Drei Möglichkeiten, seine Schreibe zu verbessern

Wer kennt nicht den guten alten RatSCHLAG für Menschen, die schreiben wollen: „Jeden Tag eine Seite, dann wird das schon.“ Wenn aber Tag um Tag vergeht, ohne dass eine Seite geschrieben wurde, sinkt die Motivation des Schreibers ebenso schnell wie die Selbstzweifel wachsen. Schreibtraining ist mehr als gute Absichten. Die regelmäßig und die Herausforderungen sollten in einem guten Verhältnis stehen. Außerdem braucht ein Training einen Trainer, der Feedback geben kann.

Schreibtraining dringend gesucht

Wenn Autoren mehr Übung haben, werden sie in Ihrer Schreibe immer stärker und sicherer. Und damit steigen die Honorare. Ein gutes Schreibtraining ist eine Investition, die sich sowohl ideell als auch materiell auszahlt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sein Schreibtraining in Eigenregie zu gestalten. Wem aber die Ideen schnell ausgehen oder wer sich regelmäßig Feedback, Lektorat und Tipps zur Vermarktung wünscht, sollte einen Coach/ Trainer suchen, der individuelle Betreuung anbietet.

Selbsthilfe im Schreibtraining

Es gibt drei Möglichkeiten, seine regelmäßigen Schreibübungen selbst zu finden.

  1. Schreibwettbewerbe sind gut geeignet, sich selbst eine Deadline zu setzen und gleichzeitig eine Herausforderung zu haben. Ich habe eine ansprechende Ausschreibung für einen Wettbewerb im Netz gefunden, bei dem es um nicht geht als um Freude am Schreiben und um Veganismus. Hier ist der Link zum Wettbewerb. Klick und gutes Gelingen. Es ist zwar kein Gewinn ausgeschrieben, aber das ist hier sicher zweitrangig und wird das Schreibtraining nicht beeinträchtigen.
  2. Anthologien/ Gemeinschaftsprojekte sind ebenfalls als Schreibtraining gut geeignet.  Die Themen sind vorgegeben und die Deadlines zwingen den Autor, sich mit dem Text ernsthaft zu befassen. Anthologien sind außerdem noch relevant für die Tantiemen von der VG-Wort. Auch Anthologien werden hier in die Vergütung einbezogen. Das Projekt Sternenblick ist einer von zahlreichen Herausgebern von Anthologien und lädt immer wieder dazu ein, sich zu beteiligen. Hier gibt es weitere Informationen. Für den, der Übungen für sein Schreibtraining sucht, liegen bei Sternenblick viele Herausforderungen bereit.
  3. Im Web gibt es zahlreiche Texterdatenbanken, die kleine Aufträge vergeben. Leider wird hier meist nicht mehr als ein kleiner Betrag pro Wort gezahlt. Diese Aufträge eigenen sich zwar nicht, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, bieten aber ein gutes Schreibtraining. Die Aufgaben sind sehr differenziert, so dass die Ansprüche sich regelmäßig verändern. Der Vorteil dieser Tätigkeit liegt eindeutig darin, dass sich das Schreibtraining mit Deadlines verbindet. Denn wir Autoren wissen:              Ein Text, der zu spät kommt, ist kein guter Text. Eine dieser Datenbanken ist content.de                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Übung macht den Meister   

Autoren müssen Üben wie ein Sportler trainieren muss. Wer einen Coach findet, hat Glück. Ein Trainer ist für das Schreibtraining sicher der beste Begleiter. Im Idealfall coachst er auch die Autorenvermarktung. Aber mit oder ohne Unterstützung ruht der Erfolg eines Autors auf zwei Säulen:

Gute Texte und gutes Marketing. 

Gibt es nur eine der beiden Säulen, wird ein Leben als professioneller Autor entweder gar nicht gelingen oder aber sehr anstrengend sein. Wer mehr Informationen zum Schreibtraining oder Autorencoaching wünscht, nimmt über das unten stehende Formular Kontakt auf, ich freue mich auf einen regen Austausch.

