Gewinner sind alle!

Moni (zer)matscht Mircos Mischbatterie in einer Müllpresse am Münchener Bahnhof aus Mangel an Zuwendung.

Toller Satz, liebe Renate, und herzlichen Glückwunsch zu deinem Gewinn. Gestern wurde die Kreativitätstechnik „Stadt-Land-Mord“ auf diesem Blog vorgestellt und viele schöne Sätze sind bei mir eingegangen. Die erste Einsendung wird mit dem Heft 1 des TextTime-Autorentrainings belohnt. Jede Einsendung hat ihren Reiz gehabt und gewonnen haben alle, die sich diese Momente der Förderung ihrer eigenen Kreativität gegönnt haben.

Wer noch eine Runde spielen will, sei herzlich eingeladen. Die Bedingungen bleiben wie bekannt. Unser heutiger Buchstabe ist das „S“.

Mein heutiges Thema ist das Social Network Marketing für Autoren. Dabei ist die Unterteilung in zwei Gruppen wichtig. Die Autoren, die über einen Verlag veröffentlichen sind in der einen Gruppe vertreten, die Self-Publisher in der anderen. Warum dieser Unterschied? Weil Verlagsautoren oft bereits im Marketingkonzept des Verlages mitbeworben werden. Hier muss die Corporate Identity des Verlages gesehen und berücksichtigt werden. SNM für Verlagsautoren ist ein ergänzendes Marketing. Der Self-Publisher dagegen hat die Freiheit und die Pflicht, seine eigene Corporate Identity aufzubauen. Sein SNM ähnelt dem eines kleineren Handwerkbetriebs. Die SNM-Welt ist umfangreich und wächst ständig. Sie besteht aus Nachrichtendiensten, Communitys und Publikationsmöglichkeiten. Jeder Autor ist gut beraten, wenn er seine Strategie wohl überlegt konzipiert, bevor er loslegt. Es reicht meist nicht aus, einen Twitter-Account und ein Facebook-Profil zu pflegen. SNM ist ein hochdifferenziertes Gebilde, dass ständig beobachtet und gepflegt werden muss, wenn es wirksam sein soll. Hier wird in den folgenden Beiträgen alles über Landingpages für Autoren, automatische Dienste und Profilpflege zu lesen sein, was ein Schreiber wissen muss, um seine eigene Strategie zu entwickeln. Wer heute schon nicht mehr abwarten will, nutzt das Autorencoaching  auf TextTime.de. Im März wird es übrigens einen Workshop zum Autorenmarketing geben, der sich an die Besucher der Buchmesse richtet.

Der nächste Artikel behandelt das Thema: Landingpages für Schreiber.

Wer ihn nicht verpassen will, abonniert die Beiträge dieses Blogs.

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Stadt-Land-Mord

Über die vielen Feiertage hat mein Schreiben geruht. Allerdings bedeutet das nicht, dass ich nicht gearbeitet hätte. Vielmehr halte ich regelmäßiges Fördern der geistigen Kreativität für einen der wichtigsten Zeitvertreibe im Autorenleben. Aus diesem Grund habe ich mit meiner Familie Spiele gespielt, die einerseits Freude gemacht haben und auf der anderen Seite meine Ideenkiste 2018 bis zum Rand gefüllt haben. Das Spiel, das mir am meisten Ideen eingebracht hat, war „Stadt-Land-Mord“. Als Krimifan habe ich eine alte Idee aufgegriffen.

Gemäß den bekannten Regeln zum alten Kinderspiel „Stadt-Land-Fluss“ haben wir die Kategorien geändert in:

Stadt – Opfer – Tat – Waffe – Motiv – Fluchtfahrzeug.

So wurde Lisa in Luxemburg mit Lametta aus purer Lust die Luft abgeschnürt, bevor mein Mitspieler mit der Limousine getürmt ist.

Und Gregor wurde in Graz mit der ganzen Hand begrapscht, weil Gier meine Mitspielerin dazu getrieben hat. Sie flüchtete übrigens mit dem Großraumtaxi.

Bierernst haben wir die Regeln nicht genommen, wir wollten Spaß und sonst nichts.

Die Ergebnisse werde ich aufbewahren, wer weiß, welche Idee in einer meiner nächsten Geschichten Platz findet.

