Schreiben ist das Ergebnis von Wahrnehmung

Um zu schreiben, brauchen wir in erster Linie unsere Sinne. Wer nicht hören, sehen, schmecken oder fühlen kann, wird sicher nicht gut schreiben. Wir Autoren verarbeiten unsere Eindrücke und bringen sie in veränderter, neu kombinierter Form, wieder nach außen. Damit können wir die Leser berühren. Deshalb bedeutet Fitness für den Autor, dass er seine Sinne schützt und schärft. Der zweite Schritt ist das Benennen der gewonnenen Eindrücke. Je mehr Wörter einem Schreiber zur Verfügung stehen, umso klarer kann er zum Leser transportieren, was er sagen will. Der Wortschatz des so genannten normalen Menschen wird durchschnittlich immer kleiner. Hatte Goethe noch etwa 30.000 Wörter zur Verfügung, werden dem Normalbürger heute etwa 8000 Wörter zugetraut. Und das, obwohl wir viele Begriffe aus der Wissenschaft und aus anderen Sprachen entlehnt haben. Wir Autoren sind die, die die Wörter schützen. Wir erhalten die Vielfalt der Wörter. Aber wir können auch neue Wörter kreieren, denn die Sprache ist lebendig und so soll es bleiben. In diesem Sinne startet hier ein kleiner Wettbewerb.

Die folgende Szene braucht kreative Köpfe, um umformuliert zu werden.

Ein junger Autor sitzt mit der Idee für einen Krimi vor dem PC. Ihm will der erste Satz einfach nicht einfallen. Plötzlich beschließt er, genau mit dieser Situation zu starten. Der Satz „Ich sitze hier und will einen Krimi schreiben aber mir fällt der Anfang nicht ein.“ ist ein simpler Anfang. Schreiben Sie ihn um und schicken Sie mir Ihre Vorschläge, damit Sie auf diesem Blog veröffentlicht werden können.

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2 Kommentare zu “Schreiben ist das Ergebnis von Wahrnehmung

    • Hallo, danke für den Kommentar. Ich bin überzeugt davon, dass ein Mensch, der einen Sinn verliert, diesen über die anderen kompensiert. Und in diesem speziellen Fall (aber ich verfüge über alle Sinne und will nicht behaupten, mich dort einfühlen zu können) bin ich überzeugt, dass ein Mensch, dem ein Sinn verloren gegangen ist, ebenso schreiben wie leben kann. Ich könnte mir vorstellen, auch das ist wieder spekulativ, dass es wie unter den vollständig gesunden auch unter den betroffenen erkrankten Menschen gute und schlechte Schreiber gibt. In meiner Studienzeit hatte ich einen „Nebenjob“ bei einer blinden Frau, die vorher Entwicklungshelferin in Südamerika und Afrika war. Sie diktierte mir Briefe, die an die verschiedenen Stationen in der ganzen Welt gingen. Diese Briefe waren sehr wichtig und sie waren wundervoll,

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