Enteignung der Arbeitswelt durch voreingestellte Formatierungen #AufstandderKreativen

Die Verantwortung des Autors: Freiheit für die Kunst zu wahren? Wenn nicht Autoren, wer sonst ist hier gefordert?

Ich sag mal

Bürokraten-Regime Bürokraten-Regime

Auf Facebook gab es ja eine erregte Debatte über das Benchmark-Best-Practice-Business-Plan-Gemurmel der Berater.

Im Video geht das nicht so ganz auf😉

Es wäre wohl besser, wenn man als Unternehmer oder Top-Manager einfach genau das Gegenteil macht. Chaotisieren und neue Sichtachsen legen, wie es Professor Günter Faltin demonstriert.

Nicht das Konventionelle in Geschäftsplänen trägt, da 70 Prozent dieser Planungen sowieso falsch sind.

„Heute, in einer postindustriellen Gesellschaft, ist der Entrepreneur dem Künstler viel verwandter.“

Faltin vergleicht das mit dem Wirken von Cosimo de’ Medici in der Renaissance. Er war Kunstkenner und ökonomisch in der Ära der Medici der Erfolgreichste in seiner Familie. Er hat die entscheidenden Innovationen durchgesetzt. Nur mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen wäre das nicht möglich gewesen.

So sieht das auch Professor Rupert Hasenzagl, der dem klassischen Management-Geblubber ein vernichtendes Zeugnis ausstellt:

„Wir bedienen uns derzeit eines toxischen Systems und fahren mit 300 Stundenkilometer gegen die Wand.“

Statt mit…

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Autoren und die Ehrlichkeit zu sich selbst

Wer schreibt, kennt das Dilemma.

Manchmal weiß man schon beim Schreiben, dass man nicht die Meinung der Leser trifft. Das bekannteste Beispiel aus der Gegenwart hierfür ist die Journalistin Eva Herman, die für ihre Bücher Schmäh und Spott hinnehmen musste. Autoren sind Meinungsbildner. Autoren haben die Kraft und den Auftrag, an der Entwicklung der Gesellschaft mitzuarbeiten. Wenn Autoren etwas mitteilen wollen, dann kann das durchaus von größerer Bedeutung sein, als sie selbst wissen.

Autoren bestimmen den Zeitgeist mit. Deshalb ist es Unfug, sich dem bestenden Zeitgeist zu unterwerfen. Das Wort ist frei und kann und sollte daher ohne kommerzielle Interessen und ohne Maulkorb zur Entfaltung kommen. Autoren müssen sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, weil sie vielleicht nicht gleich die riesige Leserschaft oder einen interessierten Verlag finden. Gute Ideen und die Wahrheit haben immer einen schweren Weg vor sich. Doch eines ist klar:

Everybodys darling is everybodys depp.

Jeder, der Kunst und Kultur erschaffen will, wird sich damit früher oder später auseinander setzen müssen. Wenn wir Autoren diese Chance nicht nutzen, wer sollte es dann tun? Wollen wir das Feld den Manipulatoren aus Wirtschaft und Politik überlassen? Ziehen Autoren nur den Mainstreamkarren? Nein, ganz sicher nicht. Und um das Wissen darum zu stärken haben unsere Bücher eine Prämisse.

Wir haben eine Botschaft und verpacken sie in diverse literarische Gattungen. Jetzt, in der Zeit der langen Abende, können wir unsere Prämisse finden und neu bekräftigen und unsere Arbeit darauf ausrichten.

Stellen wir uns die Frage: Was will ich sagen? Damit werden wir autonom.

Fragen wir nicht: Was wollen die anderen hören/lesen? Damit werden wir zu Sklaven.

Wir entscheiden, was und warum wir schreiben, nicht die Mehrheitsmeinung, die sich nur am Konsum und am Umsatzfaktor orientiert. In einer bewegten Zeit wie dieser braucht die Gesellschaft die freien Autoren, dringend!