Der Vorteil der gezielten Förderung der Kreativität liegt darin, dass Ideen entstehen, die im Alltag oft nicht präsent werden oder schon vor ihrem Erscheinen wieder verdrängt werden, weil sie einfach nicht in den Lebenskontext passen. Diese Spiele sind nicht zielgerichtet. Das ist ein großes Plus.

Autoren brauchen Ideen und selbst bei den ganz Großen schient mir manchmal, dass sie in einer relativ begrenzten Spielfläche schreiben.

Kreativität wird auch mit den Synonymen „Einfallsreichtum“, Erfindungsgabe“ und „Produktivität“ im Zusammenhang gesehen. Hier können wir das breite Spektrum des Begriffs erkennen. Denn einen Einfall zu haben, muss noch lange nicht bedeuten, etwas zu erfinden. Die Produktivität ist ein Hinweis darauf, dass etwas entstehen soll. Für Schreiber geht es hier in erster Linie um Texte oder Storys. Wer Text produziert ist also kreativ. Allerdings ist nicht jeder Schreiber auch erfinderisch. Geniale Ideen wie die von Mariana Leky in ihrem Roman „Was man von hier aus sehen kann“ oder von Altmeister Walter Moers „Die Stadt der träumenden Bücher„. Auch das kleine Werk von Kafka „Die Verwandlung“ gehört sicher in diese Aufzählung.

Einfach mutig sein und Dinge zusammenbringen, denen auf den ersten Blick jeder Bezug zueinander fehlt, ist eine Freiheit, die sich Autoren nehmen dürfen und sollten. Vielleicht ist das ein guter Plan für die nächsten freien Tage.

Weitere Spielideen sind auf diesem Blog bereits im Beitrag „Leidenschaftliches Spiel ist exzellentes Lernen“,  vorgestellt. Und wer mehr Kreativitätsanregungen haben möchte, kommt mit dem Autorentraining auf jeden Fall in Schwung. Auch die Schokolinsen-Methode sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt.

Und für alle, die hier regelmäßig vorbeischauen, gibt es wieder einen kleinen Wettbewerb. Spielen wir Stadt-Land Mord, wie oben beschrieben. (Stadt – Opfer – Tat – Waffe – Motiv – Fluchtfahrzeug.) Der gewählte Buchstabe ist M. Der erste, der seinen Satz an mich sendet, bekommt das Autorentraining Heft 1 als pdf. kostenlos!

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Autorentraining auf Texttime.de – Hier gibt es weitere Infos sowie die Printversion und die digitale Version

Wer am Wettbewerb (siehe oben) teilnimmt, erklärt sich damit einverstanden, dass seine Lösung hier anonym veröffentlicht wird.

Schreiben ist auch „Mut zur Freiheit“

Immer wieder kaufe ich Bücher aus den Ramschkisten in den Warenhäusern oder auf den Tischen vor den Buchhandlungen. Auch alte Bestände aus der Bibliothek sind willkommene Beute für mich. Auf keiner Bestsellerliste, in keinem Marketingkonzept spielen sie noch eine große Rolle. Aber sie sind oft wertvoll, geistreich und zauberhaft zu lesen. Oft, nicht immer. Sie können wiederentdeckt werden. Und manchmal entfaltet sich ihr Wert und ihre Besonderheit erst auf den zweiten Blick.

Ich hab ein solches Buch in einer Bibliothek gefunden, für einen Euro gekauft und zuhause verschlungen. Der Grund? Die Sprache. Der Autor wechselt nicht nur zwischen den verschiedensten Perspektiven, er baut auch gekonnt Abwesende in das Geschehen ein. Dabei schreibt er auch noch zweisprachig, mit leichten Übergängen, die die englischen Passagen (für Anfänger mit Schulenglisch gut lesbar) einleiten. Da finden sich Tagebucheinträge, die sich wie Dialoge mit dem Protagonisten lesen, Visionen und Wirklichkeit verschwimmen. Er schafft es, eine bunte Gefühlswelt im Leser zu erzeugen. Dabei geht es nicht um Weichspülsprache. Ich habe mich manchmal vor der Hauptfigur, dem Ich-Erzähler geekelt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Lesezeit: Ein Wochenende, gefesselt zwischen der beschriebenen Erlebenswelt und der Fassungslosigkeit ob des schwarzen und bissigen aber feinsinnigen Humors. Und nicht ich allein bin begeistert von diesem Buch. Im Mai 2017 erschien Höhtkers „Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite“  als Taschenbuch, vollkommen verständlich.

Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite, Taschenbuch, 16,00 €

Frank Stremmer, PR-Mann auf dem Schleudersitz in einer dubiosen Finanzfirma, Wohnort Genf. Und auf dem Schleudersitz in seiner Beziehung mit Marion, die er seit Jahren auszutauschen erträumt. Welthass, Narzissmuss und Ignoranz zeichnen ihn aus. Ein wahres und doch zynisches Bild vom Leben mit dem Kapitalismus, der Selbstüberschätzung und der Orientierungslosigkeit.

Mich hat das Buch darauf hingewisen, dass es sich lohnt, Mut zu einer ganz eigenen Sprache, einem kreativen Stil zu zeigen. Über Grammatik und Rechtschreibung wurde und wird viel gesagt und geschrieben. Doch auch wahre Sprachkunstwerke können so entstehen. Da denke ich sofort an Marcel Proust, der in einem Band von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit  einen Satz mit 845 Wörtern untergebracht hat. Stil, Kunst oder einfach nur Spaß an der Sprache? Es muss nicht jedem gefallen, doch Experimente mit der Sprache verbessern die Geschmeidigkeit der eigenen Texte. Dazu zählen auch Drabbles oder das Verfassen von Limericks.

Mit dem Thema Sprache, Sprachkunst, Stil und Schreiblust befasst sich übrigens das Heft III des Autorentrainings von TextTime.

Wochenendgeschenk: Autorentraining – 12 Monate lang jeweils ein Trainingsheft mit 30 Übungsschritten.

ATRgratis1Nehmen Sie an der Sonderaktion vom 10.11.2017 bis zum 12.11.2017 teil. Bestellen Sie das Autorentraining komplett und vollkommen gratis. Ein Geschenk von TextTime an alle Besucher der Webseite. Schreiben Sie einfach eine Nachricht und erhalten Sie ab 1.12.17 regelmäßig das Autorentraining per pdf. in Ihr Postfach. Nach zwölf Monaten ist das Training beendet und verlängert sich nicht. 

Leseort im Schwarzwald – Lahr

Kann ich in Lahr einen Ort finden, an dem das Lesen ein besonderes Vergnügen bereitet? Und warum wurde die gute alte Stadtbibliothek in „Mediathek“ umgetauft? Werden hier die Bücher vielleicht durch elektronische Datenträger ersetzt? Diese Fragen habe ich mir auf meiner Reise zu bekannten und unbekannten Leseorten gestellt. In Lahr gelandet war ich zuerst sehr enttäuscht von der Lage und der äußeren Wirkung des Hotels. Aber sowohl der Service als auch die Innenausstattung ließen mich schnell merken, dass es sich hier um ein liebevoll geführtes Haus handelte, an dem ich mich mit meinen Büchern wohl fühlen würde. Allein die „Genuss Arena“ des Hotels und auch der Innenhof hielten bereits zahlreiche Leseecken bereit.

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Eine „Leseecke“ im Hotel

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Innenhof des Hotels 

Lesen wollte ich zum wiederholten Mal „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood. Und es sah gut aus. Gemütlichkeit jedenfalls und Ruhe fand ich im Hotel ausreichend. Den Roman habe ich auch verfilmt mehrere Male gesehen. Ich finde schade, dass der Roman als Roman einer Generation gilt. Letztlich ist es ein hochaktuelles und brisantes Buch, das zum Glück wieder in die Medien gerät. Der Film wurde übrigens von Volker Schlöndorff gedreht und ist überaus sehenswert. Fay Dunaway spielt die Hauptrolle. Der Film hat den Titel: Die Geschichte der Dienerin.

