Autoren und die liebe Zeit

Beim Stöbern durch alte Texte bin ich auf einen Artikel zum Thema Zeitmanagement gestoßen. Leider hat er noch nichts an Wichtigkeit verloren. Ich zitiere ihn daher hier. Er stammt aus einer alten Ausgabe des Autorenmagazins Schreibzeit, das ab März wieder erhältlich ist.

Ich bin strenge Verfechterin des Zeitmanagement speziell für Autorinnen und Autoren. Die Bedeutung der Zeit ist meiner Ansicht nach für Indie-Autoren noch größer als für Verlagsautoren. Warum? Ein Buch muss zur rechten Zeit auf den Markt. Warten bedeutet, anderen Büchern den Vortritt zu lassen. Gleichzeitig gilt aber auch, dass ein Autor ohne Zeitmanagement an irgendeiner Stelle stolpern wird. Er hat nämlich einige Jobs unter einen Hut zu bringen. Bücher schreiben ist Multi-Jobbing. Die folgenden Jobs gehören ganz klar zu seinem Arbeitsgebiet:

  • Self-Marketing
  • Kundenpflege
  • Kundenkorrespondenz
  • Profilpflege
  • Weiterbildung
  • Produktentwicklung
  • Produkterstellung
  • Produktvermarktung
  • Produktlieferung (oft, nicht immer)
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Honorarmanagement
  • Kontakt zu Kooperationspartnern suchen und pflegen
  • Marktbeobachtung
  • Zielgruppenanalyse

Außerdem ist der Autor noch zuständig für die Reinigung seiner Arbeitsräume, das Beschwerdemanagement und vieles weitere, was anfällt, damit ein Mensch effektiv arbeiten kann.

Ein Autor ist also ein Jongleur. Das hält zwar den Geist fit, aber es kann auch sehr zermürbend sein und manchmal ist es einfach nicht zu schaffen.

Beachten Sie die folgenden Tipps, um mehr Schreibzeit zu gewinnen.

  1. Nehmen Sie Ihre Schreibzeit ernst.  Behandeln Sie sie wie Arzttermine oder Behördengänge. Tragen Sie sie notfalls als feste Termine in Ihren Kalender ein. So wird gewährleistet, dass Schreiben nicht „zwischendurch“ passiert.
  2. Schreiben Sie täglich. Wenn Sie nicht viel Zeit haben, schreiben Sie dennoch mindestens 30 Minuten pro Tag. Worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, das wächst.
  3. Lernen Sie delegieren. Geben Sie Aufgaben ab, die Sie nicht machen müssen. Wenn Sie zuhause schreiben, kann es sonst leicht dazu kommen, dass Ihre Mitbewohner sie als „stets auf Abruf“ betrachten. Geben Sie Ihrer Familie den Hinweis auf Ihre Arbeitszeit und lassen Sie sich nicht stören. Niemand würde einen Berufstätigen in der Bank, im Laden oder in der Fabrik anrufen und ihm sagen, er solle mal den Hund ausführen.
  4. Sehen Sie Ihre Schreibzeit als Arbeitszeit. Das bedeutet, Sie haben einen Arbeitsplatz, den Sie pünktlich aufsuchen und pünktlich wieder verlassen. Ich halte es sogar für sinnvoll, den Schreibcomputer nicht für private Zwecke zu nutzen. Eine gut abgegrenzte Schreibzeit gibt Ihrem Schreiben mehr Respekt und Ernsthaftigkeit.“

                         

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