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Das wichtigste Schreibwerkzeug – die Struktur

Manche Autoren schreiben mit dem PC, andere mit der Hand und einige wenige diktieren ihre Texte einem Spracherkennungsprogramm. Doch welches Medium wir benutzen spielt eine zweitrangige Rolle. Das wichtigste Werkzeug des Autors ist die Struktur. An anderer Stelle habe ich über die Struktur der Arbeit geschrieben, jetzt soll es um die Struktur des Textes gehen. Ganz gleich, ob es sich um eine Short Story oder eine Romantrilogie handelt, ohne Struktur wird ein Text nicht interessant für den Leser.

Ohne Struktur wird ein Text langweilig

Warum nicht? Weil der Leser nicht die Gedankengänge des Autors kennt sondern nur das geschriebene Wort vor Augen hat. Er muss vom Autor durch den Text geführt werden, um sich nicht zu verirren. Ein guter Text ist für den Leser mehr als nur eine Ablenkung vom Alltag und auch mehr als nur ein Impuls zum Nachdenken, Träumen etc. Ein guter Text vermittelt auch die Botschaft des Autors. Aus diesem Grund brauchen wir, idealerweise vor dem Schreiben, bereits ein relativ klares Konzept über das, was wir schreiben wollen. Schließlich tritt der Autor mit dem Leser in eine Kommunikation ein. Und wenn Menschen kommunizieren, brauchen sie eine Form von logisch aufgebauter Gesprächsführung. In der verbalen Kommunikation kann der Gesprächspartner oder Zuhörer noch nachfragen, wenn ihm etwas unklar ist. In der Kommunikation zwischen Leser und Autor geht das nicht. Das Schreiben erfordert also noch mehr Konzentration und Achtsamkeit als das Sprechen. Und diese Konzentration und Achtsamkeit dem Leser gegenüber beweist der Autor mit einer klaren Struktur.

Struktur bringt Ordnung in den eigenen Kopf

Es gibt noch ein weiteres Argument für Struktur beim Schreiben. Nicht nur der Leser ist vor Verwirrungen und Irrungen geschützt sondern auch der Autor selbst. Wer kennt nicht das Gefühl, eine gigantische, ja grandiose Idee zu haben und nach einiger Zeit des Schreibens in einer Sackgasse zu landen. Der Held ist nach zwei Kapiteln gar nicht mehr heldenhaft oder der Autor hat die Lust am Schreiben dieser Idee plötzlich verloren. Wenn eine Idee ins Bodenlose stürzt, liegt das meist an der fehlenden Struktur. Struktur ist wie das Geländer einer Hängebrücke. Es reicht schon, dass die einzelnen Planken glatt und rutschig sind, unter uns tobt ein reißender Fluss und wir haben kein Geländer? Das muss nicht sein. Das Risiko, abzustürzen und mit der Idee nicht zu einem erfolgreichen Ende zu kommen, ist zu groß. Strukturloses Schreiben ist therapeutisches Schreiben. Es hat seine Berechtigung und kann jedem helfen, der sich mit psychischen Symptomen plagt. Aber dieses therapeutische Schreiben gehört nicht in die Öffentlichkeit, es sei denn, Leser und Autor bevorzugen Seelenstriptease.

3 bewährte Möglichkeiten, Struktur zu finden

Es gibt gute und vor allem praktikable Möglichkeiten, eine Struktur für sein Schreibwerk zu finden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Techniken für jeden Schreibenden geeignet sind. Die drei, die ich ausgesucht habe, wenden sich an unterschiedliche Wahrnehmungstypen und eignen sich gut für den Einstieg.