Die Geschichte der Dienerin, DVD

Am zweiten Tag sollte es zur Bibliothek der kleinen Stadt im Schwarzwald gehen. Schnell gefunden war sie dann, mitten in der Stadt, dort, wohin Bücher und Bildung gehören. Die Bibliothek hat einen tollen Eindruck auf mich gemacht, denn hier wird mitgedacht. Neben dem PC-Arbeitsplatz und dem Lesesaal, der etwas gemütlicher sein könnte, gibt es den Service, Lesebrillen und E-Reader zum Ausleihen. Einrichtung und Gestaltung waren eher karg und auch wenig modisch, rein funktional kommt die Mediathek in Lahr daher. Das wird aber spielend kompensiert von den freundlichen Mitarbeitern und dem sorgfältigen Angebot, dass Lesenden sehr entgegen kommt.

Nach einem Tag voller Lese-Erfahrungen geht es morgen weiter, wieder auf der Suche nach Orten, an denen gelesen werden kann und sollte.

Aus diesem Tag nehme ich die Frage mit, wie wichtig die Umgebung wohl für das Lesen sein mag? Brauchen wir es gemütlich? Was ist mit dem Märchen vom armen Studenten, der in seinem kalten Zimmer mit Handschuhen und Jacke sitzt und sein letztes Geld für ein Buch ausgegeben hat? Gibt es vielleicht einen Unterschied zwischen Lesen früher und heute? Ich möchte wissen, ob die Umgebung für den Leser wichtig ist. Deshalb diese kleine Umfrage hier. Unter allen Teilnehmern werden 3 Buchpakete und 3 Buch-Gutscheine von Amazon verlost. Diese Umfrage mit Gewinnchancen endet am 31.10.2017, 23.59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

 

Leseort Aschaffenburg

In der modernen, vollständig kommerzialisierten Buchwelt geht es ja leider um vieles, selten aber um das Lesen allein. Da werden Merchandising und Marketing groß geschrieben, Autoren werden bunt und bekannt wie Pop-Stars, Bücher liegen auf dem gleichen Reagl wie der Nippes aus dem letzten Urlaub. Das ist gut so, das Buch als eine Selbstverständlichkeit ist ein großes Ziel. Aber ist es erreichbar?

Bücher haben es nicht leicht in einer Welt voller Daten, die keine physische Existenz mehr brauchen. Gerade das Buch ist eine Datensammlung, die durch ihre Schwere und ihre materielle Gestalt auf sich aufmerksam macht. Sie haben einen Reiz, die Bücher. Aus diesem Grund habe ich vor einiger Zeit damit angefangen, Bibliotheken, Buchhandlungen und Leseorte zu besuchen. Sind unsere Bibliotheken dazu geeignet, Lust am Lesen zu wecken? Meine Entdeckertour beginnt mit der Stadtbibliothek Aschaffenburg. Mein Eindruck: Toller Service und sehr viel Freundlichkeit. Dabei ist die Stimmung nicht gespenstisch leise, es wird nicht gewispert und auch Kinder sind gern gesehen. Ich habe zwei Stunden dort verbracht und konnte viele Diskussionen über Bücher hören. Die Bibliothek Aschaffenburg macht Lust auf Lesen, ganz eindeutig. Aber mir als Schreiberin macht sie auch Lust auf das Schreiben. Die offene Gestaltung des Gebäudes und die Bereitschaft der Mitarbeiter, mit den Gästen zu sprechen, erinnerte mich an einen Ort der Begegnung.

Das helle, freundliche Ambiente lässt Bücher zu unserer Welt gehören. Hier macht Lesen sehr viel Freude und es lohnt sich, einen Ausflug in die Bibliothek zu unternehmen.

Besonders toll ist übrigens die Kinderabteilung mit viel Fläche und einem schönen IMG_20171011_162151Angebot für kleine, größere und große Kinder. Hier in der Bibliothek Aschaffenburg kann Leseförderung aktiv gestaltet werden und es braucht dafür nur Zeit und Achtsamkeit. IMG_20171011_162205Beeindruckend übrigens auch die Sonderabteilung für Senioren, die Freude an Literatur haben. Aktuelle Themen wie der Preis für Magret Atwoods oder die Buchmesse finden Beachtung und beiten wichtige Informationen aus der Welt der Literatur für Buchinteressierte. IMG_20171011_162715.jpg

