Selbstverständlich gibt es auch eine Online-Version. Aber denken Sie mal nach. Warum gönnen Sie sich nicht mal eine Phase der Freiheit von den modernen Medien? So wird das Autorentraining zusätzlich noch zu einem Gesundheitsplus.

Apropos Plus: Das Autorentraining von TextTime wurde entwickelt, um kreative Wortkünstler und andere Spracharbeiter ganzheitlich zu trainieren. Es bearbeitet neben dem Training der Sprache und Schreibe die folgenden Bereiche:

  • Selbstwertgefühl
  • Selbstvertrauen
  • Kreativität
  • Umgang mit Niederlagen
  • Ernährung für den Geist
  • Körperliche Fitness
  • Entspannung

Die Methode ist einfach. Um Ihre Flexibilität zu wahren können Sie jede der 12 Lektionen als Arbeitshefte entweder in Printversion oder als E-Book erwerben. Es gibt für jeden Tag eine Lektion, die maximal 30 Minuten in Anspruch nimmt. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie am Ende einer Lektion den Feedback-Service in Anspruch nehmen wollen oder nicht. Sie sind zu nichts verpflichtet und an kein Abo gebunden.

coverDIN A4, 40 Seiten Heftbindung, 9,90 € inklusive Porto
E-Book (Format ePub), 2,99 €

Hier erhalten Sie einen Einblick in das erste Heft. Und eine Motivation dazu. Wer es schafft, fünf Tage lang durchzuhalten und mir bis Sonntag, 8. Januar 2017, seine Lösungen zu schicken, erhält das Trainingsmaterial für den ersten Monat kostenlos als pdf. geschenkt!


Tag 2

Ganz gleich, was Sie schreiben, Sprache hat immer mit Kreativität zu tun. Und Kreativität, die Fähigkeit etwas zu erschaffen, gelingt besonders gut, wenn zwei Voraussetzungen gegeben sind.

Ein entspannter, klarer Kopf und flexibles Denken.

Heute können Sie eine Übung für Ihre geistige Flexibilität durchführen.

Trainieren Sie Ihre Flexibilität

Bauen Sie aus den folgenden Wortgruppen jeweils kurze Texte mit höchstens drei Sätzen.

  1. Bagger, Keller, Petticoat
  2. Schule, Stuhl, Tafel, Frustration, Ziege
  3. Schreiben, Honorar, Konzentration, Herkulesstaude

Viel Vergnügen und gutes Gelingen!

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Kleine Übung zum Wochenende

Sie wollen schreiben, wenn Sie Schreiber sind. Und Sie müssen auch schreiben. Es kann aber vorkommen, dass man einfach keinen Anfang, keine Idee findet. Wer sich wünscht, aus seinem eigenen Kopfkino auszusteigen und eine bisher völlig neue Idee zu finden, der kann die folgende Übung anwenden:

Man nehme das Wort Sauerstoff (oder ein anders beliebiges Wort, mit dem man auf den ersten Blick keine Story verbindet)

Frei und ohne Ratio werden jetzt 15 Wörter aufgeschrieben.  Das sieht in meinem Beispiel so aus. Bitte zensieren Sie sich nicht selbst, lassen Sie alles zu, was Ihnen in den Sinn kommt.

Sauerstoff

Natur

Tier

Leben ….

Im zweiten Schritt werden Begriffe zu jeweils zwei der Wörter gebildet.

Also: Sauerstoff und Natur > Umweltschutz (nur ein Beispiel)

Sie erhalten 8 neue Wörter, die Sie wieder auf die gleiche Art bündeln. Das ergibt vier neue Wörter, schließlich haben Sie noch 2 und zum Schluss ein einziges Wort.

Ihre Liste hat also jetzt 31 Wörter. Schreiben Sie eine Überschrift und etwa 5 Zeilen Text. Diese kleine Übung dient dem Autor dazu, von sich selbst überrascht zu werden.

Folgen Sie diesem Blog. Lesen Sie hier immer wieder nützliche Tipps für Schreibende, rund um Text, Manuskript, Vermarktung und Schreibe.

coverGedruckt, aus Papier, DIN A4, ein echtes Arbeitsheft zum Reinschreiben und Ausfüllen, 9,90 €, portofrei

E-Book, Inhalt identisch mit der Printversion, 2,99 € / Download

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