  1. Die Wäscheleinemethode

In einer guten Geschichte gibt es Spannungsbögen, auf die der text zusteuert. Um einen solchen Spannungsbogen zu erzeugen, muss die Chronologie einer Story einigermaßen klar sein. Arbeiten Sie mit einer Wäscheleine, die für Sie einen Zeitstrahl darstellt. Diese Leine wird nun mit den Figuren und deren Handlungen bestückt. Sie können so den Ablauf Ihrer Story verfolgen. Die Anfänge Ihrer Kapitel markieren Sie mit einem Bändchen. Auf diese Art können Sie erreichen, dass in jedem Kapitel genau das steht, was der Leser braucht. An dieser Wäscheleine hängen die Figuren, ihre Aktionen und Interaktionen und auch die Informationen, die der Leser im betreffenden Kapitel erhalten soll. So garantieren Sie, dass sie keine Informationen auslassen oder unlogische Sprünge in Ihren Text bauen. Wenn Ihre Wäscheleine fertig bestückt ist, können Sie alles entfernen, was überflüssig ist, der Leser wird es Ihnen danken.

2.  Netztechnik

Besorgen Sie sich einen großen Bogen Karton. Mindestens DIN A4 ist notwendig. Dann schreiben Sie an den linken Rand die Namen Ihrer Figuren, Ihre Schauplätze und die bedeutenden Interaktionen. An den rechten Rand schreiben Sie genau die gleichen Informationen. Ziehen Sie nun Verbindungslinien zwischen den Figuren, den Schauplätzen und den Handlungen. Diese Linien erhalten eine Nummer, fortlaufend. Für jede Nummer gibt es eine Karteikarte, die genauer beschreibt, was es mit der betreffenden Linie auf sich hat. Wenn Sie die Karteikarten jetzt der zeitlichen und logischen Abfolge ordnen (so werden auch Rückblicke an die richtige Stelle gesetzt), haben sie ein sehr gutes Konzept, dass Sie nur noch mit Futter versehen müssen und schon ist Ihre Geschichte geschrieben.

3.  Wörtersummen

Es gibt eine sehr gute Methode, sich über Zusammenhänge klar zu werden und vor allem als Autor seine eigene Botschaft zu erkennen und im Blick zu behalten. Errechnen Sie „Wörtersummen“. Diese Methode beginnt mit einem Brainstorming. Schreiben Sie 10 Wörter auf, die Sie mit Ihrer Hauptfigur verbinden. Diese 10 Wörter gebe ich Ihnen als Beispiel vor, damit Sie sich ein Bild von dieser Methode machen können:

Nehmen wir an, Ihre Hauptfigur ist ein Mann, der ein Mädchen beeindrucken will. Leider stottert er.

Mann

stottern

verliebt

Pickel

Konkurrenz

Motorrad

Musik

Angst

Muttersöhnchen

verklemmt.

Diese 10 Wörter sind wahllos gewählt. Jetzt werden die beiden ersten addiert, d.h. zusammengefasst. Mann + stottern = Mitleid. Sie können selbstverständlich eine andere Summe ermitteln, Wörter zu addieren ist subjektiv, es gibt kein richtiges und kein falsches Ergebnis. So gehen Sie mit den restlichen 8 Wörtern auch vor. Dadurch erhalten Sie 5 Summen. Sie können, wenn Sie wollen, weiter zusammenfassen, aber auch die 5 Summen als wichtige Stoffinformationen notieren. Spielen Sie diese Methode für alle Figuren und Handlungen durch. Danach sortieren Sie, vielleicht mit der Wäscheleine und haben einen tieferen Bezug zu Ihrer eigenen Prämisse als vorher.

Jeder hat ein eigenes System

Sie können die oben beschriebenen Techniken selbstverständlich auch kombinieren. Jeder Autor hat ein individuelles System. Doch jeder sollte eins haben, denn sonst verkommt die Schreibe zu einem Monolog, der in der Gefahr steht, langweilig zu werden oder egozentrisch zu wirken. Wir dürfen nicht vergessen, dass unser Gehirn von uns ein wenig an die Leine genommen werden sollte, wenn die Pferde nicht mit uns durchgehen sollen. Das können wir mit der Ordnung im Kinderzimmer vergleichen. Eltern sollten ihren Kindern keine spezielle Ordnung aufzwingen. Doch sie sollten den Kindern abverlangen, dass es eine Ordnung gibt. Wenn das Kind partout seine Bausteine nicht nach Hersteller sondern nach Farbe sortieren will, ist das in Ordnung. Wenn alles wild durcheinander liegt, ist das kein kreatives Chaos. Es ist Gedankenlosigkeit, die böswillige Zungen als Faulheit bezeichnen würden.