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Für das eigene Schreiben ist der Besuch eines Leseortes von großer Bedeutung. Regelmäßig auf Tour zu gehen, ohne Absicht die Welt erleben und dabei wichtige Eindrücke zu sammeln, die sich früher oder später verwerten lassen, regt die Fantasie an und gehört zu den schönsten Seiten dieses Berufs. Leseorte sind wichtig für alle, die schreiben. Denn die Leseorte sind die Orte, an denen unsere Leser sich wohl fühlen und sich für unsere Texte entscheiden. Wie diese Orte aussehen, spielt eine wichtige Rolle. Sind sie gemütlich und liebevoll gestaltet, kommt das Büchern sicher zugute. Jeder Autor sollte von Zeit zu Zeit nachsehen, wo seine Leser sich gern aufhalten. Leseorte bringen viele Impulse für das Schreiben. Mein Tag an einem unbekannten Leseort begann mit einem Frühstück in einem Bistro, dass mich durch Atmöspäre und Service sowie das Angebot beeindruckt hat. Das „Karacho„, ein Start-Up aus Aschaffenburg, überzeugte nicht nur die Gäste vor Ort, sondern inzwischen auch eine große Drogeriekette von seiner Qualität und der pfiffigen Idee. IMG_20171011_150319.jpgHier gab es zum Tagesbeginn ein Avocado-Sandwich mit ausgezeichnetem Kaffee. IMG_20171011_143853.jpg

Die Wände sind mit einer flächendeckenden Comic-Collage gestaltet und die Deckenbeleuchtung ist auf jeden Fall einen zweiten Blick wert. Bei dieser Gestaltung mit Rohren und Licht fiel mir direkt ein Titel für einen Schreibwettbewerb ein: Lichtlinien. Wer dazu etwas schreiben möchte, darf sich herzlich eingeladen fühlen, genaue Infos folgen in den nächsten Tagen auf diesem Blog. IMG_20171011_143205.jpg

Nach ein par Stunden am PC in der Bibliothek (ein kostenloser Service übrigens), ging es zum Mittagsessen in einem beschaulichen Restaurant, dass qualitativ hochwertige Speisen für sehr angenehme Preise im Angebot hat. Das „LEBENSWERT“, IMG_20171011_150426.jpgdirekt gegenüber der Bibliothek Aschaffenburg, ist in jedem Fall eine Empfehlung wert. Am Nachmittag ging es wieder in die Bibliothek. Der Rechner war noch frei und ich durfte auch wieder kostenfrei daran arbeiten. Neben mir saß ein Mann, 80 Jahre alt etwa und sehr redselig. Er erzählte von seiner Kindheit, von seiner Frau und der Angst davor, im Alter auf fremde Menschen angewiesen zu sein. Fast eine Stunde haben wir uns unterhalten. Diese Begegnung hätte an meinem Schreibtisch nicht stattfinden können. Und ich schreibe viel lieber über reale Impulse von realen Menschen als nur über erdachte Themen und Figuren. Ein gelungener Tag an einem gelungenen Leseort. Vielen Dank an die freundlichen Menschen in Aschaffenburg!

Folgen Sie diesem Blog um mehr über Leseorte zu erfahren und die Infos zum Wettbewerb „Lichtlinien“ rechtzeitig zu erhalten. Oder schreiben Sie mir über Ihre „Leseorte“ und Schreiberfahrungen.

Wochenendgeschenk: Autorentraining – 12 Monate lang jeweils ein Trainingsheft mit 30 Übungsschritten.

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Leseorte für das eigene Lesezimmer:

Kalender 2018, Lesende Frauen
– unser Bestseller in der Kunst-Edition
– meisterhafte Bilder von starken und klugen Frauen
– Malerei von der Renaisssance bis zur Moderne
– Gemälde, die Frauen versunken in Brief, Buch oder Zeitung darstellen
Ein tolles Geschenk für befreundete Leseratten und für sich selbst

#Autorenwahnsinn Tag 14

 

Schreibmotivation

Die Frage nach der Motivation stellt sich für mich nie, wenn es darum geht, ob ich schreibe. Sie stellt sich aber unter dem Aspekt, was ich schreibe. Schreibe ich nun kurzfristig an einem Auftrag oder eher an einem eigenen Projekt. Viele, die vom Schreiben leben, schreiben nicht immer nur, was ihnen Freude macht. Andere leben nicht vom Schreiben und gehen zusätzlich einem Brotberuf nach. Bei mir geht es oft nicht darum, dass ich demotiviert bin. Viel eher liegt es an der Kraft, die schon vor dem ersten Satz des Tages bei anderen Arbeiten aufgebraucht ist. Um meine Motivation zu erhalten, entspanne ich mich daher vor dem Schreiben an meinen eigenen Arbeiten und sorge dafür, dass ich ausgeruht und hellwach bin, bevor ich starte. Auch ein kleines Schläfchen von etwa 15 Minuten hilft mir sehr gut dabei, in den Schreibfluss zu finden.

