Drei Wohlfühltipps für Autoren

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Autoren haben einen Traumberuf. Sie können gedanklich in verschiedene Welten abtauchen und ihren Horizont bei der Arbeit erweitern wie kaum ein anderer. Autoren sind theoretisch ungebunden und frei. Praktisch sieht die Arbeit oft anders aus. Autoren müssen sich vermarkten, ihre Texte anbieten und Honorarverhandlungen führen. Und manchmal fehlen die Auftraggeber. Viele Autoren kennen das Gefühl, dass der Kopf auf Hochtouren arbeitet und die Kasse trotzdem leer bleibt.  Der Mythos vom Schreiben ist leider selten in der realen Welt anzutreffen. Der Tag eines Schreibenden ist nicht nur mit spannenden Kontakten und Erlebnissen in Café ausgefüllt. Auch die regelmäßigen Partys mit Vertretern aus Kunst und Kultur gehören eher nicht zum normalen Arbeitsalltag eines Menschen, der mit Schreiben sein Geld verdient. Vielmehr befasst sich der Autor mit ganz gewöhnlichen Fragen wie dem Geld für die Miete und der Steuererklärung. Einer Schätzung nach verbringt der moderne Autor etwa fünf Stunden am Tag mit administrativen und bürokratischen Aufgaben und nur drei Stunden mit dem reinen Schreiben, wenn er die Regelarbeitszeit von 40 Stunden zur Verfügung hat. Nüchtern betrachtet ist Autor ein Beruf wie jeder andere. Es braucht gute handwerkliche Kenntnisse, Sachverstand für das behandelte Thema und eine große Portion Disziplin. Autor ist ein Traumberuf wie jeder andere Beruf auch. Damit aber das Dasein nicht zum Albtraum wird, sollte auch der Autor darauf achten, nicht überlastet, ausgebrannt oder frustriert zu werden.

In meiner langen Zeit als Coach habe ich immer wieder darauf geachtet, das Menschen nicht nur Zeitmanagement und Struktur beachteten sondern auch ihren eigenen Bezug zu sich, zum bloßen Leben, gestärkt haben. Ein Mensch ist nur dann erfolgreich, wenn er ganzheitlich und authentisch wirken und werken kann. Auch Autoren brauchen diese Ganzheitlichkeit. Nur authentische Autoren erreichen ihre Leser und werden ausreichend Wertschätzung erfahren. Die Basis dafür ist das eigene Wohlgefühl des Autors. Auch Autoren haben die Grundbedürfnisse Verbundenheit und Wachstum.

Gute Autoren ermöglichen durch ihre Texte, dass die Leser Bedürfnisse erfüllen können.  Kluge Autoren achten darauf, dass diese beiden Bedürfnisse auch sich selbst gegenüber erfüllt werden.

Drei Wohlfühltipps sollten im Arbeitsleben des Autors einen festen Platz einnehmen. Hierbei spielt keine Rolle, wie voll das Auftragsbuch ist und wann oder ob die nächste Deadline droht.

  1. Geben Sie sich das Gefühl von Verbundenheit.

Machen Sie regelmäßig einen Termin mit sich selbst. Mindestens zwei, besser drei Termine in der Woche tragen Sie für Verbundenheit mit sich selbst in Ihren Kalender ein. Für den Anfang reicht eine Stunde. Diese Zeiten sind so wichtig wie ein Termin beim Zahnarzt oder beim Steuerberater. Hier gehören Sie sich selbst, treten in einen aufmerksamen Kontakt mit sich. Bereiten Sie sich, nur für sich, ein gesundes Essen zu. Gehen Sie in die Sauna. Legen Sie sich mit einem guten Buch in die Badewanne. Diese Zeit ist Ihrer Entspannung und Gesundheit vorbehalten. Nehmen Sie ganz bewusst wahr, dass Sie etwas für sich tun und freuen Sie sich daran, dass Sie gut zu sich sind. Nehmen Sie diesen Hinweis nicht auf die leichte Schulter. Selbstverständlich haben Autoren immer wieder zeitliche Freiräume, die sie genussvoll verbringen können. Aber die Botschaft: „Mein Wohlgefühl ist eine feste Größe in meinem Wochenablauf.“ Klingt ganz anders als: „Wenn ich Zeit habe, denke ich auch mal an mich selbst.“

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2. Gönnen Sie sich Wachstum.

Mindestens acht Stunden im Monat sollten Sie lernen dürfen. Besuchen Sie einen Schreibkurs oder lesen Sie ein gutes Fachbuch zum Thema Schreiben. Geben Sie sich die Chance, Wachstum zu erleben.  Wer sich als Autor ernst nimmt, weiß stets, dass er nichts weiß. Dieser kleine Aspekt des regelmäßigen Lernens stärkt auch Ihr Selbstbewusstsein bei Honorarverhandlungen.

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3. Schaffen Sie sich ein Belohnungssystem.

Wie andere Menschen auch haben Autoren Wünsche. Und doch kann es gerade bei Vertretern der schreibenden Zunft vorkommen, dass Sie ihre Wünsche immer ans Ende der Überlegungen stellen. Wer nicht Bestsellerautor ist oder einen gut verdienenden Partner hat, kann sich kaum im Luxus wähnen. Legen Sie fest, dass zehn Prozent Ihrer Einkünfte dazu verwendet werden, Ihre persönlichen Wünsche zu erfüllen. Es dürfen ganz simple, materielle Wünsche sein. Auch Autoren leben nicht von Luft und Liebe. Halten Sie sich konsequent an diese Regel, ganz gleich, wie viel oder wenig Sie mit dem Schreiben verdienen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Wünsche und stellen Sie eine Kasse bereit. Sie werden merken, dass Sie mehr Zeit zum Schreiben finden, wenn es Teil Ihres Belohnungssystems geworden ist.

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