Testen Sie die Vorschläge aus und berichten Sie mir von Ihren Erfahrungen, ich bin gespannt.

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5 Buchtipps für Autoren

Mir hat einmal ein kluger und erfolgreicher Autorenkollege gesagt, der größte Teil der „Schreibzeit“ sei die „Lesezeit“. Lesen ist für Autoren wie das Essen oder das Atmen. Wir brauchen den Input, um Output bieten zu können. Wir tauchen beim Lesen, ganz anders als der „normale“ Leser, quasi in unser Fachgebiet ein. Deshlab ist es unerlässlich, regelmäßig zu lesen und so immer wieder Sprache aufzunehmen. Hierfür eignen sich natürlich besonders die literarischen Vorbilder, die der eine oder andere Autor sicher für sich gewählt hat. Aber es gibt auch noch die Fachliteratur für Autoren, denn Schreiben ist und bleibt ein Handwerk. Die beste Story bleibt ungelesen, wenn der Autor den Leser mit seiner Sprache nicht zu fesseln versteht. Und die schönste Poesie landet in der Schublade, wenn der Autor sich nicht vermarkten kann. Für den Anfang reicht es sicher, Blogs und Essays im Internet zu lesen. Doch ich empfehle unbedingt, Fachbücher zum Schreiben zu lesen und sogar durchzuarbeiten. Sie erweitern den Horizont und stärken nicht nur unsere Motivation sondern auch den Stil und die Form unserer Texte. Fünf Titel möchte ich ganz besonders hervorheben.

Tipp 1: Ein Klassiker, der immer wieder gute Dienste leistet, obwohl er bereits 1997 erschienen ist:

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt von James N. Frey

Tipp 2: Dieser Titel ist vor allem wegen seiner praktischen Tipps sehr zu empfehlen. Außerdem bedient er zahlreiche Genres vom Krimi bis zum journalistischen Text.

Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Roy Peter Clark und Kerstin Winter

Tipp 3: Wer sich bei einer Tasse entspannen möchte und in das Leben als Autor schnuppern will, ist mit diesem Einsteigerbuch gut bedient.

Ein Buch schreiben – Schritt für Schritt Autor werden von Robert Bach

Tipp 4: Manche Bücher sind einfach Klassiker. Das folgende Buch möchte ich in meinem Bücherregal nicht missen, denn die Autorin spricht wohl jedem aus der Seele, der schreibt. Ein Buch voller wichtiger Hinweise und wohltuend konkret.

Dorothea Brande – Schriftsteller werden

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Fünf Tipps, die das berufliche Autorenleben erleichtern

Das Leben als Autor ist frei, unabhängig, kreativ und immer spannend. So sehen es die, die eine geregelte Arbeit haben, Urlaubsgeld beziehen und sich einen Krankenschein nehmen können. Wir Schreiber wissen, dass unser Beruf auch Schattenseiten hat. Es ist nämlich gar nicht so leicht, seinen Tag selbst zu strukturieren, seine Krankenversicherung zu bezahlen und kreative Hänger zu überwinden. Der innere Schweinehund will Tag für Tag überwunden werden, Familie und Freunde zerren an uns, wenn wir gerade einen guten Lauf haben und der Umgang mit Absagen und schlechten Rezensionen zerrt an den Nerven. Ich persönlich bin ein Mensch, der ganz gern Sicherheit empfindet. Sicherheit in privater und finanzieller Hinsicht. Das ist als Autor nicht selbstverständlich. Deshalb habe ich mir ein persönliches „Netz“ gebaut. Fünf Aspekte möchte ich nicht missen, um meinen Beruf weiter auszuüben. Der eine oder andere mag kein Sicherheitsnetz brauchen und viele meiner Kollegen haben vielleicht bessere oder andere Netze. Ich stelle meines hier vor, als Anregung, nicht als Anleitung. Sie beziehen sich auf diejenigen unter uns, die das Schreiben als Beruf sehen. Für Hobby- und Freizeitautoren taugen diese Tipps nicht, obwohl ich auch den Hobbyschreibern viel Achtung zolle und sie nicht abwerten möchte. Aber es macht eben einen Unterschied, ob finanzieller Druck im Spiel ist oder nicht.