 

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Was lange währt… über Ideen von gestern #Autorenwahnsinn

Das beste, was mir in diesem Sommer im Netz begegnete, ist der Link zum Autorenwahnsinn. Ich schreibe schon sehr lange nicht mehr unter meinen richtigen Namen, viele Ideen werden anders verarbeitet als ich es mir früher gedacht habe. Aber da liegen noch so viele Seiten in der Schublade, die externe Festplatte ist voller Texte, Konzepte, Ideen und Anfänge. Deshalb werde ich den August nutzen, um eine dieser Ideen in die Realität zu bringen.

Die ersten beiden Tage habe ich schon verpasst, aber ich hole sie jetzt nach.
Tag 1 und 2: Mein Projekt für den August 2017 ist ein Kinderbuch. Johannes und der Zauberfüller begegnen Menschen aus fernen Zeiten. Johannes muss sich nicht mehr durch seine Hausaufgaben quälen, denn seine Zeitreisen bringen ihn direkt ins Geschehen. So lernt er durch das Erleben. Und was er erlebt, das bleibt im Kopf. das Buch soll eine Lanze für das reale Erleben brechen und uns darauf hinweisen, dass das Leben weder im Kopf noch im Computer stattfindet.

und heute, Tag 3: Ich verbringe den Sommer unterwegs und zuhause. Mir macht es Freude, Eindrücke zu sammeln. Ich bin gern mit der Kamera unterwegs. Beim Sichten der Fotos später kommen mir auch immer wieder Schreibideen. Der Sommer ist für mich stets eine ganz bewusste „Ideensammelzeit.“ Hier packe ich mir die Vorratskammer für den Winter voll, in Form von Kladden, Fotos, Skizzen. Gleich geht es für ein paar Tage nach Bayern, nachdem ich vorher in einer Waldhütte an einem kleinen See im Norden war. Mal sehen, was ich aus dem Süden so mitbringe… Und ich hoffe sehr, dass Johannes etwas damit anfangen kann.

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Schreiben im Flow, Teil 2

Welche Umgebung fördert den Flow?

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass die Umgebung für das Flow-Erleben eine Rolle spielen kann. So konnten Mitarbeiter im Silicon-Valley häufig beim Arbeiten im Flow-Zustand wahrgenommen werden. Die Arbeitsumgebung ist gehoben aber nicht zu luxuriös, eher hell als düster und auf keinen Fall extrem. Damit ist gemeint, dass die extreme Designerbude ebenso wenig geeignet ist, ein Flow-Erleben zu fördern, wie das dunkle Kämmerlein. Warum ist das so?
Weil das Flow-Erleben eine Verbindung zwischen der Tätigkeit und der handelnden Person darstellt. Alle Faktoren, die dazu dienen, dass der Mensch sich authetisch fühlt und keine störenden Außenreize erfährt, sind also gut für den Flow. Daher ist es von Vorteil, die Arbeitsumgebung einmal daraufhin zu prüfen, ob sie von innen her individuell gestaltet ist. Das ist nicht so leicht, wie es sich auf den erster Blick anhört.
Zuerst müssten wir mal wissen, was in uns schlummert. Klar sind die Fotos meiner Kinder schön anzusehen, aber kommen sie von innen? Wie sieht es mit Pflanzen aus? Die alte Stereoanlage, quadratisch – praktisch – hässlich, funktioniert zwar noch, aber ist sie nicht optisch eher störend als alles andere? Mich persönlich stören Kabel, egal welcher Art. Es mag ja ein Büro sein, aber ich liebe den Flow, also werden alle Kabel sorgfältig vermieden, versteckt, durch Alternativen ersetzt. Das ist nicht bei jedem so. Manche haben mit Kabeln kein Problem. Jeder braucht eine andere Umgebung. Diese zu gestalten ist harte Arbeit, wenn man wirklich ans Eingemachte geht. Hand auf´s Herz, wie viele schreiben zwischen „Tür und Angel“, in einer Rückzugsecke, möbliert mit Gegenständen, die einfach übrig waren? Das entspricht dem typischen Klischee des Schreibers – Hauptsache Papier und Stift. Mehr Selbstbewusstsein tut der Schreibe gut! Traummöbel, ausreichend Platz mit viel Licht und insgesamt eine freundliche, wertschätzende Umgebung, genau das haben die verdient, die überhaupt noch Wörter anwenden können. Aber Vorsicht, wie oben erwähnt ist das Designerbüro aus dem Katalog auch nicht immer passend. Zu jedem passt der Luxus, der seinem Innern entspricht. Wer einfach mal den Test macht, wird merken, wie leicht er wird, wie leicht die Arbeit von der Hand geht. In einer Rumpelecke fließt nichts. Es lohnt sich, darauf einen oder zwei Gedanken und etwas Zeit zu verwenden, denn der Flow ist eine tolle Belohnung.

