Fünf Tipps, die das berufliche Autorenleben erleichtern

Das Leben als Autor ist frei, unabhängig, kreativ und immer spannend. So sehen es die, die eine geregelte Arbeit haben, Urlaubsgeld beziehen und sich einen Krankenschein nehmen können. Wir Schreiber wissen, dass unser Beruf auch Schattenseiten hat. Es ist nämlich gar nicht so leicht, seinen Tag selbst zu strukturieren, seine Krankenversicherung zu bezahlen und kreative Hänger zu überwinden. Der innere Schweinehund will Tag für Tag überwunden werden, Familie und Freunde zerren an uns, wenn wir gerade einen guten Lauf haben und der Umgang mit Absagen und schlechten Rezensionen zerrt an den Nerven. Ich persönlich bin ein Mensch, der ganz gern Sicherheit empfindet. Sicherheit in privater und finanzieller Hinsicht. Das ist als Autor nicht selbstverständlich. Deshalb habe ich mir ein persönliches „Netz“ gebaut. Fünf Aspekte möchte ich nicht missen, um meinen Beruf weiter auszuüben. Der eine oder andere mag kein Sicherheitsnetz brauchen und viele meiner Kollegen haben vielleicht bessere oder andere Netze. Ich stelle meines hier vor, als Anregung, nicht als Anleitung. Sie beziehen sich auf diejenigen unter uns, die das Schreiben als Beruf sehen. Für Hobby- und Freizeitautoren taugen diese Tipps nicht, obwohl ich auch den Hobbyschreibern viel Achtung zolle und sie nicht abwerten möchte. Aber es macht eben einen Unterschied, ob finanzieller Druck im Spiel ist oder nicht.

  1. Self-Management

Es gibt Dinge, die erwarte ich einfach von mir. Dazu gehört, dass ich meine Ideen in korrekte Exposés bringe und an Redaktionen verschicke. Nach der Regel „Aktion bringt Reaktion“ kann ich so regelmäßig Feedback von Branchenkennern bekommen und merke, was derzeit auf dem Markt geschieht, was gefragt ist und was nicht. Und ich lerne neue Kontakte kennen, die mir in jedem Fall Impulse für meinen Weg geben. Manchmal kommt sogar ein Buchvertrag dabei heraus. Mir hilft es, mich auf eine ganz bestimmte Anzahl an Outputs pro Monat zu verpflichten. Egal, ob es nur ein Exposé pro Monat ist oder ob es mehr sind, in jedem Fall bekomme ich so regelmäßig etwas zurück.

2. Zeitplanung

Viele Autoren haben noch einen Brotberuf, eine Familie und ein Privatleben. Da kann das Schreiben schon mal zu kurz kommen. Um mich davor zu schützen, plane ich die Schreibzeit ein wie die Arbeitszeit oder den Kinobesuch. Das mag manchen zu streng erscheinen, aber so sichere ich mir einen freien Kopf, wenn ich nicht schreibe und die Garantie, dass das Schreiben stattfindet. Mit dem Mittel der Zeitplanung habe ich eine Art von Selbstverpflichtung, auf die ich mich verlassen kann.

3. Publikum kennen und nutzen

Es gibt viele Möglichkeiten, sich für das Schreiben bezahlen zu lassen. Ich nutze gern die Chance, Vorträge zu halten oder Lesungen anzubieten. Auch Kurse zum Thema Schreiben können angeboten werden. Die eigene Tätigkeit in einer Gruppe von Menschen darzustellen ist eine Ermutigung und hilft dabei, sich zu entwickeln. Sprache gehört nicht hinter verschlossene Türen. Alle Menschen brauchen Kommunikation und dafür brauchen Sie Sprache. Die Begegnung mit Publikum über die eigene Leserschaft hinaus hilft mir, immer wieder gegen Frustrationen anzugehen und den Wert meiner Arbeit auch dann zu erkennen, wenn die Euros mal gerade nur spärlich fließen. Wie ein Politiker muss ein Autor an der Basis bleiben, um seine Arbeit gut ausführen zu können.

4. Sich belohnen

Sich selbst zu belohnen, wenn ein Text gut gelungen ist, ist eine Form der Selbsterziehung. Wenn wir uns vermitteln, dass jeder Arbeitsabschnitt mit einem Saunabesuch, einem Kinofilm oder einem tollen Buch belohnt wird, werden wir unabhängiger von den Meinungen anderer. Und wenn unser Gehirn weiß, was es für die schwere Arbeit als Belohnung gibt, sind wir einfach motivierter, am Ball zu bleiben. Wie ein Politiker muss ein Autor an der Basis bleiben, um seine Arbeit gut ausführen zu können.

5. Rechte wahrnehmen

Autoren sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Immer wieder treffe ich in meinen Kursen auf Autoren, die es versäumen, ihre Tantiemen einzufordern. Es ist wichtig, sich bei der VG-Wort zu melden. Ebenso wichtig sind die Eintrittsgelder oder Honorare bei Lesungen etc. Wir sind Künstler. Das bedeutet nicht, das wir Essen und Trinken gratis bekommen. Wir sind keine Menschenbeglücker, wir leisten eine wertvolle, auch geldwerte Arbeit. Wenn wir unsere Arbeit ernst nehmen, werden wir auch Respekt erhalten.


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