  1. Self-Management

Es gibt Dinge, die erwarte ich einfach von mir. Dazu gehört, dass ich meine Ideen in korrekte Exposés bringe und an Redaktionen verschicke. Nach der Regel „Aktion bringt Reaktion“ kann ich so regelmäßig Feedback von Branchenkennern bekommen und merke, was derzeit auf dem Markt geschieht, was gefragt ist und was nicht. Und ich lerne neue Kontakte kennen, die mir in jedem Fall Impulse für meinen Weg geben. Manchmal kommt sogar ein Buchvertrag dabei heraus. Mir hilft es, mich auf eine ganz bestimmte Anzahl an Outputs pro Monat zu verpflichten. Egal, ob es nur ein Exposé pro Monat ist oder ob es mehr sind, in jedem Fall bekomme ich so regelmäßig etwas zurück.

2. Zeitplanung

Viele Autoren haben noch einen Brotberuf, eine Familie und ein Privatleben. Da kann das Schreiben schon mal zu kurz kommen. Um mich davor zu schützen, plane ich die Schreibzeit ein wie die Arbeitszeit oder den Kinobesuch. Das mag manchen zu streng erscheinen, aber so sichere ich mir einen freien Kopf, wenn ich nicht schreibe und die Garantie, dass das Schreiben stattfindet. Mit dem Mittel der Zeitplanung habe ich eine Art von Selbstverpflichtung, auf die ich mich verlassen kann.

3. Publikum kennen und nutzen

Es gibt viele Möglichkeiten, sich für das Schreiben bezahlen zu lassen. Ich nutze gern die Chance, Vorträge zu halten oder Lesungen anzubieten. Auch Kurse zum Thema Schreiben können angeboten werden. Die eigene Tätigkeit in einer Gruppe von Menschen darzustellen ist eine Ermutigung und hilft dabei, sich zu entwickeln. Sprache gehört nicht hinter verschlossene Türen. Alle Menschen brauchen Kommunikation und dafür brauchen Sie Sprache. Die Begegnung mit Publikum über die eigene Leserschaft hinaus hilft mir, immer wieder gegen Frustrationen anzugehen und den Wert meiner Arbeit auch dann zu erkennen, wenn die Euros mal gerade nur spärlich fließen. Wie ein Politiker muss ein Autor an der Basis bleiben, um seine Arbeit gut ausführen zu können.

4. Sich belohnen

Sich selbst zu belohnen, wenn ein Text gut gelungen ist, ist eine Form der Selbsterziehung. Wenn wir uns vermitteln, dass jeder Arbeitsabschnitt mit einem Saunabesuch, einem Kinofilm oder einem tollen Buch belohnt wird, werden wir unabhängiger von den Meinungen anderer. Und wenn unser Gehirn weiß, was es für die schwere Arbeit als Belohnung gibt, sind wir einfach motivierter, am Ball zu bleiben. Wie ein Politiker muss ein Autor an der Basis bleiben, um seine Arbeit gut ausführen zu können.

