Autorenmarketing Teil 2 – Qualität vor Quantität

Nachdem die Landingpage fertig ist, müssen noch Besucher auf die Seite gelockt werden. Autoren haben und nutzen dafür die sozialen Netzwerke. Hier stehen die Nachrichtendienste und die Communitys ganz hoch im Kurs. Doch Vorsicht: Marketingexperten unterscheiden zwischen unterschiedlichen Qualitäten der Besucherzahlen.

Besucher ist nicht gleich Besucher

Da gibt es den Traffic, dem immer noch viele hinterherlaufen. Je höher die Besucherzahl, umso größer der Erfolg. Das ist nur bedingt richtig. Denn die Besucher sollen zu Lesern werden, sonst sind sie aus Sicht des Marketings wertlos. Wirklich wichtig sind die sogenannten warm Leads. Das sind Besucher, die entweder das beworbene Buch kaufen oder aber ihre Daten hinterlassen, damit sie später direkt angesprochen werden können. Diese warm Leads ermöglichen weitere Interaktionen. Sie werden zu Kontakten. Dabei geht es nicht um die Einbahnstraßenkontakte, in denen sie alles lesen, was der Autor postet. Diese Kontakte gehören eher in die Gruppe „Fans“. Sie sind wichtig und tun dem Autor gut, doch mit den Verkaufszahlen des Buches haben sie nur wenig zu tun. Aus diesem Grund können auch kleinere Accounts bei Twitter oder FB etc. bessere Ergebnisse erzielen als große. Beim Autorenmarketing kommt es nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an. Das ist nicht bei allen Nutzern des Internets gleich. Google zum Beispiel braucht die Quantität, weil Daten als Wertschöpfung gesehen und deshalb gesammelt werden. Autoren brauchen Daten aber nur ganz ziegerichtet. Wir analysieren sie nicht, verkaufen sie nicht und nutzen sie nur, weil wir den Menschen, der hinter den Daten steht, ansprechen wollen. Wir wollen keine Schwarmintelligenz bedienen, dafür haben wir das falsche Produkt. Leser sind individueller als Verbraucher im Allgemeinen. Deshalb ist es für Autoren von großer Bedeutung, mit jedem einzelnen Posting vor Augen zu haben, dass Leser gewonnen werden sollen.

Regelmäßige Werbung erzielt höhere Effekte

Hier zählt die Beharrlichkeit. Wer schreibt, sollte sein Buch immer im Fokus seiner Marketingbemühungen haben. das Werk muss jeden Tag erscheinen. Hierbei hilft ein fester Zeitplan. Damit die Nachrichten nicht langweilig werden, können verschiedene Formulierungen gewählt werden. Beginnen wir bei Twitter, dem Kurznachrichtendienst. Jeder Autor sollte mindestens zehn Tweets im Vorfeld formulieren, die zu seinem Buch passen. Diese Tweets können dann abwechselnd gesendet werden. Allerdings wird es schnell langweilig, wenn nicht auch andere Nachrichten vom Autor kommen. Deshalb: Bauen Sie ein inhaltliches Umfeld für Ihr Buch. Viele raten dazu, das eigene Arbeitszimmer, die eigenen Haustiere und die Zahnarztbesuche zu posten. Als das neu war, war es gut. Doch inzwischen reiten so viele Autoren auf dieser Welle, dass es keinen Reiz mehr bietet. Probieren Sie neue Wege aus.

Stellen Sie Ihr Buch in einem größerem Zusammenhang dar

Wenn Sie ein Buch über einen Mord geschrieben haben, zeigen Sie sich als Mordexperte. Wer einen Liebesroman verkaufen will, kann mit Meldungen aus dem Bereich Liebe/ Partnerschaft punkten. Ihre Botschaft lautet: Ich kenne mich mit dem Thema aus, mein Buch ist lesenswert! Stellen Sie zuerst die Meldungen so zusammen, dass Sie sie für mindestens einen Monat nutzen können, also keine „Eintagsmeldungen“. Dann erstellen Sie einen Plan für die Postings.

Nutzen Sie Hilfsdienste

Sie können hierfür auch Dienste wie „Buffer“ nutzen. Dieser Dienst postet Ihre Nachrichten automatisch, nachdem Sie sie einmal eingegeben haben. Die kostenlose Version ist für Anfänger durchaus brauchbar. Sie selbst sollten nicht öfter als einmal am Tag nachschauen, ob es Nachrichten oder Interaktionen gibt, die Sie beantworten müssen. So haben Sie viel mehr Zeit zum Schreiben des neuen Werks. Leider verbringen viele Autoren zu viel Zeit mit den sozialen Medien.

Fassen wir noch einmal zusammen:

  1. Autoren brauchen eine hohe Qualität ihrer Seitenbesucher.
  2. Postings über ein Buch sollten dem inhaltlichen Kontext des Buches entstammen.
  3. Die Werbebotschaften sollten nach einem festen Zeitplan erfolgen.
  4. Ein teilautomatischer Dienst, der nach einem festen Zeitplan Nachrichten sendet, spart Zeit.

Im März wird es übrigens einen Workshop zum Autorenmarketing geben, der sich an die Besucher der Buchmesse richtet.

Besuchen Sie auch TextTime.de, um die vielen Angebote rund um das Schreiben kennenzulernen.

Der nächste Beitrag behandelt das Thema „Communitys als Merketinginstrumente“.

Vielen Dank fürs Lesen und eine gute Zeit!

Übrigens beschreibt dieser Artikel den Aufbau einer Landing Page – für alle die, die ihrem Buch noch keine gebaut haben.

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