Im nächten Beitrag geht es um die Grenzen und Risiken, die mit dem Flow-Erleben verbunden sind. Und hier geht es zum ersten Teil über den Flow

 

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Schreiben im Flow

„Flow“ ist ein Begriff, der inzwischen Einzug in der Alltagssprache zum normalen Sprachgebrauch zählt. Entwickelt hat ihn der ungarische Glücksforscher und Psychologieprofessor  Mihály Csikszentmihalyidas. Das Flow-Erleben gehört in das Fachgebiet der Motivationspsychologie. Um zu verstehen, was ein Flow ist, sollte zuerst eine Definition zugrunde gelegt werden.

„…bes. positives emotionales Erleben bei einer Tätigkeit, das dadurch charakterisiert ist, dass eine Person ganz auf ihr Tun konzentriert ist und darin aufgeht, sich selbst dabei vergisst, das Zeitgefühl weitgehend verloren ist („Die Zeit vergeht wie im Flug”). Dieses emotionale Erleben kann sich dann einstellen, wenn die wahrgenommenen Anforderungen der Tätigkeit den Fähigkeiten entsprechen. Der Anreiz bei einer solchen Handlung liegt nicht in erwarteten Handlungskonsequenzen (extrinsische Motivation), sondern in der Ausführung der Handlung selbst (intrinsische Motivation).“ (Quelle: Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Flow-Erleben, online im Internet:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/78176/flow-erleben-v4.html)

Geschieht demnach das Schreiben im Flow, wenn der Schreibende alles um sich herum vergisst und sich auf nichts als auf sein Schreiben konzentriert? Nicht immer. Denn ein wesentlicher Faktor beim Flow-Erleben ist die Motivation von innen, die sich auf kein äußeres Ziel konzentriert. Im Klartext heißt das für das Schreiben im Flow, dass es keinen Abgabetermin geben darf, keine wirtschaftlichen Interessen und auch keine Zielgruppe.

Flow

Das Flow-Erleben, grafisch dargestellt

Zusätzlich müssen nach Csikszentmihalyidas noch weitere Bedingungen erfüllt sein. Er erkennt ein Flow-Erleben daran, dass hohe Anforderungen auf hohe Fähigkeiten treffen. Wenn die Anforderungen zu niedrig sind, entsteht Langeweile, sind die Anforderungen zu hoch, entsteht Angst. Genau zwischen Angst und Langeweile ist der Flow angesiedelt. Stress oder Motivationslosigkeit sind demnach klare Anzeichen dafür, dass vielleicht eine hohe Motivation oder viel Freude an der Arbeit vorliegen, aber eben kein Flow.

