Autoren und die Ehrlichkeit zu sich selbst

Wer schreibt, kennt das Dilemma.

Manchmal weiß man schon beim Schreiben, dass man nicht die Meinung der Leser trifft. Das bekannteste Beispiel aus der Gegenwart hierfür ist die Journalistin Eva Herman, die für ihre Bücher Schmäh und Spott hinnehmen musste. Autoren sind Meinungsbildner. Autoren haben die Kraft und den Auftrag, an der Entwicklung der Gesellschaft mitzuarbeiten. Wenn Autoren etwas mitteilen wollen, dann kann das durchaus von größerer Bedeutung sein, als sie selbst wissen.

Autoren bestimmen den Zeitgeist mit. Deshalb ist es Unfug, sich dem bestenden Zeitgeist zu unterwerfen. Das Wort ist frei und kann und sollte daher ohne kommerzielle Interessen und ohne Maulkorb zur Entfaltung kommen. Autoren müssen sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, weil sie vielleicht nicht gleich die riesige Leserschaft oder einen interessierten Verlag finden. Gute Ideen und die Wahrheit haben immer einen schweren Weg vor sich. Doch eines ist klar:

Everybodys darling is everybodys depp.

Jeder, der Kunst und Kultur erschaffen will, wird sich damit früher oder später auseinander setzen müssen. Wenn wir Autoren diese Chance nicht nutzen, wer sollte es dann tun? Wollen wir das Feld den Manipulatoren aus Wirtschaft und Politik überlassen? Ziehen Autoren nur den Mainstreamkarren? Nein, ganz sicher nicht. Und um das Wissen darum zu stärken haben unsere Bücher eine Prämisse.

Wir haben eine Botschaft und verpacken sie in diverse literarische Gattungen. Jetzt, in der Zeit der langen Abende, können wir unsere Prämisse finden und neu bekräftigen und unsere Arbeit darauf ausrichten.

Stellen wir uns die Frage: Was will ich sagen? Damit werden wir autonom.

Fragen wir nicht: Was wollen die anderen hören/lesen? Damit werden wir zu Sklaven.

Wir entscheiden, was und warum wir schreiben, nicht die Mehrheitsmeinung, die sich nur am Konsum und am Umsatzfaktor orientiert. In einer bewegten Zeit wie dieser braucht die Gesellschaft die freien Autoren, dringend!

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Ein Kommentar zu “Autoren und die Ehrlichkeit zu sich selbst

  1. Dieser Artikel ist wirklich super – ganz herzlichen Dank für’s Posten! Nein, den Mainstreamkarren will ich nicht ziehen – wollte ich noch nie. Und obwohl es manchmal mühsam scheint, seine Ideen und Meinung authentisch zu vertreten, lohnt es sich doch sehr!

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