5. Rechte wahrnehmen

Autoren sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Immer wieder treffe ich in meinen Kursen auf Autoren, die es versäumen, ihre Tantiemen einzufordern. Es ist wichtig, sich bei der VG-Wort zu melden. Ebenso wichtig sind die Eintrittsgelder oder Honorare bei Lesungen etc. Wir sind Künstler. Das bedeutet nicht, das wir Essen und Trinken gratis bekommen. Wir sind keine Menschenbeglücker, wir leisten eine wertvolle, auch geldwerte Arbeit. Wenn wir unsere Arbeit ernst nehmen, werden wir auch Respekt erhalten.

Tag für Tag als Autor leben und dabei wertvolle Tipps, viele Hinweise aus der Buchbranche usw. erhalten? Im Autorenkalender 2016

Der Kalender hat 150 Seiten und enthält neben Portraits über Schreibende auch Termine rund um die Autorenwelt. Wie schon im letzten Kalender sind auch wieder Hinweise auf Wettbewerbe, Anthologien und Schreibprojekte enthalten.

CoverDer Preis für den Kalender mit Ringbindung und viel Platz für eigene Notizen beträgt 15,90 €. Bei Bestellungen bis zum 30.10.2015 entfällt das Porto.

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Warum dein bester Freund nicht dein Testleser sein kann

Wir Autoren arbeiten recht einsam. Es gibt selten Arbeitsgruppen, die gemeinsam an einem Werk arbeiten. Das macht unsere Arbeit einerseits reizvoll, auf der anderen Seite aber wünschen wir uns auch Feedback, um unsere Selbstzweifel zu besiegen oder um einfach eine neue Orientierung oder Ermutigung zu bekommen. Wenn wir etwas geschrieben haben, möchten wir auch wissen, wie es beim Leser ankommt. Wir brauchen Testleser. Doch unsere Familie und Freunde oder gar unser Partner eigenen sich für diese Aufgabe ganz und gar nicht. Warum nicht?

  1. Wer uns gut kennt, liest oder hört unseren Text mit all den Informationen, die er über uns hat. Er merkt nicht, wenn Gedankengänge nicht ausgereift sind oder Prämissen nicht klar definiert sind. Ein Testleser, der uns kennt, hat viel zu viele Informationen, um den Text objektiv auf sich wirken zu lassen.
  2. Ein Mensch, dem wir sympathisch sind, wird immer Rücksicht auf unsere Gefühle nehmen. Das geschieht unbewusst und unmerklich. Deshalb wird die Kritik immer weniger ehrlich sein als die Kritik eines Fremden. Der fremde Testleser hat nicht den Autor im Blick, ihm geht es viel stärker und ausschließlich um den Text.
  3. Manchmal verwenden wir unsere eigene Alltagssprache in unserer Schreiberei. Das merken Bekannte und Freunde gar nicht, denn sie verwenden meist den gleichen Sprachcode. Ob der sich aber für Veröffentlichungen eignet, ist manchmal fraglich.
  4. Wir könnten übersehen, dass der gute Freund oder die Partnerin unseren Text nur aus Gefälligkeit lesen. Detailfreude und erhöhte Aufmerksamkeit dürfen wir dann nicht erwarten.
  5. Der wichtigste Grund ist aber noch ein anderer: Beruf und Privatleben sollten getrennt bleiben. Ein Autor ist auch ein Mensch, der sich von seiner Arbeit erholen muss. Und eine Freundschaft ist keine Arbeitsgemeinschaft. Es ist einfach gesünder, nach der Arbeit frei für private Dinge zu haben. Das nennt man eine gesunde „Work-Life-Balance“. Wer beruflich schreibt und privat seine Arbeit diskutiert, wird merken, dass er viel zu wenig Ausgleich hat. Es ist sinnvoller, sich seine Kritiker auf der beruflichen Ebene zu suchen. Hier gibt es Communities und Foren, die diese Arbeit zu erledigen helfen können. Also sollte der Autor schreiben, Kritik einstecken, sich eine blaue Nase holen und dann nach Hause (ins Privatleben) gehen und den Feierabend mit anderen Themen verbringen. So erhält er die notwendigen Streicheleinheiten und immer neue Inspirationen.

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