Warum ist der Flow wichtig für das Schreiben? Hat er eine Auswirkung auf unsere Ergebnisse? Das Flow-Erleben hat Auswirkungen auf unser Glücksgefühl. Im Flow ist der Mensch vollkommen verbunden mit seiner Tätigkeit. Schreibende können an dieser Stelle schnell einer Verwechslung unterliegen. Gerade beim Verfassen belletristischer Texte geschieht eine enge Verbindung mit den Figuren, die kreiert wurden. Die Tätigkeit jedoch ist das Schreiben selbst. Das setzen, suchen, finden und gestalten von Worten und Kommunikation. Im Flow wird die Schreibe besser, denn der Flow ist eine Situation der höchsten Konzentration. Das Flow-Erleben setzt voraus, dass der Handelnde gleichsam zu seiner Handlung wird. Die folgenden Sätze können diesen Zusammenhang verdeutlichen. Während es beim hochmotivierten Schreiber heißt: „Ich will schreiben“, oder „Ich identifiziere mich mit meinen Figuren“, fühlt der Schreibende im Flow: „Ich bin Schreiben.“ Das daraus resultierende Empfinden ist schwer mit Worten zu erklären. Es ist allerdings messbar. An der Uni Ulm wurden Untersuchungen durchgeführt, in denen nachgewiesen wurden, dass Personen im Flow eine erhöhte Herztätigkeit haben und Stresshormone ausgeschüttet werden.

Brauchen wir den Flow? Wie können wir Lebensumstände schaffen, die den Flow fördern? Was genau bringt der Flow für unser Schreiben und für unser Leben? Diese Fragen werden in den folgenden Beiträgen im Autorentraining beantwortet. Folgen Sie diesem Blog, bleiben Sie am Ball.

(Copyright 2017 Stefanie Glaschke)

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Drei Tipps für schnellere Recherche

Recherche ist eine wichtige Voraussetzung für glaubhaftes Schreiben. Das gilt ganz besonders für Sachtexte. Aber auch Romanfiguren, deren Verhalten, Wortschatz oder Lebenskontext schlecht recherchiert sind, bleiben leider nur oberflächlich und können dem Leser keine Emotionen entlocken. Schlecht recherchiert führt zu: „Aus den Augen aus dem Sinn“ und macht aus einem Buch einen Konsumartikel, der schnell wieder in Vergessenheit gerät. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schön es ist, wenn ein Buch, das man vor Jahren oder Jahrzehnten geschrieben hat, lange einen Platz in den Buchhandlungen und den Bibliotheken behält.

Recherche kostet viel Zeit. Die Grundregel „Acht Stunden Input ergeben eine Stunde (guten) Output“ hat bisher noch niemand widerlegen können. Die Lösung liegt also darin, die Zeit für den Input zu verkürzen. Speedreading ist eine Möglichkeit. Dabei reicht es für Autoren vielleicht aus, einige Tipps aus dem Speedreading zu beherzigen.

Die folgenden drei Tipps helfen sicher, die Recherchezeit dadurch zu verkürzen, dass bedeutsame von bedeutungslosen Informationen getrennt werden.

  1. Lesen Sie einen Text lieber zweimal quer als einmal gründlich. Experten haben herausgefunden, dass das Querlesen nicht nur schneller, sondern auch effektiver verläuft, wenn es sich um Sachtexte handelt. Also: Text querlesen – beiseite legen – querlesen.
  2. Schlagen Sie in Sachtexten unbekannte Wörter nicht sofort nach. Notieren Sie sie zuerst auf einem Zettel und klären Sie später, was das Wort bedeutete. So können Sie nebenbei auch noch Ihren Wortschatz sehr effizient erweitern. Denn das Nachschlagen außerhalb der Lesezeit wirkt wie aktives Vokabeln lernen.
  3. Selektieren Sie. Autoren sind im Grunde neugierig. Aber wenn Sie Ihr Recherchethema definieren, dann halten Sie sich an die Definition. Alle Ablenkungen, die vielleicht später noch tolle Verwendung finden können, sollten auch auf später verschoben werden. Die beste Buchidee taugt nichts, wenn ein anderer das Buch vor Ihnen geschrieben hat.

Informieren Sie sich über Möglichkeiten, schneller zu lesen oder Speedreading professionell zu lernen. Es dauert zwar eine Weile, bis sich die erfolge einstellen, aber schließlich bringt Speedreading am Ende Tag für Tag eine Zeitersparnis, die für das Schreiben genutzt werden kann.

Zahlreiche Bücher zum Speedreading gibt es im Handel.

Speedreading – Buchtipps